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Sommerwiederholungen 09 (26.07.09 - 06.09.09)

Prof. Dr. Elisabeth Bronfen Prof. Dr. Elisabeth Bronfen
Glanz und Elend des Geldes: Die Ökonomisierung der Fantasien

Sendezeit: So 26.07.2009, 08:00h


In der amerikanischen Filmkomödie „Blondinen bevorzugt“ von Howard Hawks aus dem Jahr 1953 verkörpert Marilyn Monroe eine Erotisierung des Geldes, die in den 80er Jahren von Madonna -wesentlich ironischer und gebrochener- aufgegriffen wird. Im Umfeld des Börsenkrachs entstehen in den 80er Jahren auch Bücher und Filme wie „Wall Street“, in denen die Ökonomisierung unserer Kultur, der „homo oeconomicus“, kritisch beleuchtet wird. Zwanzig Jahre später fragt Elisabeth Bronfen, was aus diesen Fantasien im Mainstream-Kino, das als Seismograph unserer zeitgenössischen Kultur verstanden werden kann, geworden ist.



Prof. Dr. Susanne Lütz Prof. Dr. Susanne Lütz
Geld regiert die Welt, oder: Wer steuert die Globalisierung?

Sendezeit: So 02.08.2009, 08:00h
Erstausstrahlung: So 08.03.2009


Ein funktionierendes Finanzsystem stellt Liquidität für andere Wirtschaftssektoren, private Konsumenten und den Staat bereit. In ihrer Rolle als Vermittler zwischen Kapitalgeber und Kapitalnehmer überbrücken Banken Fristen und Zeiträume beim Verleih von Geld. Der großen volkswirtschaftlichen Bedeutung des Bankengeschäftes stehen jedoch erhebliche Sicherheitsrisiken gegenüber. Da Banken als Multiplikatoren auftreten, kann ihre Zahlungsunfähigkeit weitreichende Kettenreaktionen nach sich ziehen, wie in der aktuellen Finanzkrise deutlich wurde. Im Krisenfall ist es die Zentralbank oder der Staat, der als Finanzier einspringen muss und die Kosten privat erzeugter Risiken übernimmt. Die Rahmenbedingungen des Finanzgeschäfts haben sich im Zuge der Globalisierung allerdings grundlegend verändert. Der Vortrag zeichnet die schrittweise Herauslösung der Finanzmarkttransaktionen aus den Grenzen des Nationalstaates nach, zeigt die Entstehungsfaktoren der aktuellen Finanzkrise auf und diskutiert die Möglichkeiten und Grenzen politischer Regulierung des Marktgeschehens auf nationaler und transnationaler Ebene.



Prof. Dr. Norbert Schwarz Prof. Dr. Norbert Schwarz
Wären Sie glücklicher, wenn Sie jünger und reicher wären?

Sendezeit: So 09.08.2009, 08:00h
Erstausstrahlung: So 12.10.2008


Die meisten Menschen sind überzeugt, dass ihr Leben besser wäre, wenn sie mehr Geld hätten oder jünger wären, und dass die Zeit mit den Kindern zu den besten Momenten des Tages gehört. Empirische Untersuchungen finden jedoch wenig Evidenz für solche Überzeugungen. Ältere Menschen sind zufriedener als junge, und das Einkommen trägt wenig zur Zufriedenheit bei. Detaillierte Erfassungen der Emotion in relevanten Situationen zeigen außerdem, dass Zeit mit den Kindern im Durchschnitt etwa so erfreulich ist wie das tägliche Einkaufen. Im Rückblick erinnern Personen ihre Erfahrungen jedoch in einer Weise, die ihre Intuitionen bestätigt – selbst wenn ihre tägliche Erfahrung anders aussieht. Was ist der Zusammenhang zwischen Intuitionen über das Glück, täglichen Erfahrungen und der Erinnerung an diese Erfahrungen? Warum weichen unsere Erinnerungen von unseren Erfahrungen ab? Welche Rolle spielen diese Komponenten bei wichtigen Entscheidungen?



Prof. Dr. Karin Michels Prof. Dr. Karin Michels
Wahrheit und Legende: Kann Ernährung Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern?

Sendezeit: So 16.08.2009, 08:00h
Erstausstrahlung: So 24.05.2009


Dass Nahrungsmittel auch heilsam wirken können, wusste schon Hippokrates, als er schrieb „Heilmittel sind Lebensmittel, und Lebensmittel sind Heilmittel.“ Zahlreiche moderne Ernährungsstudien belegen, dass eine gute Ernährung wesentlicher Bestandteil einer gesunden Lebensführung ist und der Vorbeugung von Krankheiten dient. Was aber genau ist eine gesunde Ernährung? Und welchen Einfluss kann sie auf die wichtigsten Krankheiten unserer Zeit - Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs - haben? Butter oder Margarine für das Herz? Wie steht es mit dem Milchkonsum? Und welche Vitamine sind nun wirklich relevant? Karin Michels gibt Einblick in die neuesten Erkenntnisse der Ernährungsforschung.



Dr. Rainer Matejka Dr. Rainer Matejka
Wegweiser aus dem Irrgarten der Ernährungslehre - zwischen etablierter Ernährung und Vollwertkost

Sendezeit: So 23.08.2009, 08:00h
Erstausstrahlung: So 27.05.2001


Obwohl wir wissen, dass eine Vielzahl heutiger Erkrankungen direkt oder indirekt ernährungsbedingt sind, gibt es kein einheitliches Bild über "die richtige Ernährung". Im Gegenteil werden viele Menschen durch unterschiedliche und zum Teil widersprüchliche Empfehlungen verwirrt. Rainer Matejka erläutert aus erfahrungsheilkundlicher Sicht, woran unsere heutige Ernährung krankt, und wie die Grundleitlinien einer individuell richtigen Ernährung aussehen. Dr. Rainer Matejka ist medizinischer Leiter einer Tagesklinik und Präsident des Deutschen Naturheilbundes.



Prof. Dr. Michael Zürn Prof. Dr. Michael Zürn
Wer regiert die Welt und mit welchem Recht?

Sendezeit: So 30.08.2009, 08:00h
Erstausstrahlung: So 22.02.2009


Geht die Vorherrschaft der USA mit der internationalen Finanzkrise zu Ende? Wird China bald die mächtigste Nation der Welt sein? Oder regieren in Zukunft nicht mehr Staaten, sondern multinationale Unternehmen und transnationale Nichtregierungsorganisationen die Welt? Ist mit einem System der „Global Governance“, in dem internationale Normen die Hauptrolle spielen, zu rechnen? Wie sind die politikrelevanten Ressourcen zwischen den Schlüsselakteuren des Systems aufgeteilt und welche Machtpositionen ergeben sich daraus? Michael Zürn skizziert die gegenwärtigen Entwicklungen der Weltpolitik und zeigt, dass Normen zwar im internationalen System eine größere Rolle spielen als gemeinhin angenommen, dass sie aber in vielerlei Hinsicht Normen sind, die Ungleichheit festschreiben.



Dr. Theo Sommer Dr. Theo Sommer
Wer regiert die Welt in 50 Jahren?

Sendezeit: So 06.09.2009, 08:00h
Erstausstrahlung: So 15.02.2009


In diesem Vortrag referiert Theo Sommer die Zukunftsszenarien, die nach dem Ende des Kalten Krieges und zu Beginn des 21. Jahrhunderts entworfen wurden. Aus diesen unterschiedlichen Zukunftsanalysen destilliert er die Trends, die nach übereinstimmender Auffassung der Futurologen die kommenden vier Jahrzehnte bestimmen werden. Er prognostiziert eine multipolare Welt, in der fünf Supermächte (die USA, Europa, Russland, China und Indien) die Geschicke der Menschheit dominieren werden. Ein Mächtemuster, das dem des ausgehenden 19. Jahrhunderts mehr ähnelt als allen Machtkonstellationen des 20. Jahrhunderts. Dabei wird es entscheidend nicht nur auf vermeintliche Trends, volkswirtschaftliche Daten und die Stimmung der Völker ankommen, sondern in hohem Maße auf die Staatskunst der Führungspersönlichkeiten an den Schaltstellen der Macht.