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2. Halbjahr 14 (14.09.14 - 15.02.15)

Prof. Dr. Jörn Leonhard Prof. Dr. Jörn Leonhard
August 1914: Ein globales Panorama

Sendezeit: So 14.09.2014, 07:30h
Erstausstrahlung: So 27.07.2014


Die Ereignisse des August 1914, die den Ersten Weltkrieg auslösten und am Ende nicht nur Europa, sondern die gesamte Weltordnung tiefgreifend erschütterten, werden gerne auf die suggestive Formel eines „Augusterlebnisses“ gebracht. Was aber war der August 1914, jene Phase zwischen der Abfolge der Kriegserklärungen und dem Ausbruch des realen Krieges in allen seinen entsetzlichen Dimensionen, mit Schlachtmeldungen und immer längeren Todeslisten, die alle Vorahnungen und Projektionen innerhalb kürzester Zeit entwerteten? Jörn Leonhard zeigt auf, was den August 1914 zu einer in dieser Form einmaligen historischen Verdichtung machte, und was die langfristigen Konsequenzen dieser Verdichtung waren.



Prof. Dr. Herfried Münkler Prof. Dr. Herfried Münkler
Der Große Krieg: Die Welt 1914 bis 1918

Sendezeit: So 21.09.2014, 07:30h
Erstausstrahlung: So 03.08.2014


Der Erste Weltkrieg fegte die alte Weltordnung hinweg und haftet seit vier Generationen als „Der große Krieg“ im Gedächtnis. Als er ausbrach, am 1. August 1914, bejubelten noch viele, dass nun die Waffen sprachen. Doch vier Jahre später, 1918, war jede Illusion verflogen. Der Krieg hatte mehr als 10 Millionen Tote gefordert. Er besiegelte das Ende der alten Imperien, weckte Revanchegelüste und brachte die USA und die Sowjetunion auf die Weltbühne. Die Ära der Ideologien und Diktaturen begann, die schließlich auch zum Zweiten Weltkrieg mit all seinen Verwerfungen führte. Herfried Münkler zeichnet in diesem Vortrag die großen Linien dieses epochalen Ereignisses. Denn: „Wenn wir den Ersten Weltkrieg nicht verstehen, wird uns das ganze 20. Jahrhundert ein Rätsel bleiben.“



Prof. Dr. Manfred Berg Prof. Dr. Manfred Berg
Die USA und der Erste Weltkrieg

Sendezeit: So 28.09.2014, 07:30h
Erstausstrahlung: So 10.08.2014


Als im August 1914 der Krieg in Europa ausbrach, rief US-Präsident Woodrow Wilson seine Landsleute zur Neutralität im Denken und im Handeln auf. Tatsächlich blieben die USA bis zum April 1917 neutral, dann aber zogen die Amerikaner unter dem Banner der Demokratie in den Krieg gegen das Deutsche Reich. Militärisch, wirtschaftlich und politisch sollte sich die amerikanische Intervention als entscheidend für den Ausgang des Krieges erweisen, doch wurden die Hoffnungen auf eine gemäß den Wilsonschen Prinzipien gestaltete neue Weltordnung enttäuscht. Manfred Berg beleuchtet in seinem Vortrag die Bedeutung der USA für den Verlauf des Ersten Weltkrieges und die Rückwirkungen des Krieges auf die amerikanische Gesellschaft.



Prof. Dr. Cord Arendes Prof. Dr. Cord Arendes
„Wirklichkeitsbilder“? Fotografie und Erinnerung an den Ersten Weltkrieg

Sendezeit: So 05.10.2014, 07:30h
Erstausstrahlung: So 17.08.2014


Einer der Gründe für die Erinnerungsmacht des Ersten Weltkrieges liegt darin, dass wir über eine Reihe an visuellen Zeugnissen, an Filmmaterial, vor allem aber Fotografien verfügen. Doch dürfen wir diese Fotografien als so etwas wie "Wirklichkeitsbilder" betrachten? Wie sind sie entstanden? Wie und wann wurden sie veröffentlicht? Cord Arendes gibt in diesem Vortrag einen Überblick über die Motive und die Produktions- und Distributionsbedingungen von Fotografien zwischen 1914 und 1918. Und er beleuchtet die Bedeutung, die diese Fotografien bis heute für unsere Erinnerung an den "Großen Krieg" haben.



Prof. Dr. Ute Frevert Prof. Dr. Ute Frevert
Vergängliche Gefühle

Sendezeit: So 12.10.2014, 07:30h


Gefühle sind flüchtig und instabil, sie haben eine zeitliche Struktur und dauern gemeinhin nicht ewig. Wut steigt auf, bricht los und ebbt ab. Gleiches gilt für Freude, Angst, Trauer. Gefühle sind aber nicht nur per se vergänglich, sie sind es auch in der historischen Zeit. Es gibt Gefühle – zum Beispiel Ehre –, die uns fremd geworden sind, die aber unseren Groß- und Urgroßeltern noch vertraut waren. Umgekehrt finden heute Empfindungen großen Anklang – wie Empathie und Mitleid –, um die sich vormoderne Gesellschaften kaum scherten. Ute Frevert geht in ihrem Vortrag der Frage nach, wie sich solche emotionalen Konjunkturen erklären lassen, und zeigt damit, wie sich Emotionen in der und durch die Geschichte wandeln.



Prof. Dr. Arno Gruen Prof. Dr. Arno Gruen
Gespaltenes Bewusstsein. Empathie versus Kognition

Sendezeit: So 19.10.2014, 07:30h


Wir leben in einer zunehmend durchkonstruierten Welt, die von Kampf, Wettbewerb, Profit und Isolation bestimmt ist. Die Errungenschaften von Wissenschaft, Technik und Informatik beeinflussen und dominieren uns. Wir glauben, unser Denken sei realistisch, wenn es von Emotionen befreit ist. Aber Denken ohne Gefühl, so der Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker Arno Gruen, führt in eine Scheinwelt aus Abstraktionen. Es macht uns unfähig, unsere Wirklichkeit unmittelbar und mitfühlend wahrzunehmen. Indem das abstrakte Denken, also das Kognitive, zunehmend das Empathische in uns verdrängt, entfernen wir uns immer weiter von dem Gefühl der Verbundenheit mit dem Leben.



Dr. Frank-M. Staemmler Dr. Frank-M. Staemmler
Von visuellen Klippen und ‚okkulten‘ Ereignissen: Die ganz normale Empathie

Sendezeit: So 26.10.2014, 07:30h


Die empathische Abstimmung zwischen Menschen findet im Alltag in vielerlei Formen statt. Manche von ihnen sind so selbstverständlich, dass man sie kaum noch beachtet oder erkennt; und manche sind auf den ersten Blick so schwer erklärlich, dass sie uns wie parapsychologische Vorgänge erscheinen. Frank M. Staemmler beschreibt in diesem Vortrag einige Beispiele für diese alltägliche Empathie und erläutert daran, wie gegenseitiges Mitempfinden und die Interpretation der Emotionen unseres menschlichen Gegenübers funktionieren. Daraus leitet er Anregungen dafür ab, wie Menschen ihre Einfühlungsfähigkeit entwickeln und ausbauen können.



Prof. Dr. Dieter Thomä Prof. Dr. Dieter Thomä
Sympathie und der „pursuit of happiness“

Sendezeit: So 02.11.2014, 07:30h


In der „Declaration of Independence“ hielten die amerikanischen Gründungsväter fest, was sie für notwendig erachteten, um aus Amerikas Bürgern mündige, freie und glückliche Menschen zu machen. Ein zentraler und berühmter Passus und Teil des amerikanischen Gründungsmythos ist der sogenannte „pursuit of happiness“, das verbriefte Recht jedes Einzelnen, nach persönlichem Glück zu streben. Dieter Thomä zeigt in seinem Vortrag jedoch, dass neben dem individuellen Streben nach maximalem Erfolg auch die Idee der Empathie in der Unabhängigkeitserklärung begründet liegt.



Prof. Dr. Georg Franck Prof. Dr. Georg Franck
Moralische Eleganz

Sendezeit: So 09.11.2014, 07:30h


Georg Franck entwickelte das Konzept der Aufmerksamkeitsökonomie. Demnach ist Aufmerksamkeit in unserer postmodernen Welt ein knappes Gut. Während der Zugang zu Informationen stetig wächst, muss der moderne Mensch immer stärker selektieren, was er aufnimmt und was nicht. Durch diese Entwicklung besteht die Gefahr, dass der Mensch Selektion rein nach den eigenen Werturteilen vornimmt und die Abhängigkeit vom Fühlen der Anderen dabei völlig ausblendet. Das Konzept der moralischen Eleganz strebt hier eine gesunde Balance an.



Prof. Dr. Alois Wierlacher Prof. Dr. Alois Wierlacher
Was ist Toleranz?

Sendezeit: So 16.11.2014, 07:30h
Erstausstrahlung: So 16.05.1993


Der Begriff der 'Toleranz' ist wie der Begriff des 'Fremden' ein Relationsbegriff, ein Verhaltensmuster und ein Beziehungsmodus. Er verdankt seine Geschichte und seine Wirkung dem Bemühen, Beziehungen unter Menschen zu gestalten und zwar auch unter solchen, die keine gemeinsamen Wertsysteme und keine gemeinsame Geschichte verbindet, und die insofern einander ‚fremd’ sind. Globalisierungs- und Migrationsprozesse erfordern Toleranz, weil sich die Menschen und differenten Kulturen, im Interesse ihrer Identitätswahrung immer nachdrücklicher auf ihre Eigenarten besinnen. Darum kommt es heute darauf an, den Toleranzbegriff neu zu festigen. Der erste Teil des Vortrags legt grundlegende Zusammenhänge dar, in die die Neufestigung einzubetten ist. Der zweite Teil stellt Toleranzbegriffe zusammen, die für die Statik und differenzierte Weiterentwicklung der vielfältigen Zivilgesellschaft unserer Zeit konstitutiv zu sein scheinen.



Dr. Michael Schmidt-Salomon Dr. Michael Schmidt-Salomon
Keine Macht den Doofen!

Sendezeit: So 23.11.2014, 07:30h


Finanzakrobaten, die mit Milliarden jonglieren, aber das kleine Einmaleins nicht beherrschen. Politiker, für die nur Wählerstimmen zählen, nicht aber Verantwortung und Argumente. Religiöse Fanatiker, die uns mit modernen Waffen ins Mittelalter zurückbomben wollen … „Die Dummheit ist die große Konstante der menschlichen Geschichte“ schreibt Michael-Schmidt-Salomon in seiner Streitschrift „Keine Macht den Doofen“. Auch sein gleichnamiger Vortrag ist eine amüsant-provokante Generalabrechnung mit dem Irrsinn, der in Politik, Wirtschaft, Religion und Gesellschaft vorherrscht.



Dr. Michael Schmidt-Salomon Dr. Michael Schmidt-Salomon
Hoffnung Mensch. Eine bessere Welt ist möglich

Sendezeit: So 30.11.2014, 07:30h


Ist dem Menschen tatsächlich nicht mehr zu helfen? Ist er nur ein „fataler Irrläufer der Natur“, um den es nicht schade wäre, wenn er von der Erde verschwinden würde? Nein, sagt Michael Schmidt-Salomon. Denn der Mensch ist auch das mitfühlendste, klügste, phantasiebegabteste und humorvollste Tier auf diesem Planeten. Dieser Vortrag nimmt die positiven Seiten und das Potential unserer Spezies in den Blick. Er will dazu ermuntern, den Glauben an die Menschheit nicht zu verlieren, sondern sich zu engagieren statt vor der Irrationalität der Welt zu kapitulieren.



Dr. Rebekka Reinhard Dr. Rebekka Reinhard
Die Kunst des Irrens. Oder: Der Umweg ist das Ziel

Sendezeit: So 07.12.2014, 07:30h


In unserer Zeit scheinen Perfektionismus, Ziel- und Lösungsorientierung der Weisheit letzter Schluss zu sein. Von klein auf werden wir auf Effizienz und Effektivität eingeschworen und systematisch darauf trainiert, Unwägbarkeiten auszuschalten. Die Ironie besteht darin, dass das völlig unmöglich ist - weil das Leben per Definition unwägbar und unkontrollierbar ist. Der homerische Held Odysseus erinnert uns daran, dass der Sinn des Lebens nicht darin liegt, zeitnah unsere Zielvorgaben zu erreichen, sondern darin, zu staunen und am Ende diese Welt ein wenig weiser zu verlassen, als wir sie betreten haben. Rebekka Reinhard plädiert in diesem Vortrag dafür, neugierig zu bleiben, sich auf Nicht-Alltägliches einzulassen und sich mit der eigenen Unvollkommenheit, vielleicht sogar mit dem Scheitern anzufreunden.



Prof. Dr. Markus Gabriel Prof. Dr. Markus Gabriel
„Verrufene Worte”? Zur Überwindung des Nihilismus

Sendezeit: So 14.12.2014, 07:30h


Der neuzeitliche Nihilismus nimmt an, dass wir uns in einem Universum befinden, das selbst keinerlei Sinn, Bedeutung oder Richtung hat. Es ist einfach nur so, wie es eben ist. Eines der Hauptprobleme mit dem neuzeitlichen Nihilismus besteht nun darin, dass er nicht mehr verständlich machen kann, wie unsere Sinnanstrengungen in ein solches Panorama passen. Er droht damit, den Sinn unseres Lebens zu unterminieren. Auch der Rückzug auf Religion oder Theologie hilft nicht, da kein Weltbild uns davon entlasten kann, den Sinn in unserem eigenen Leben zu suchen. Eine völlig individuelle Sinn-Findung kann es allerdings nicht geben, denn der Mensch ist ein durch und durch soziales und politisches Lebewesen, dessen Sinnanstrengungen immer auch an Andere adressiert sind.



Prof. Dr. Bernhard Uhde Prof. Dr. Bernhard Uhde
Spiritualität und Mystik? Sinn des Lebens für den Einzelnen oder Zukunft der Gesellschaft?

Sendezeit: So 11.01.2015, 07:30h


Spiritualität und Mystik sind Haltungen, die allem Materiellen dieser Welt einen geistig-geistlichen Sinn zu geben suchen. Zunächst scheint es so, als seien dies einsame Haltungen einzelner Menschen. Der Einzelne lebt und wirkt aber auch in der Gesellschaft. Auch werden diese Haltungen gelehrt und verbreitet, sodass über religiöse und kulturelle Grenzen hinweg Gemeinsamkeiten entstehen können, die friedensstiftend wirken. Ist dies der Sinn menschlichen Lebens?



 Wilhelm Reichart Wilhelm Reichart
Lebenssinn. Eine philosophische Orientierung

Sendezeit: So 18.01.2015, 07:30h


Seinem Leben Sinn zu verleihen ist von jeher ein Bestreben des Menschen gewesen. Dem heutigen Menschen scheint die Überzeugung abhanden gekommen zu sein, dass diese Sinnverleihung einer eigenen Anstrengung bedarf. Daran gewöhnt, alles als Ware offeriert zu bekommen, fällt es schwer, die Anstrengung des Sinnsuchens auf sich zu nehmen. Dem entgegen steht der zunehmende Wunsch des Menschen, sich in seinem Leben zu orientieren und es sinnvoll zu gestalten. Wilhelm Reichart hat Philosophie, Soziologie und Germanistik an der Universität Würzburg studiert und eine Ausbildung zum Buchhändler absolviert. Er ist in Heidelberg in eigener philosophischer Praxis als Berater tätig.



Prof. Dr. Herbert Schnädelbach Prof. Dr. Herbert Schnädelbach
Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann

Sendezeit: So 25.01.2015, 07:30h


Der Ausdruck "philosophisches Wissen" ist kein leeres Wort. Ungeachtet mancher Zweifel wissen Philosophen wirklich etwas. Sie verfügen über einen Kernbestand wissenschaftlichen Wissens, der wenig umstritten ist, und hinter dessen Einsichten nicht zurückfallen darf, wer heute nach den Regeln des Fachs philosophiert. Herbert Schnädelbach demonstriert in diesem Vortrag exemplarisch, was in der gegenwärtigen Philosophie verbindlich gelehrt und gelernt werden kann.



Prof. Dr. Matthias Bartelmann Prof. Dr. Matthias Bartelmann
Ein kühler Blick in die Frühgeschichte des Universums

Sendezeit: So 01.02.2015, 07:30h


Auf der Grundlage einer Vielzahl präziser Messungen ist es in den vergangenen etwa zehn Jahren möglich geworden, ein umfassendes Weltmodell zu konstruieren, in das sich so gut wie alle kosmologischen Beobachtungen einfügen lassen und das genaue Aussagen über das Universum als Ganzes erlaubt. Beobachtungen des kosmischen Mikrowellenhintergrunds, die in die Frühzeit des Universums zurückblicken, haben maßgeblich dazu beigetragen, zu diesen Schlussfolgerungen zu gelangen. Nach den bahnbrechenden Resultaten des WMAP-Satelliten wurden nun die Ergebnisse des Planck-Satelliten veröffentlicht, der die jüngsten, präzisesten Beobachtungen des kosmischen Mikrowellenhintergrunds durchgeführt hat. Matthias Bartelmann erläutert, was wir aus diesen Beobachtungen schließen können und was sie für unsere Vorstellung von der Entwicklung des Universums und seiner Strukturen bedeuten.



Prof. Dr. David Pilbeam Prof. Dr. David Pilbeam
A Half-Century of Thinking about Human Origins. Ein halbes Jahrhundert Forschung über den Ursprung des Menschen

Sendezeit: So 08.02.2015, 07:30h
Erstausstrahlung: So 19.12.2010


In den letzten fünfzig Jahren hat sowohl die Menge als auch die Qualität von Fossilienfunden sogenannter Hominiden enorm zugenommen. Moderne Technik erlaubt es heute außerdem, diese zeitlich viel exakter einzuordnen. Dies führte zu einer veränderten Interpretation und Rekonstruktion des Verhaltens unserer Vorfahren. Wo, wann, wie und warum hat sich die Stammlinie der Gattung Mensch von der eines affenähnlichen Vorfahren abgespalten? David Pilbeam erläutert die Fortschritte, die bei der Beantwortung dieser Fragen gemacht wurden, sowohl chronologisch als auch in Bezug auf seinen persönlichen wissenschaftlichen Werdegang.



Prof. Dr. Julia Fischer Prof. Dr. Julia Fischer
Über den Ursprung der menschlichen Sprache

Sendezeit: So 15.02.2015, 07:30h


Primaten sind für uns Menschen faszinierende Wesen, weil wir immer wieder fragen, wie viel Affe steckt in uns, wie viel Mensch im Affen. Das gilt besonders für das weite Feld der Kommunikation. Es gab immer wieder interessante Laborversuche, die deutlich machen, dass manche Primatenarten durchaus fähig sind, eine Symbolsprache in Ansätzen zu lernen, dass sie sich damit sogar verständigen können. Andererseits zeigen viele Beobachtungen im Freiland, dass die Kommunikation der Tiere schnell an ihre Grenzen kommt. Wie kommunizieren also bestimmte Affenarten? Wie komplex sind ihre "Sprachen" tatsächlich?