Suche nach Sendungen

Bitte geben Sie Ihre(n) Suchbegriff(e) ein!

Liste aller Vorträge seit 1987 als PDF

Referenten alphabetisch

1. Halbjahr 15 (22.02.15 - 12.07.15)

Prof. Dr. Hans-Henning Schröder Prof. Dr. Hans-Henning Schröder
„Ein Platz an der Sonne“. Russland als Großmacht in einer multipolaren Welt?

Sendezeit: So 22.02.2015, 07:30h


Das außenpolitische Denken der russischen Führung war im vergangenen Jahr vor allem auf zwei Ideen fixiert: auf Russlands Rolle als Großmacht und Vormacht im eurasischen Raum und auf die USA als notorischen Feind, der versucht, Russland zu schwächen und zurückzudrängen. Allerdings verfügt Russland mit seiner rohstoffabhängigen Wirtschaft und seinem geringen Innovationspotential nicht über die Ressourcen, um glaubhaft die Rolle einer Großmacht zu spielen. Das Integrationsprojekt der „Eurasischen Union“ dient deshalb auch dazu, sich des eigenen Großmachtstatus zu versichern. Durch diesen Anspruch gerät Russland nicht nur mit der Europäischen Union in Konflikt, die mit der östlichen Partnerschaft ihrerseits Integrationsangebote macht, es stößt auch auf Widerstand in den Nachbarstaaten Georgien, Ukraine und Moldau. Aus dieser Konstellation ist der Russland-Ukraine-Konflikt entstanden.



Prof. Dr. Andreas Kappeler Prof. Dr. Andreas Kappeler
Die Geschichte der Ukraine. Konkurrierende Narrative der ukrainischen Geschichte

Sendezeit: So 01.03.2015, 07:30h


Zur Geschichte jedes Landes gibt es unterschiedliche Erzählungen. Das gilt besonders für die Geschichte der Ukraine, die erst seit 23 Jahren ein unabhängiger Nationalstaat ist. Andreas Kappeler stellt in diesem Vortrag ukrainische, russisch/sowjetische, polnische und jüdische Narrative zu Schlüsselfragen der ukrainischen Geschichte vor und stellt sie in den aktuellen politischen Kontext. Diese Perspektiven tragen nicht nur zum Verständnis der ukrainischen Geschichte, sondern auch der ukrainischen Gegenwart bei. Heute stehen sich vornehmlich ukrainische und russisch/sowjetische Interpretationen gegenüber. Beide Seiten bedienen sich historischer Argumente, um ihre Politik zu rechtfertigen.



 Jörg Armbruster Jörg Armbruster
Brennpunkt Nahost. Die Zerstörung Syriens und das Versagen des Westens

Sendezeit: So 08.03.2015, 07:30h


Im Frühjahr 2011 begannen Teile der arabischen Jugend, sich gegen die politische Ordnung in ihren Ländern aufzulehnen. Tunesien, Ägypten, Libyen, Jemen, Syrien, Bahrain – kein Land schien immun gegen den Unmut der Jugend. Dabei ist der Aufstand der Syrer, der begann, nachdem die Aufstände in den anderen Ländern bereits politische Folgen gezeitigt hatten, zum arabisch-iranischen Stellvertreterkrieg des Nahen Ostens geworden. Inzwischen leiden die Menschen in Syrien unter einem blutigen Bürgerkrieg. In seinem Vortrag wird der ehemalige ARD-Korrespondent Jörg Armbruster analysieren, welche politischen Kräfte auf die Konflikte einwirken und warum die Region seit Jahrzehnten nicht zur Ruhe kommt.



Dr. Thorsten Gerald Schneiders Dr. Thorsten Gerald Schneiders
Salafismus. Ursprünge und Gefahren

Sendezeit: So 15.03.2015, 07:30h


Das Vorgehen der Terror-Organisation „Islamischer Staat“ ist die bisher wohl brutalste Form der Umsetzung von salafistischem Gedankengut. Aber die Ideologie dahinter findet auch in Deutschland Zuspruch. Und die Szene wächst stetig. Mit Aktionen wie der „Scharia-Polizei“ oder den Koran-Verteilungen verschaffen sich die Anhänger hierzulande Aufmerksamkeit. Nach Aussage deutscher Sicherheitsbehörden sind die meisten Salafisten nicht gewaltbereit. Doch wie nah sind ihre Ideen an der Ideologie der IS-Kämpfer? Wird der Islam hier bloß missbraucht oder ist Salafismus die radikale Ausprägung seiner Kerngedanken? Staat und Gesellschaft sind aufgerufen, sich zu den aktuellen Entwicklungen zu positionieren. Aber wie? Erst, wenn wir die Formen der salafistischen Radikalisierung und die Mechanismen innerhalb der Szene richtig verstehen, kann es uns gelingen, ihr gesellschaftlich etwas entgegenzusetzen.



Dr. Wilfried Buchta Dr. Wilfried Buchta
Iraks Zerfall und der Aufstieg des Islamischen Staates. Zwei Seiten einer Medaille

Sendezeit: So 22.03.2015, 07:30h


Der Machtzuwachs des „Islamischen Staates“ konfrontiert nicht nur die regionalen Nachbarn sondern auch Europa und die Welt seit 2014 mit einer neuen Qualität des Terrors. Um seine Entstehung verstehen zu können, muss man den Blick über die oftmals verstörenden Berichte über Gräueltaten hinaus lenken. Denn die dschihadistische Terrormiliz „Islamischer Staat“ ist keineswegs aus dem Nichts entstanden. Vorläuferorganisationen waren bereits kurz nach der US-Invasion zum Sturz Saddam Husseins 2003 im Irak aktiv geworden. Sie nutzten das damals entstandene Machtvakuum für ihren Aufstieg. Welche politischen und religiösen Ursachen lagen dem Staatszerfall im Irak zugrunde? Welche Rolle spielten die Militärintervention der USA und Washingtons fehlgeschlagenes Demokratieaufbau-Projekt beim Zerfall des Irak? Und welche Lehren ergeben sich daraus heute für Europa?



Prof. Dr. Ina Wunn Prof. Dr. Ina Wunn
Die unheilige Allianz. Frauen, Islam und Gewalt

Sendezeit: So 29.03.2015, 07:30h


Frauen gelten bisher generell als religiöser und als weniger gewaltaffin als Männer. Für Musliminnen gilt darüber hinaus ein traditionelles Rollenverständnis, das ihnen in erster Linie einen Platz im Haus oder einen Beruf, der mit dem traditionellen Frauenbild am ehesten in Deckung zu bringen ist, zuweist. Umso schockierender war es daher, dass seit den 1980er Jahren muslimische Frauen nicht nur zunehmend politisch aktiv wurden und in der Öffentlichkeit agierten, sondern dass sie ihre Ziele vehement verfolgten und mitunter auch vor Gewalt nicht zurückschreckten. Wohlgemerkt einer religiös legitimierten Gewalt, die bis zu Kriegseinsätzen und Selbstmordattentaten reicht. Der Schritt in Richtung Gewaltanwendung, so Ina Wunn, hat auch etwas mit Emanzipation, mit einem spezifisch islamischen Feminismus zu tun.



Dr. Michael Lüders Dr. Michael Lüders
Wer den Wind sät … Was westliche Politik im Orient anrichtet

Sendezeit: So 12.04.2015, 07:30h


Michael Lüders untersucht in seinem Vortrag die Folgen westlicher Politik in der arabisch-islamischen Welt. Er beginnt mit dem von britischen und amerikanischen Geheimdiensten inszenierten Putsch gegen die demokratisch gewählte Regierung von Mossadegh im Iran 1953, die als "Ursünde" westlicher Interventionen in der Region angesehen werden kann. Denn auf Mossadegh folgte die Diktatur des Schah, die wiederum durch die Islamische Revolution 1979 hinweggefegt wurde. Ohne Putsch gegen Mossadegh keine islamische Revolution - in dieser Einschätzung sind sich die Historiker weitgehend einig. Doch der Westen hat aus seinen Fehlern nichts gelernt, wie Lüders aufzeigt. So hatte das Eingreifen in den Krieg in Afghanistan, das 1979 von den Sowjets besetzt worden war, ebenfalls weitreichende Folgen. Aus der Unterstützung für die Mudschahedin, die Glaubenskämpfer, die gegen die Sowjets kämpften, erwuchsen später Al-Qaida und Osama bin Laden. Der Aufstieg des "Islamischen Staates" wiederum ist nicht zu erklären ohne die US-geführte Militärintervention zum Sturz Saddam Husseins 2003.



Prof. Dr. Karlfriedrich Herb Prof. Dr. Karlfriedrich Herb
Was ist Macht?

Sendezeit: So 19.04.2015, 07:30h
Erstausstrahlung: So 27.11.2005


Was ist Macht? Die Frage ist berechtigt und sie ist alles andere als neu. Sie wird gestellt, seit Menschen angefangen haben, über sich selbst nachzudenken. Mit der Macht stehen die Grundtatsachen des menschlichen Zusammenlebens in Frage. Aber was ist Macht? Was unterscheidet sie von Gewalt? Hängt sie an Ämtern? Verleiht sie Charme und Charisma? Zeigt sie sich in Institutionen? Oder verbirgt sich Macht hinter Mauern und Systemen? Solchen Fragen geht Karlfriedrich Herb im Kontext moderner Antworten nach - und lässt dabei vor allem vier Autoren zu Wort kommen: Niccolò Machiavelli, Thomas Hobbes, Hannah Arendt und Michel Foucault.



Prof. Dr. Herfried Münkler Prof. Dr. Herfried Münkler
Warlords, Söldnerfirmen, Terrornetzwerke und die Asymmetrie kriegerischer Gewalt

Sendezeit: So 26.04.2015, 07:30h
Erstausstrahlung: So 22.09.2002


Die Epoche der zwischenstaatlichen Kriege scheint zu Ende zu gehen. Von den nach 1945 gezählten Kriegen sind mehr als zwei Drittel transnationale Kriege, die aus dem Zerfall eines Staates erwachsen und auf angrenzende Regionen übergreifen. Sie zeichnen sich durch ihre überlange Dauer, die massive Anwendung kriegerischer Gewalt gegen die Zivilbevölkerung und durch eine starke Privatisierung der Gewaltakteure aus. Herfried Münkler analysiert diese Veränderung der kriegerischen Auseinandersetzungen und ihre Konsequenzen.



Prof. Dr. Michael Stolleis Prof. Dr. Michael Stolleis
Rechtsstaat und Unrechtsstaat im 20. Jahrhundert

Sendezeit: So 03.05.2015, 07:30h
Erstausstrahlung: So 23.09.2012


Der Rechtsstaat, die historische Errungenschaft einer freien Gesellschaft, ist auf Institutionen und Verfahren, vor allem aber auf die kritische Aufmerksamkeit seiner Bürger angewiesen. Der Unrechtsstaat konnte sich in Europa nach dem Ersten Weltkrieg ausbreiten, weil mit den Krisen des 20. Jahrhunderts diejenigen Kräfte die Oberhand gewannen, welche die parlamentarische Demokratie, die Gewaltentrennung, die Achtung der Grundrechte und den Rechtsstaat mit Hilfe von antiliberaler Propaganda und Gewalt beseitigten. Inzwischen sind die rechten und linken Diktaturen aus Europa weitgehend verschwunden. Dennoch ist der Rechtsstaat nichts Selbstverständliches; sein Erhalt ist vielmehr eine tägliche Herausforderung.



Prof. Dr. Horst Dreier Prof. Dr. Horst Dreier
Recht und Willkür

Sendezeit: So 10.05.2015, 07:30h
Erstausstrahlung: So 16.09.2012


Willkür ist der Inbegriff der Ungerechtigkeit. Tyrannische und totalitäre Ordnungen bezeichnen wir als Willkürherrschaften. Das Bundesverfassungsgericht hat Willkür bestimmt als "die tatsächliche und eindeutige Unangemessenheit der gesetzlichen Maßnahme im Verhältnis zu der tatsächlichen Situation, deren sie Herr werden soll". Wenn wir uns aber auf das in Willkür auch steckende Moment des subjektiven Willens besinnen, so eröffnen sich auch positive Konnotationen: Willensfreiheit, die grundrechtsgestützte Selbstbestimmung des Einzelnen und die demokratische Selbstorganisation eines politischen Gemeinwesens.



Prof. Dr. Hans Joas Prof. Dr. Hans Joas
Gesellschaft, Staat und Religion. Ihr Verhältnis in der Sicht der Weltreligionen

Sendezeit: So 17.05.2015, 07:30h
Erstausstrahlung: So 01.10.2006


In jüngerer Zeit ist das Thema Religion wieder stärker in das öffentliche Interesse gerückt. Das liegt einerseits an aktuellen politischen Problemlagen wie Migration oder Islamismus, aber auch an einer tieferliegenden Umstellung der intellektuellen Strömungen. In welchem Verhältnis stehen die großen Religionen zu Staat und Gesellschaft? Hans Joas entwickelt die Fragen, die diesbezüglich an alle Weltreligionen gerichtet werden müssen: Welche Idee von Individuum und Gemeinschaft steckt in dieser Religion? Welche Vorstellung über die Gemeinschaft der Gläubigen? Welches Ideal für das Gemeinweisen überhaupt? Und welche geschichtlichen Zusammenhänge bestehen zwischen dieser Religion und der Entwicklung von Staat und Wirtschaft?



 Karen Armstrong Karen Armstrong
Im Namen Gottes. Religion und Gewalt

Sendezeit: So 31.05.2015, 07:30h


„Es kommt nicht darauf an, ein gläubiger Mensch zu sein. Sondern es kommt darauf an, ein guter Mensch zu sein.“ Quer durch die Geschichte der Menschheit waren religiöse Überzeugungen für zahlreiche Kriege und Grausamkeiten aller Art verantwortlich. Karen Armstrongs Blick reicht von den frühen Hochkulturen in Indien, China und Israel über den Einfluss der Religion auf die mittelalterlichen Großreiche des christlichen und islamischen Kulturkreises bis zu den Konflikten der neuzeitlichen Nationalstaaten und den religiösen Verwerfungen der Gegenwart. Religionen stehen trennend zwischen Menschen, Völkern und Kulturen. Sie sind Quelle von Konflikten, nicht das Mittel zu ihrer Überwindung. Dabei, so Karen Armstrong, teilen alle Weltreligionen den universellen ethischen Anspruch auf Mitgefühl, Achtsamkeit und Nächstenliebe. Alle verbindet eine einfache und wirkungsvolle Botschaft: Behandle deinen Nächsten so, wie du selbst behandelt werden möchtest!



Prof. Dr. Ernest Callenbach Prof. Dr. Ernest Callenbach
The Hollowing out of the American Empire. Die Aushöhlung des amerikanischen Imperiums

Sendezeit: So 07.06.2015, 07:30h
Erstausstrahlung: So 16.10.2005


Amerika hat den Gipfel seiner Weltmachtstellung überschritten; längst ist es an die Grenzen seiner militärischen Möglichkeiten gestoßen. Führte der Versuch Ölreserven zu sichern zur Verarmung der eigenen Bevölkerung? Ernest Callenbach beschreibt, welche Kräfte das Amerikanische Imperium geschwächt haben und was seiner Meinung nach nötig wäre, um eine nachhaltigere Welt aufzubauen.



Prof. Dr. Eric John Hobsbawm Prof. Dr. Eric John Hobsbawm
Das Jahrhundert der Extreme

Sendezeit: So 14.06.2015, 07:30h
Erstausstrahlung: So 27.09.1998


An der Schwelle zum 3. Jahrtausend blickte Eric Hobsbawm in diesem Vortrag aus der Sicht des Historikers und einer Person, die diesen Zeitraum weitgehend selbst durchlebt hat, zurück auf ein Jahrhundert der Dynamik, der ungeheuren Beschleunigung, auf ein Jahrhundert der Extreme und Umwälzungen.



Prof. Dr. Meinhard Miegel Prof. Dr. Meinhard Miegel
Epochenwende. Gewinnt der Westen die Zukunft?

Sendezeit: So 21.06.2015, 07:30h
Erstausstrahlung: So 17.09.2006


Die Idee des Wachstums hat zwei Jahrhunderte lang die europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik geprägt. Doch die Wachstumsraten der Vergangenheit sind ein für alle Mal vorbei. Während die westlichen Gesellschaften stagnieren, fordern junge, dynamische Länder aus anderen Weltregionen sie heraus. Kann Deutschland, Europa, der Westen diesen Wechsel verkraften? Welche bestehenden, welche neuen Paradigmen hat die Zukunft? Mit analytischer Schärfe bringt Meinhard Miegel in diesem Vortrag die Dinge auf den Punkt.



Pater Alexander Lefrank Pater Alexander Lefrank
Orientierung für die Lebensgestaltung in einer Welt im Umbruch

Sendezeit: So 28.06.2015, 07:30h


Wir leben in einer Welt, die sich rasend schnell wandelt. Sie wird immer komplexer und schwerer durchschaubar. Viele Lebensbereiche werden von gut organisierten Netzwerken anonymer Mächte (Finanzen, Politik, Wirtschaft, Medien, Internet) gesteuert. Es herrscht in vielen Bereichen die Diktatur des Relativismus, Maß- und Orientierungslosigkeit. Wir fühlen uns all dem gegenüber machtlos und ausgeliefert. Aber wir sind es nicht, meint Pater Lefrank. Als Käufer, Meinungsbildner, Unterstützer und Wähler sind wir aufgerufen unsere Welt hier und jetzt mitzugestalten.



Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin
Im Namen einer besseren Zukunft - Die Ethik der Verantwortung

Sendezeit: So 05.07.2015, 07:30h
Erstausstrahlung: So 09.10.2011


Wer ist verantwortlich? Diese Frage folgt auf jede Krise, jede Katastrophe, jeden Skandal. Gleichzeitig wird es in unserer komplexen, vernetzten Welt des Gewinnstrebens und der "Nach mir die Sintflut"-Mentalität immer schwieriger, Verantwortung konkret zu verorten. Umso notwendiger ist es, sich über das Wesen von Verantwortlichkeit und Verantwortung Gedanken zu machen. Julian Nida-Rümelin versucht in diesem Vortrag, einen Begriff zu klären, der in unserem Alltagsleben, aber auch im Recht, in der Ökonomie und in der Politik eine zentrale Rolle spielt. Dabei versteht er Verantwortung als Teil einer Trias: Vernunft - Freiheit - Verantwortung. Denn es zeichnet den Menschen aus, dass er sich bei seinen Handlungen von Gründen leiten lässt.



Prof. Dr. Hans-Ludwig Kröber Prof. Dr. Hans-Ludwig Kröber
Empathie-Mangel. Die endlich gefundene Ursache, warum der Mensch dem Menschen ein Wolf ist?

Sendezeit: So 12.07.2015, 07:30h


Von Straftätern und speziell sogenannten Psychopathen wird gern behauptet, sie hätten einen Empathie-Mangel. Doch wie erklären wir das enorme psychologische Einfühlungsvermögen so mancher Psychopathen, das sie zum Manipulieren anderer Menschen nutzen? Warum werden Autisten mit ihrer Unfähigkeit zur Einfühlung fast nie straffällig? Und was soll denn nun eigentlich trainiert werden in den Gefängnissen und forensisch-psychiatrischen Kliniken? Über die Somatisierung des Bösen spricht der forensische Psychiater Hans-Ludwig Kröber.