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Sommerwiederholungen 17 (23.07.17 - 10.09.17)

Prof. Dr. Bernhard Pörksen Prof. Dr. Bernhard Pörksen
Die Skandalgesellschaft. Vom Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter

Sendezeit: So 23.07.2017, 07:30h
Erstausstrahlung: So 19.02.2017


Medien durchdringen das politische, wirtschaftliche und private Leben bis in den letzten Winkel. Angesichts der immer dichteren Verflechtung traditioneller und digitaler Kommunikationskanäle ist die Vorstellung medienfreier Räume zur Illusion geworden. Was bedeutet diese ebenso faszinierende wie beunruhigende Entwicklung? Bernhard Pörksen geht von einer zentralen These aus: In der digitalen Moderne ist jeder Mensch zum Sender geworden ist. Blitzschnell sind Transparenz und Aufklärung möglich – und in rasender Geschwindigkeit verbreiten sich Gerüchte und Falschmeldungen, bilden sich Protest- und Wutgemeinschaften, die mit Schicksalen auf einer weltweit sichtbaren Bühne spielen …



Prof. Dr. Peter Weibel Prof. Dr. Peter Weibel
Digitalisierung - eine kulturelle Revolution

Sendezeit: So 30.07.2017, 07:30h
Erstausstrahlung: So 22.01.2017


Ob es uns gefällt oder nicht: Die Digitalisierung bestimmt unseren Alltag. Weder unsere Arbeitswelt noch unser Privatleben sind heute ohne digitale Technologien vorstellbar. Kommunikation und Konsum werden immer schneller und bequemer, das „Internet der Dinge“ revolutioniert Produktion und Logistik. Seit mehr als 50 Jahren gilt das Moore´sche Gesetz, nach dem sich alle zwei Jahre die digitalen Speicher- und Verarbeitungskapazitäten, Prozessorgeschwindigkeiten und Übertragungsraten verdoppeln. Und ein Ende scheint nicht in Sicht. Peter Weibel blickt zurück und beschreibt in diesem Vortrag, wie der Weg von der analogen Welt in das Zeitalter der Digitalisierung verlaufen ist. Er zeigt, was heute passiert und wohin die Reise führen könnte.



Prof. Dr. Gerhard Roth Prof. Dr. Gerhard Roth
Bildung braucht Persönlichkeit. Wie Lernen gelingt

Sendezeit: So 06.08.2017, 07:30h
Erstausstrahlung: So 09.10.2016


Der Erfolg des Lehrens und Lernens wird bestimmt durch Kognition, Emotion und Motivation. Dabei läuft Vieles unbewusst ab. Die Kompetenz, das Selbstvertrauen und die Glaubwürdigkeit des Lehrenden, die Motivation und Aufmerksamkeit der Lernenden, die Anschlussfähigkeit eines Stoffs an das Vorwissen, die „hirngerechte“ Art der Wissensvermittlung und die Wiederholung des Gelernten in zunehmenden zeitlichen Abständen – all dies entscheidet darüber, wie nachhaltig Wissensinhalte im Gedächtnis verankert und wie leicht sie abgerufen werden können.



 Jürgen Kaube Jürgen Kaube
Im Reformhaus. Zur Krise des Bildungssystems

Sendezeit: So 13.08.2017, 07:30h
Erstausstrahlung: So 18.09.2016


Das deutsche Bildungssystem glänzt durch Kurzatmigkeit und Reformeifer. Kaum ein Jahr vergeht, ohne dass die Kultusministerien neue Richtlinien und Erlässe verabschieden. Gleichbehandlung ist das Zauberwort, die Folgen ihrer Verwirklichung bleiben unreflektiert. Für die meisten Politiker sind Bildungsfragen in erster Linie Fragen des Erhalts von Arbeitsplätzen. Schüler und Studenten sehen in ihrem Bildungsweg zunehmend nur den instrumentellen Sinn, Zertifikate zu erlangen. Als der Begriff „Bildung“ im achtzehnten Jahrhundert aufkam, ging es um Erziehung zur Individualität. Der Unterricht sollte es dem Schüler ermöglichen, herauszufinden, was alles in ihm steckt. Alles – das heißt eine ganze Welt, nicht nur eine Berufskarriere.



Prof. Dr. Gunter Dueck Prof. Dr. Gunter Dueck
Bildung der Zukunft oder Kopfreform?

Sendezeit: So 20.08.2017, 07:30h
Erstausstrahlung: So 25.09.2016


Immer mehr Wissen und Kompetenz wandert in automatisierte Systeme. Damit ändern sich die Anforderungen in einer gleichzeitig immer komplexeren Arbeitswelt. Reines Fachwissen verliert an Bedeutung, Anpassung an sich stetig wandelnde Prozesse, Offenheit und Neugier werden immer wichtiger. Gunter Dueck beschreibt in diesem Vortrag anhand vieler Beispiele welche Kompetenzen in der Arbeitswelt von morgen gefragt sind.



Prof. Dr. Jürgen Wertheimer Prof. Dr. Jürgen Wertheimer
Grenzen

Sendezeit: So 27.08.2017, 07:30h
Erstausstrahlung: So 27.11.2016


„Ohne Grenzen gibt es kein Miteinander, ohne Differenz keine Erkenntnis: Wer als Mensch wissen will, wer er ist, muss wissen, von wem er sich unterscheidet“, schreibt Konrad Paul Liessmann in seinem Essay „Lob der Grenze“. Im Windschatten der Globalisierung hat sich unser Blick auf die Welt verändert. Neue Räume tun sich auf, Verbindungs- und Vernetzungswege treten ins Zentrum. Räumliche, aber auch gedankliche Grenzlinien, die seit Jahrhunderten als unberührbar galten, werden überschritten. Gleichzeitig werden andere Grenzen neu gezogen und zum Teil vehement verteidigt. Und in Zeiten von Migration und Flüchtlingswellen scheinen Mauern und Zäune noch immer die Ultima Ratio zu sein. Jürgen Wertheimer lotet in diesem Vortrag anhand verschiedener Texte von Kafka über Joseph Roth bis Herta Müller das Prinzip „Grenze“ aus.



Dr. Christiane Kohler-Weiß Dr. Christiane Kohler-Weiß
Reformationsjubiläum 2017. Eine Herausforderung für die Ökumene?

Sendezeit: So 03.09.2017, 07:30h
Erstausstrahlung: So 30.10.2016


Die Reformation, deren Beginn vor 500 Jahren im kommenden Jahr gefeiert wird, war ein vielschichtiges und kulturprägendes Geschehen. Ihr Ursprung lag im Interesse am Evangelium von Jesus Christus, so wie es das Wort „evangelisch“ ausdrückt. Damit war anfänglich keine konfessionelle Abgrenzung, sondern eine inhaltliche Konzentration gemeint. Dennoch waren die Jahrhundertfeiern zum Reformationstag in der Vergangenheit von konfessioneller Polemik geprägt. Das große Jubiläum 2017 soll nun aber im ökumenischen Geist als „Christusfest“ begangen werden. Christiane Kohler-Weiß zeigt auf, dass im Zeitalter von Globalisierung und Säkularisierung nur ein ökumenisch ausgerichtetes Jubiläum überzeugen kann. In ihrem Vortrag entfaltet sie zehn Gründe zum gemeinsamen Feiern.



Prof. Dr. (Bischof i. R.) Wolfgang Huber Prof. Dr. (Bischof i. R.) Wolfgang Huber
Reformation und Demokratie. Ein spannendes Verhältnis

Sendezeit: So 10.09.2017, 07:30h
Erstausstrahlung: So 06.11.2016


Das Reformationsjubiläum steht vor der Tür. Es bringt die Frage mit sich, was den Kern der Reformation ausmacht und was dieser Kern für das Zusammenleben in Familie und Kirche, in Wirtschaft, Gesellschaft und Staat bedeutet. Die Anhänger und Befürworter der Reformation möchten dabei gerne die Gewissheit haben, dass die Reformation alle wichtigen Errungenschaften, die unser heutiges Leben prägen und uns hoffentlich vor Irrwegen sichern, hervorgebracht und gefördert hat. Die kulturprägende Bedeutung der Reformation ist in aller Munde. Aber diese kulturprägende Bedeutung versteht man nur richtig, wenn man sich eben auf den Kern der Reformation besinnt. Wolfgang Huber fragt in diesem Vortrag nach diesem Kern der Reformation. Er beleuchtet das Verhältnis von Reformation und Demokratie, und er wirft einen Blick auf die Aufgaben, denen sich die Evangelische Kirche heute stellen muss.