Suche nach Sendungen

Bitte geben Sie Ihre(n) Suchbegriff(e) ein!

Liste aller Vorträge seit 1987 als PDF

Referenten alphabetisch

1. Halbjahr 18 (25.02.18 - 15.07.18)

Prof. Dr. Stefan Marschall Prof. Dr. Stefan Marschall
Alte Lügen – neue Lügen. Vom Verlust der Wahrheit in der postfaktischen Demokratie

Sendezeit: So 25.02.2018, 07:30h


Lügen hat es in der Politik schon immer gegeben. Dennoch kann man den Eindruck gewinnen, dass sich das politische Lügen in den letzten Jahren drastisch gewandelt hat. So zeigt die Konjunktur von Begriffen wie „postfaktisch“ oder „alternative Fakten“, dass die Wahrheit in der Politik unter Druck geraten ist. Tatsächlich sind wir in der Politik mit einem neuen Lügenphänomen konfrontiert, das sich von der alten politischen Lüge maßgeblich unterscheidet. Auf der technischen Seite unterstützen die Möglichkeiten der Sozialen Netzwerkmedien wie Facebook und Twitter diese neue Form der politischen Lüge und befördern damit Populismus aller Art. Für die Demokratie ist das ein Problem. Aber es gibt auch Hoffnung: eine Gegenbewegung, die die Ehrlichkeit der Politik wieder in den Mittelpunkt stellt und kritisch mit der Informations- und Lügenflut umgeht …



Dr. Guido Steinberg Dr. Guido Steinberg
Islamistischer Terror in Deutschland

Sendezeit: So 04.03.2018, 07:30h


Im Jahr 2016 erlebte Deutschland, wie sich die Sicherheitslage dramatisch verschlechterte. Islamistische Terroristen verübten fünf Anschläge, und die deutschen Sicherheitsbehörden vereitelten bis zu sieben weitere. Seinen traurigen Höhepunkt erreichte diese Terrorwelle im Dezember 2016, als der Tunesier Anis Amri einen Lastwagen in einen Berliner Weihnachtsmarkt steuerte und zwölf Menschen tötete. Guido Steinberg sucht in diesem Vortrag nach den Ursachen der Eskalation der Gewalt. Nach einem Überblick über die Geschichte der Organisation Islamischer Staat beschreibt er die Entwicklung der deutschen jihadistischen Szene, die seit 2012 in nie gekanntem Tempo gewachsen ist. Seine Spurensuche geht zurück auf die Unruhen des arabischen Frühlings 2011 und die Schwächung zahlreicher Staaten dort. Er erläutert die Bedeutung der darauf folgenden Flüchtlingswelle für die Sicherheitslage in Deutschland. Kritische Worte findet er vor allem für die Reaktionen der deutschen Politik. Sein Ausblick in die Zukunft gibt zu denken …



 Sascha Adamek Sascha Adamek
Scharia-Kapitalismus

Sendezeit: So 11.03.2018, 07:30h


Der radikale Islamismus sieht sich als Todfeind des Westens und seiner Lebensweise. Dennoch betreibt Deutschland jährlich Handel im Wert von 58 Milliarden Euro mit Staaten, deren Rechtssystem überwiegend auf der Scharia beruht. Sascha Adamek zeigt in diesem Vortrag die Verbindungen auf, die Konzerne, Banken und Politik mit dem gewaltbereiten Islamismus unterhalten. Sein erschreckendes Fazit: Den Kampf gegen unsere Freiheit finanzieren wir selbst mit!



Dr. Michael Lüders Dr. Michael Lüders
Die den Sturm ernten. Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte

Sendezeit: So 18.03.2018, 07:30h


Assad und seine Verbündeten sind verantwortlich für die Katastrophe in Syrien – so lautet die Mehrheitsmeinung. Doch freigegebene Geheimdienstdokumente und geleakte E-Mails von Entscheidungsträgern zeigen, so Michael Lüders, dass Assad dem Westen schon lange vor Beginn des Krieges im Jahr 2011 ein Dorn im Auge war. Westliche Kräfte versuchten gezielt, Assad zu entmachten. Und Europa erlebt gegenwärtig die Kehrseite dieser Politik des Regimewechsels: Flüchtlingsströme und eine erhöhte Terrorgefahr durch radikale Islamisten.



Prof. Dr. Martin Korte Prof. Dr. Martin Korte
Wir sind Gedächtnis. Wie unsere Erinnerungen bestimmen, wer wir sind

Sendezeit: So 25.03.2018, 07:30h


86 400 Sekunden hat ein Tag, und in jeder Sekunde verarbeiten wir Sinneswahrnehmungen, speichern neues Wissen und erinnern uns an Vergangenes. Es erscheint uns selbstverständlich, dass wir den Alltag meistern, ohne von der Informationsflut überwältigt zu werden. Aber dass uns dies gelingt, verdanken wir einer Meisterleistung der Natur: unserem Gedächtnis. Der Hirnforscher Martin Korte beschreibt in diesem Vortrag, wie vielfältig das Gedächtnis unser Denken und Handeln bestimmt – und wie wandelbar unsere Erinnerungen sind, die bei jedem Abrufen neu konstruiert werden. Er erläutert die unbewussten Seiten des Gedächtnisses, die etwa unsere Intuition und Routinehandlungen steuern, und erklärt, warum Schlaf und Vergessen so essentiell für unsere Gedächtnisprozesse sind. Erinnerungen, so Martin Korte, sind nicht nur eine Anhäufung von Wissen und Einzelheiten unserer Autobiographie, sondern der Stoff, aus dem unsere Identität gemacht ist.



Prof. Dr. Eva Jaeggi Prof. Dr. Eva Jaeggi
Wer bin ich? Frag doch die anderen!

Sendezeit: So 08.04.2018, 07:30h


In diesem Vortrag geht Eva Jaeggi der faszinierenden Frage nach, wie die Identität eines Menschen entsteht. Vor dem Hintergrund neuester psychologischer Theorien erklärt sie, auf welche Weise Einflüsse von außen, Zuschreibungen von Eltern, Partnern, Freunden oder Kollegen, aber auch Status oder Beruf unsere Identität maßgeblich formen und auch immer wieder verändern können. In einer Zeit, in der feste Rollen und vorgezeichnete Lebenspfade kaum mehr existieren, scheinen wir die anderen mehr denn je zu brauchen, um herauszufinden, wer wir wirklich sind.



Prof. Dr. Hartmut Rosa Prof. Dr. Hartmut Rosa
Sinnsuche und Resonanzbedürfnis

Sendezeit: So 15.04.2018, 07:30h


Sowohl in der Philosophie als auch in der Soziologie hat die Diagnose, die Moderne trockne nach und nach die „Sinnressourcen“ der Gesellschaft aus und führe die Menschen in Sinnkrisen, eine lange Tradition. Menschen erfahren ihr Leben als sinnvoll, wenn sie sich mit der Welt – mit anderen Menschen, mit der Natur, mit ihrer Arbeit, mit ihrer Umgebung – lebendig verbunden fühlen. Anders ausgedrückt: wenn sie Resonanz erleben und die Welt zu ihnen spricht. Ob wir in einer Resonanzbeziehung mit der Welt leben können oder nicht, hängt allerdings nicht nur von uns selbst ab. Es bedarf eines entgegenkommenden „Resonanzraumes“, der zeitliche, räumliche und soziale Bedingungen hat. Wo wir institutionell in „stumme“, instrumentelle Verhältnisse gezwungen werden, erfahren wir unser Leben als entfremdet und eben deshalb oft auch als sinnlos.



Dr. Martin Altmeyer Dr. Martin Altmeyer
Das Internet – ein Resonanzsystem

Sendezeit: So 22.04.2018, 07:30h


Offenbar hat die digitale Moderne nicht nur das Alltagsleben durchdrungen, sondern auch die Mentalität ihrer Bewohner. Im Zeitalter des Internet scheint das Seelenleben vom Wunsch nach zwischenmenschlicher Kommunikation bestimmt, von einer Sehnsucht nach Spiegelung, nach einem Echo aus der Lebenswelt, vom Verlangen danach, von anderen Menschen gesehen und gehört zu werden. Unaufhörlich sind wir am twittern, chatten, mailen, bloggen, hashtaggen, googeln und downloaden. Wir posten und posen, was das Zeug hält. Wir stellen unsere Selfies ins Netz oder verschicken sie über soziale Medien. Eifrig füllen wir unsere Facebook-Seiten oder bedienen uns der Bildtechniken von Instagram. Begeistert schauen sich Jugendliche und Heranwachsende auf ihren Laptops TV-Casting- und Realityshows an oder nehmen selbst daran teil. Ständig schauen sie auf ihr Smartphone, um ja nicht die neueste SMS zu verpassen oder eine WhatsApp-Nachricht, die umgehend beantwortet wird. Warum tun sie das alles? Aus narzisstischen Motiven? Weil Aufmerksamkeitssucht und Kommunikationsgier sie dazu treiben? Weil sie manipuliert und medienabhängig gemacht werden, wie Zeitgeistkritiker gerne behaupten? Sie tun das aus einem einfachen Motiv: weil sie auf der Suche nach Umweltresonanz sind, weil die Befriedigung von Resonanzbedürfnissen von Geburt an und ein Leben lang zur Identitätsbildung beiträgt.



Prof. Dr. Ernst Peter Fischer Prof. Dr. Ernst Peter Fischer
Nach den Genen. Der Abschied vom alten Erbgut

Sendezeit: So 29.04.2018, 07:30h


Die wissenschaftliche Genetik hat enorme Fortschritte gemacht. Lange hielt man Gene für feste Einheiten der im Erbgut enthaltenen Erbinformationen. Doch die Vorstellung, Gene hätten einen festen Ort und klar definierte Aufgaben, ist nach neuesten Erkenntnissen überholt. Wer das Leben und seine technische Beeinflussbarkeit verstehen will, muss sich von diesem traditionellen Bild der Gene verabschieden und sie eher als bewegliches, in ständigem Wandel befindliches System begreifen. Ernst Peter Fischer beschreibt in diesem Vortrag anschaulich und unterhaltsam, wie sich das moderne Bild der Gene im Lauf der Zeit entwickelt hat.



Prof. Dr. Harald Lesch Prof. Dr. Harald Lesch
Die Menschheit schafft sich ab

Sendezeit: So 06.05.2018, 07:30h




Prof. Dr. Randolf Rausch Prof. Dr. Randolf Rausch
Wie knapp wird unser Wasser? Eine Analyse der Weltwassersituation

Sendezeit: So 13.05.2018, 07:30h




Prof. Dr. Ulf Riebesell Prof. Dr. Ulf Riebesell
Ozeanversauerung

Sendezeit: So 27.05.2018, 07:30h




Prof. Dr. Peter Berthold Prof. Dr. Peter Berthold
„Wie viel‘ Vögel sind noch da?“ Jeder Gemeinde ihr Biotop

Sendezeit: So 03.06.2018, 07:30h




Prof. Dr. Dieter Borchmeyer Prof. Dr. Dieter Borchmeyer
Weimar – Bayreuth – Heidelberg. Kulturstadt in der Provinz

Sendezeit: So 10.06.2018, 07:30h




Prof. Dr. Gerhard Poppenberg Prof. Dr. Gerhard Poppenberg
Paris. Metropole der Moderne

Sendezeit: So 17.06.2018, 07:30h




Prof. Dr. Norbert Greiner Prof. Dr. Norbert Greiner
London. Von »Rule, Britannia!« zu »Cool Britannia!«

Sendezeit: So 24.06.2018, 07:30h




 Martin Mosebach Martin Mosebach
Römische Jahres- und Tageszeiten

Sendezeit: So 01.07.2018, 07:30h




Prof. Dr. Dieter Borchmeyer Prof. Dr. Dieter Borchmeyer
Weimar am Pazifik. Los Angeles als Kultur- und Musikstadt des Exils

Sendezeit: So 08.07.2018, 07:30h


Silvia Hauer (Mezzosopran) / Gerold Huber (Klavier) / Prof. Dr. Dieter Borchmeyer (Moderation)



Prof. Dr. Martin Zimmermann Prof. Dr. Martin Zimmermann
Troia. Der Mythos einer Stadt und die europäische Kultur

Sendezeit: So 15.07.2018, 07:30h
Erstausstrahlung: So 22.06.2008