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März 2008

Prof. Dr. Felix Ekardt Prof. Dr. Felix Ekardt
Wird die Demokratie ungerecht? Globalisierung, Gerechtigkeit und Umweltschutz

Sendezeit: So 02.03.2008, 08:30h


Die Reformdebatten über Steuern, Arbeitsmarkt, Sozialsystem und Demographie verfehlen, so Felix Ekardt, unsere Kernprobleme: Nationalstaatliche Politik ist zunehmend machtlos. Und der bisherige westliche Lebensstil, basierend auf Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung, ist weder dauerhaft noch global lebbar. Er wird zusammenbrechen, sobald er sich z. B. auch in Ländern wie Indien und China etabliert. Auch mit mehr Leistung und mehr Gemeinsinn wird Deutschland vermutlich nicht wieder „Weltspitze“ werden. Die eigentliche Frage lautet: Wie können wir allen Menschen in einer globalisierten Welt (und auch künftigen Generationen) faire Chancen geben – und wie verhindern wir, dass unsere Freiheit von ökonomischen Sachzwängen schleichend zerstört wird? Professor Dr. Felix Ekardt lehrt Öffentliches Recht an der Universität Bremen und ist spezialisiert auf deutsches und internationales Umweltrecht.



Prof. Dr. Volker Mosbrugger Prof. Dr. Volker Mosbrugger
Natürlicher und anthropogener Klimawandel. Wie katastrophal ist der Mensch?

Sendezeit: So 09.03.2008, 08:30h
Erstausstrahlung: So 27.06.2004


Die menschliche Gesellschaft greift inzwischen in einem Umfang in das System Erde ein, dass die Auswirkungen zunehmend nicht mehr nur regional, sondern auch global zu beobachten sind. Besonders deutlich zeigt sich dies am Klimageschehen. Aufgrund von Modellrechnungen sagen die Experten des Intergovernmental Panel on Climate Change voraus, dass sich die globale Mitteltemperatur als Folge des anthropogenen Ausstoßes von Treibhausgasen im Laufe dieses Jahrhunderts um etwa 2 bis 5 Grad erhöhen wird. Wie zuverlässig sind solche Prognosen? Verstehen wir tatsächlich die grundlegenden Prozesse des Klimawandels? Welche Klimaveränderungen kann das System Erde „tolerieren“? Professor Dr. Volker Mosbrugger lehrte bis 2005 Allgemeine Paläontologie an der Universität Tübingen. Seit Oktober 2005 ist er Direktor des Forschungsinstituts und Naturmuseums Senckenberg in Frankfurt.



Prof. Dr. Hartmut Graßl Prof. Dr. Hartmut Graßl
Globale und regionale Klimaänderungen durch den Menschen im 21. Jahrhundert

Sendezeit: So 16.03.2008, 08:30h


Ohne Klimapolitik droht der Erde eine rasche Erwärmung, die sicherlich zur stärksten Bedrohung für das Wohlergehen der Menschen im 21. Jahrhundert werden würde. Nur globale koordinierter stringenter Klimaschutz kann in die angelaufenen Umverteilung von Niederschlägen eingreifen und den Meeresspiegelanstieg noch so dämpfen, dass eine nachhaltige Entwicklung möglich bleibt. Hartmut Graßl stellt sowohl Laissez-faire-Szenarien als auch Klimaschutzszenarien vor und diskutiert die erforderlichen Maßnahmen. Professor Dr. Hartmut Graßl war bis 2005 Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg. Von 1994 bis 1999 leitete er außerdem das Weltklimaforschungsprogramm der UN in Genf.



Prof. Dr. Siegfried Demuth Prof. Dr. Siegfried Demuth
Niedrigwasser und Dürren in Europa – Beobachtungen und Entwicklungen

Sendezeit: So 30.03.2008, 08:00h


Trockenperioden sind eine Folge hydroklimatologischer Einflüsse und wurden lange Zeit als ein Naturphänomen betrachtet, das hauptsächlich in Entwicklungsländern vorkommt. Allerdings war nicht nur der Sommer 2003 bei uns extrem heiß und trocken, auch schon davor gab es in verschiedenen westeuropäischen Ländern auffallende Niedrigwasser- und Trockenphasen. So war zum Beispiel Großbritannien zu Beginn der 90iger Jahre von mehreren Trockenperioden betroffen, die sogar zu Engpässen in der kommunalen und landwirtschaftlichen Wasserversorgung führten. Seit einiger Zeit ist das Interesse an diesem Thema im Zusammenhang mit Fragen nach der „globalen Erwärmung“ gewachsen. Der Vortrag erläutert den aktuellen Stand der Beobachtungen und Aspekte für zukünftige Entwicklungen. Professor Dr. Siegfried Demuth war bis 2006 Direktor des Deutschen Nationalkomitees für Wasserforschungsprogramme, seit 2006 leitet er die Abteilung „Hydrological Processes and Climate“ im naturwissenschaftlichen Programm der UNESCO.