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September 2009

Dr. Theo Sommer Dr. Theo Sommer
Wer regiert die Welt in 50 Jahren?

Sendezeit: So 06.09.2009, 08:00h
Erstausstrahlung: So 15.02.2009


In diesem Vortrag referiert Theo Sommer die Zukunftsszenarien, die nach dem Ende des Kalten Krieges und zu Beginn des 21. Jahrhunderts entworfen wurden. Aus diesen unterschiedlichen Zukunftsanalysen destilliert er die Trends, die nach übereinstimmender Auffassung der Futurologen die kommenden vier Jahrzehnte bestimmen werden. Er prognostiziert eine multipolare Welt, in der fünf Supermächte (die USA, Europa, Russland, China und Indien) die Geschicke der Menschheit dominieren werden. Ein Mächtemuster, das dem des ausgehenden 19. Jahrhunderts mehr ähnelt als allen Machtkonstellationen des 20. Jahrhunderts. Dabei wird es entscheidend nicht nur auf vermeintliche Trends, volkswirtschaftliche Daten und die Stimmung der Völker ankommen, sondern in hohem Maße auf die Staatskunst der Führungspersönlichkeiten an den Schaltstellen der Macht.



Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma
Vertrauen und Gewalt. Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne

Sendezeit: So 13.09.2009, 08:30h


Rätsel werden meist dadurch produziert, dass man falsche Fragen stellt. Nicht die Frage, wie es denn sein könne, dass "ganz normale Männer" zu extremen Gewalttaten fähig seien, ist interessant, sondern die, warum sich angesichts der Weltgeschichte diese Frage so hartnäckig hält und für interessant gehalten wird. Der Vortrag versucht, auf diese Frage eine Antwort zu geben, indem er das besondere Verhältnis, das die "Moderne" genannte Kulturformation gegenüber der Gewalt – nicht zuletzt der eigenen – herausgebildet hat, thematisiert: Gewalt steht in der Moderne unter einem ganz anderen Legitimationsdruck als in anderen Kulturen, und das Vertrauen in die Moderne beruht weitgehend auf der Unterstellung, sie sei gewaltarm oder doch wenigstens auf dem besten Wege dorthin.



Prof. Dr. Hans-Eckehard Bahr Prof. Dr. Hans-Eckehard Bahr
Er hatte einen Traum ... Visionen von Gewaltfreiheit bei Martin Luther King und heute

Sendezeit: So 20.09.2009, 08:30h
Erstausstrahlung: So 13.10.2002


Martin Luther King war ein Mann mit einem konkreten Traum. Er war beseelt von der Überzeugung, dass Gewaltprozesse überwunden werden können, dass Gewalt nicht das letzte Wort in der Geschichte behalten muss. Könnte die Erinnerung an den schwarzen Bürgerrechtler und Friedensnobelpreisträger uns helfen, die heutigen Konflikt-Konstellationen gelassener zu bestehen? Welche Impulse könnten von einer neuen nicht-militärischen Friedenspolitik ausgehen?



Prof. Dr. Dietmar Rothermund Prof. Dr. Dietmar Rothermund
Mahatma Gandhi - Sein Leben und seine Ethik

Sendezeit: So 27.09.2009, 08:30h
Erstausstrahlung: So 31.12.2000


Das unabhängige Indien wäre ohne Mahatma Gandhi kaum vorstellbar gewesen. Mahatma, "große Seele", der Revolutionär der Gewaltlosigkeit, der mit seinen Kampagnen der Nichtzusammenarbeit und des bürgerlichen Ungehorsams das britische Weltreich in seine Schranken wies. Er prägte den Begriff des "Satyagraha", des "Festhaltens an der Wahrheit. Die Abspaltung Pakistans empfand er als "Vivisektion". Als er sich dennoch für eine gerechte Teilung der Staatskasse zwischen Indien und Pakistan einsetzte, wurde er dafür von einem fanatischen indischen Nationalisten erschossen.