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Dezember 2009

Prof. Dr. Rainer Wimmer Prof. Dr. Rainer Wimmer
Reflektierter Sprachgebrauch als Ziel der Sprachkritik

Sendezeit: So 06.12.2009, 08:30h


Sprachkritik gehört zu unserem natürlichen Sprachgebrauch wie das Fragen und Antworten, wie das Behaupten und das Begründen. Im Spracherwerb lernen wir ganz selbstverständlich auch eine Distanz zu unserem Sprechen. Eltern und andere nahe Menschen korrigieren unsere Aussprache, kritisieren und verbessern unseren Wortgebrauch und weisen uns auf grammatische Fehler hin. Wir können über Wörter und Sprechhandlungen reden, wir lernen, Sprache zu beurteilen. Natürlich denken wir im Alltag nicht ständig über unser Reden nach, wir folgen den Regeln unserer Sprache in den allermeisten Fällen "blind", wie Ludwig Wittgenstein es formulierte. Wenn Sprachkritik gefragt ist, haben wir es mit Situationen zu tun, die durch Zweifel, Unsicherheiten oder Missverständnisse gekennzeichnet sind. Rainer Wimmer beschreibt große und kleinere Anlässe für ein solches Nachdenken über unsere Sprache.



Prof. Dr. Jürgen Schiewe Prof. Dr. Jürgen Schiewe
Sprachkritik – was sie war, ist und sein könnte

Sendezeit: So 13.12.2009, 08:30h


Seitdem der Mensch eine Sprache hat, übt er auch Sprachkritik. Die Möglichkeit nämlich, sich mit Sprache auf Sprache zu beziehen und Äußerungen und Texte zu bewerten, gehört zu den Grundfunktionen unserer Sprache und zu den Alltäglichkeiten unseres Sprechens und Schreibens. Die Geschichte der Sprachkritik, wie sie uns in zahlreichen Zeugnissen seit der Antike vorliegt, zeigt ein facettenreiches Bild von Motiven und Bewertungen. Sie reicht in unserem Kulturkreis von Platons Reflexion über die „Richtigkeit der Namen“ in dem Dialog „Kratylos“ und Leibniz „Unvorgreiflichen Gedanken betreffend die Ausübung und Verbesserung der deutschen Sprache“ bis hin zu immer wiederkehrenden Befürchtungen um den Verfall der Sprache und der heutigen Kritik an Anglizismen. Der Vortrag zeichnet die wesentlichen Grundzüge der Geschichte der Sprachkritik nach und sucht nach Anknüpfungspunkten für eine künftige Sprachkritik. Diese hat zum Ziel, Sprachbewusstsein zu fördern sowie Sprachkultur zu pflegen, auszubauen und zu sichern.



Prof. Dr. Inge Vinçon Prof. Dr. Inge Vinçon
Missverstehen im Deutschunterricht

Sendezeit: So 20.12.2009, 08:30h


Dass wir uns sprachlich sehr häufig missverstehen, gehört zu unserem Alltag. Dabei stellt sich jeweils die Frage, ob wir solche Missverstehenssituationen korrigieren sollen oder ob wir schweigend darüber hinweggehen. Besonders gravierend sind Missverständnisse im Deutschunterricht, wo es ja darum geht, Sprachbewusstsein zu entwickeln und einen differenzierten Gebrauch der Sprache zu erlernen. Inge Vinçon beschreibt in diesem Vortrag anhand verschiedener Beispiele Formen des Missverstehens im Deutschunterricht der Sekundarstufe. Sie geht der Frage nach, wie Lehrer und Schüler sich bewusst werden können, dass sie sich missverstehen, und inwieweit sie ihre Kommunikation durch mehr Sprachbewusstsein verbessern können.