Suche nach Sendungen

Bitte geben Sie Ihre(n) Suchbegriff(e) ein!

Liste aller Vorträge seit 1987 als PDF

Referenten alphabetisch

Januar 2012

Prof. Dr. Herfried Münkler Prof. Dr. Herfried Münkler
Die Deutschen und ihre Mythen

Sendezeit: So 15.01.2012, 08:00h
Erstausstrahlung: So 29.11.2009


Politische Mythen prägen das Selbstverständnis und die Identität einer Nation und entwickeln motivierende und mobilisierende Kraft – im Positiven wie im Negativen. Gerade in der deutschen Geschichte gingen Mythos und Politik stets Hand in Hand. Die Nibelungen oder Kaiser Barbarossa, Faust, Friedrich der Große oder Hermann der Cherusker, der Rhein, die Wartburg, Weimar oder Nürnberg, die Währungsreform und das Wirtschaftswunder. Herfried Münkler beschreibt die Deutschen und ihre Geschichte im Spiegel ihrer Mythen. Wie haben sich diese im Lauf der Zeit gewandelt? Hat sich ihre Kraft erschöpft oder sind sie auch heute noch von Bedeutung?



Prof. Dr. Dieter Borchmeyer Prof. Dr. Dieter Borchmeyer
Was ist deutsch? Variationen eines Themas von Schiller über Wagner zu Thomas Mann

Sendezeit: So 22.01.2012, 08:00h
Erstausstrahlung: So 22.11.2009


„Der Begriff ‚deutsch’ ist ein Abgrund, bodenlos“ schreibt Thomas Mann in den „Betrachtungen eines Unpolitischen“. Die Frage nach der eigenen Identität hat sich kaum eine andere Nation so oft gestellt wie die deutsche. Das Problem „Was ist deutsch?“ ist im 19. und 20. Jahrhundert in zahllosen Traktaten erörtert worden. Kein Wunder: dürfte sich doch keine europäische Nation so spät erst ihrer selbst bewusst und gewiss geworden sein. Und wie immer, wenn man sich seiner Sache nicht sicher ist, wird diese Unsicherheit oft kompensiert durch Überbetonung dessen, was einem gerade mangelt. Dieter Borchmeyer verfolgt in diesem Vortrag drei prominente Facetten des Nachdenkens über das deutsche Wesen.



Prof. Dr. Adolf Muschg Prof. Dr. Adolf Muschg
Was ist „Europäisch“? Eine wahre Geschichte

Sendezeit: So 29.01.2012, 08:00h
Erstausstrahlung: So 10.09.2006


„Lassen Sie mich mit einem Geständnis beginnen. Ich hatte bereits einen fertigen Vortrag über Europa – ehrlicherweise muss ich sogar sagen: zwei, über europäische Identität in der Tasche, da sprach mich auf der Fahrt hierher mein Gegenüber im Abteil an ... Darf ich fragen, woran Sie arbeiten? Ich stieg wie aus tiefen Brunnen empor und muss ihn verständnislos angestarrt haben. Entschuldigen Sie mein Interesse, aber Sie schreiben immer noch von Hand und korrigieren, wie mir scheint, viel, aber mühsam: mit dem PC hätten Sie es leichter. – Ich muss sehen, was ich gestrichen habe, erwiderte ich. – Interessant, erwiderte er, das ist nicht mehr eben häufig. Arbeiten Sie an einem Vortrag über Europa?“ ...