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Mai 2012

Prof. Dr. Joseph E. Stiglitz Prof. Dr. Joseph E. Stiglitz
Making Globalisation Work: Die Chancen der Globalisierung

Sendezeit: So 06.05.2012, 08:00h
Erstausstrahlung: So 16.09.2007


Als die Öffentlichkeit vor etwa 20 Jahren begann, sich mit dem Phänomen der Globalisierung zu beschäftigen, erhoffte man sich Entwicklung und mehr Wohlstand für alle. Heute wissen wir, dass der Markt, die Interessen der Finanzbranche und multinationaler Konzerne den Globalisierungsprozess dominieren. Das Gefälle zwischen Arm und Reich wird immer größer. In den reichen Ländern geht - bei steigender Wirtschaftsleistung - das Durchschnittseinkommen der Bürger zurück. Profitiert hat vor allem das Großkapital und die kleine Gruppe der Top-Verdiener. Joseph E. Stiglitz, der zu den Ikonen der Globalisierungskritik gehört, zeigt in diesem Vortrag, welche Veränderungen die Weltwirtschaftsordnung erlebt hat und versucht, eine andere, faire Form der Globalisierung zu entwerfen. Professor Dr. Joseph E. Stiglitz lehrt Volkswirtschaft an der Columbia University in New York. 2001 wurde er mit dem Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet.



Prof. Dr. Alexander Demandt Prof. Dr. Alexander Demandt
Zukunft, die keine war. Unverwirklichte Möglichkeiten in der Geschichte

Sendezeit: So 13.05.2012, 08:00h


Geschichte beruht auf einer Folge von Entscheidungssituationen, in denen aus einem Spektrum von Möglichkeiten eine Einzige realisiert wurde. Was wäre etwa nach einer Niederlage des Arminius im Teutoburger Wald, was nach einem Freispruch Jesu durch Pilatus zu erwarten gewesen? Es gab Heiratspläne zwischen Karl dem Großen und Irene von Byzanz, zwischen Friedrich dem Großen und Maria Theresia. Das Attentat von Sarajewo hätte misslingen, ein Attentat auf Hitler glücken können. Mit historischer Sachkenntnis denkt Alexander Demandt über die Frage „Was wäre wenn …?“ an verschiedenen Punkten der Geschichte nach. Es handelt sich gewissermaßen um Zukunft, die nicht stattgefunden hat.



Prof. Dr. Reinhard Haller Prof. Dr. Reinhard Haller
Glück und Unglück der Sucht

Sendezeit: So 20.05.2012, 08:00h


Zu allen Zeiten hatten Menschen den Wunsch, ihrer Realität vorübergehend zu entfliehen, sich abzulenken, zu entspannen, neue Gefühlszustände zu erleben. Aber noch nie waren so viele berauschende Substanzen verfügbar wie heute, und noch nie war die Hemmschwelle zum Konsum so herabgesetzt. Für illegale Drogen wird mit 500 Milliarden US-Dollar pro Jahr mehr Geld ausgegeben, als für die Ernährung der Menschheit. Ist der moderne Mensch ein süchtiges Wesen? Nikotin und Alkohol schon bei Kindern, Komatrinken bei Jugendlichen, Cannabis, Kokain und Designerdrogen, Medikamentenmissbrauch, aber auch Ess- oder Magersucht, Computer- und Internetsucht sind inzwischen weit verbreitet. Der Trend ist eindeutig: Süchtige Verhaltensweisen nehmen immer mehr zu. Sie führen zu psychischen und sozialen Problemen, zum Verlust der Freiheit, zu Vereinsamung und Selbstzerstörung. Was können wir tun? Der Themenschwerpunkt beschreibt das Wesen von Sucht und beleuchtet verschiedene Aspekte dieses großen gesamtgesellschaftlichen Phänomens.