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Referenten alphabetisch

Juni 2012

Dr. Gottfried Maria Barth Dr. Gottfried Maria Barth
Computerspiel- und Internetsucht

Sendezeit: So 03.06.2012, 08:00h


Medien- und Internetnutzung ist heute eine normale Kulturtechnik, an der praktisch alle jungen Menschen teilnehmen. In vielen Familien gibt es inzwischen erhebliche Konflikte um die exzessive Mediennutzung von Jugendlichen, die zur Vernachlässigung von Schule, Beruf und anderen Aktivitäten führt. Die Beschäftigung mit den Betroffenen zeigt, dass teilweise tatsächlich von einer Abhängigkeit gesprochen werden kann, die allerdings ganz anders geartet ist als die Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen. Gottfried Maria Barth beschreibt das Phänomen und erläutert, warum es nicht zur Schwarzmalerei taugt, sondern komplexe Strategien zur Schadensbegrenzung erfordert.



Prof. Dr. Anil Batra Prof. Dr. Anil Batra
Suchtprävention: Die legalen Drogen Alkohol und Tabak

Sendezeit: So 10.06.2012, 08:00h


Mit einem Pro-Kopf-Konsum von knapp 10 l Reinalkohol pro Jahr, einem Anteil von 2,5 % Alkoholabhängigen in der Bevölkerung und einer kontinuierlich steigenden Zahl jugendlicher Rauschtrinker in den vergangenen Jahren stellt der Alkoholmissbrauch ein erhebliches gesellschaftliches Problem dar. 25% aller Todesfälle bei den 15- bis 29-Jährigen sind dem Alkoholkonsum geschuldet. Beim Tabak sieht es nicht besser aus: Raucher verlieren durchschnittlich 10 Jahre ihres Lebens. Und obwohl die Raucherquote bei den 12- bis 17-Jährigen erfreulicherweise sinkt, ist das Rauchverhalten in der Bevölkerung insgesamt relativ stabil. Anil Batra schildert in diesem Vortrag die Inhalte bestehender Präventionsprogramme und die therapeutischen Möglichkeiten, um den Alkohol- und Tabakkonsum bzw. Missbrauch zu bekämpfen.



PD Dr. Leopold Hermle PD Dr. Leopold Hermle
Der gedopte Alltag - Pflanzliche und synthetische Psychostimulanzien

Sendezeit: So 17.06.2012, 08:00h


Der Gebrauch pflanzlicher und synthetischer Psychostimulanzien ist erstaunlich weit verbreitet und nimmt weltweit immer mehr zu. Es handelt sich dabei überwiegend um Substanzen, die wach machen, den Geist und die Tatkraft anregen und vor allem euphorisieren. Sie dienen der Steigerung der Konzentration, der Gedächtnisleistung und des Durchhaltevermögens, oder aber der körperlichen Leistungsfähigkeit, beispielsweise im Sport. Die Einnahme dieser Substanzen ist mit einem hohen Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial verbunden. Der Vortrag von Leopold Hermle gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand. Er stellt die verschiedenen psychischen, somatischen und sozialen Folgewirkungen und Komplikationen und die aktuellen therapeutischen Ansätze praxisnah dar.



Prof. Dr. Stephan Zipfel Prof. Dr. Stephan Zipfel
Prävention von Essstörungen

Sendezeit: So 24.06.2012, 08:00h


Essstörungen umfassen ein weites Spektrum unterschiedlicher Formen und Ausprägungen. Neben der Anorexia nervosa, der Magersucht, und der Bulimia nervosa, der Ess-Brech-Sucht findet sich unter anderem eine neue Form der Essstörung, das sogenannte „Binge-Eating“. Der aktuelle Kinder- und Jugendsurvey, eine repräsentative bundesweite Umfrage, ergab, dass jedes 5. Kind oder Jugendliche in Deutschland Hinweise auf eine Essstörung zeigt. Es ist äußerst wichtig, die Betroffenen frühzeitig zu erkennen um wirksame Hilfsangebote machen zu können. Hier geht es vor allem um Selbstakzeptanz in einer Gesellschaft, die dem äußeren Erscheinungsbild und dem Schlankheitsideal dominante Bedeutung einräumt.