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Oktober 2012

Prof. Dr. Rolf Stürner Prof. Dr. Rolf Stürner
Recht und Markt - Gefährdung der Vermögensordnung durch private Spekulation und staatliche Überschuldung

Sendezeit: So 07.10.2012, 08:00h


Ein wesentliches Element freier Märkte ist die Freiheit des Kapitalverkehrs. Doch inzwischen droht der weltweite Kapitalverkehr zu Herrschaft mächtiger Investoren zu entarten, deren verfügbares Kapital die Budgets auch größerer Staaten bei Weitem übersteigt. Offene Finanzmärkte mit hoher Volatilität verführen auch Staaten zur Verschuldung durch Anleihen oder Garantien. All dies gefährdet eine ausgewogene Vermögensordnung und damit die rechtsstaatliche Demokratie. Rolf Stürner geht in diesem Vortrag der Frage nach, ob die Rechtsordnung zu einer besseren Ausgewogenheit verhelfen kann.



Prof. Dr. Dieter Langewiesche Prof. Dr. Dieter Langewiesche
Recht und Revolution

Sendezeit: So 07.10.2012, 08:20h


Ohne Normenverstoß kein gesellschaftlicher Fortschritt, ohne Normengehorsam keine funktionsfähige Gesellschaft und kein funktionsfähiger Staat. Dieser Zwiespalt begleitet seit der Französischen Revolution das Nachdenken über Recht und Revolution. Die Revolution in eine verbesserte Rechtsordnung zu überführen, wurde zur Leitlinie europäischer Revolutionäre im 19. Jahrhundert. Erst im 20. Jahrhundert entstand das Modell einer Revolution gegen das Recht. Diesen Bruch und seine historischen Wirkungen erörtert der Vortrag von Dieter Langewiesche.



Prof. Dr. Heinz Bude Prof. Dr. Heinz Bude
Bildungspanik – Was unsere Gesellschaft spaltet

Sendezeit: So 14.10.2012, 08:00h


Eine große Sorge hat unsere Gesellschaft erfasst: Werden unsere Schüler und Studenten eines Tages gegen die internationale Konkurrenz bestehen können? Die Ergebnisse der PISA-Studien wecken gehörige Zweifel und haben eine Grundsatzdiskussion über unser Schulsystem ausgelöst. Dabei wird selten darüber gesprochen, was gelernt werden soll, viel häufiger geht es um die Verteilung von Bildungschancen. Denn gerade die Bildung ist ein Feld, auf dem man soziale Unterschiede ausspielen kann. Das Bedürfnis, sich zu unterscheiden, und die Angst vor dem gesellschaftlichen Abstieg lassen sich nicht wegdiskutieren, das haben die gescheiterte Reform in Hamburg genauso wie der Run auf teure Privatschulen gezeigt. Wie viel Gleichheit braucht unsere Gesellschaft? Wie viele Unterschiede erträgt sie und was bedeutet das für das Schulsystem?



Prof. Dr. Michael Hartmann Prof. Dr. Michael Hartmann
Arm und reich in Deutschland

Sendezeit: So 21.10.2012, 08:00h


Die Kluft zwischen Arm und Reich hat sich im letzten Jahrzehnt in Deutschland so schnell vertieft wie in kaum einem anderen Industrieland. Inzwischen besitzt das oberste Promille der Bevölkerung fast ein Viertel des gesamten Vermögens. Die untere Hälfte dagegen hat so gut wie nichts. Auf der einen Seite verdienen Topmanager Millionen, auf der anderen haben wir einen Billiglohnsektor mit Stundenlöhnen von maximal sieben Euro. Dort arbeitet inzwischen jeder neunte Beschäftigte. Diese Entwicklung schlägt sich auch in den Wohnbedingungen und in der Gesundheit nieder. Arme sind häufiger krank und sterben durchschnittlich zehn Jahre früher. Maßgeblich verantwortlich sind, so Michael Hartmann, politische Beschlüsse zur Besteuerung von hohen Vermögen und Einkommen sowie die Hartz-Gesetze.



Prof. Dr. Hermann Lübbe Prof. Dr. Hermann Lübbe
Die Werte, die Kultur und das Geld

Sendezeit: So 28.10.2012, 08:00h
Erstausstrahlung: So 06.03.2011


Das Beste, was sich über die Konsequenzen der Finanzmarktkatastrophe sagen ließe, könnte lauten: Wir sind kraft dieser Katastrophe in eine Epoche geldtheoretischer und finanzmarktpolitischer Aufklärung eingetreten, die die Interaktion aller Beteiligten tiefreichend verändern wird. Der Banken wie ihrer Kunden, der Unternehmer wie der Sparer und sonstigen Kleinanleger, der Bonitätsklassifizierungsexperten wie der Investoren und vor allem auch der Staatshaushaltsverantwortlichen, Regierungen und Parteien.