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Referenten alphabetisch

November 2012

Prof. Dr. Joachim Starbatty Prof. Dr. Joachim Starbatty
Geld verdirbt den Charakter. Wie es zu den Exzessen in der Welt des Geldes gekommen ist

Sendezeit: So 04.11.2012, 08:00h
Erstausstrahlung: So 13.03.2011


Die derzeitige Finanzkrise wird gern auf die Gier und das moralische Versagen in der Banken- und Finanzwelt zurückgeführt. Die Anreizsysteme belohnten risikoreiches Handeln, die großen Zentralbanken stellten dermaßen billiges Geld zur Verfügung, dass kein Zweifel an ewiger Prosperität aufkam. Als schließlich die Blasen platzten, stürzten sie die Finanz- und Realwirtschaft in eine tiefe Depression. Es steht zu befürchten, dass wir noch lange nicht am Ende dieser Durststrecke angelangt sind.



Prof. Dr. Heiner Flassbeck Prof. Dr. Heiner Flassbeck
Wirtschaftskrise – Die gesellschaftliche Herausforderung unserer Zeit

Sendezeit: So 11.11.2012, 08:00h
Erstausstrahlung: So 28.02.2010


Dass die Akteure an den Finanzmärkten aus der Krise gelernt haben, darf wohl bezweifelt werden. Wer die Aktivitäten an den Märkten kritisch beobachtet hat, mag auch den Glauben an die Aufgabe der Politik, Schaden von den Menschen abzuwenden, verlieren. Die Situation der Weltwirtschaft wurde lediglich durch massive staatliche Maßnahmen und zusätzliche Staatsverschuldung abgefangen. Die "Spieler" aber sind längst wieder in den Kasinos. Alle wichtigen Preise der Welt, so Heiner Flassbeck, werden mittlerweile stark von finanziellen Spekulationen beeinflusst oder sogar direkt getrieben.



Prof. Dr. Wilhelm Hankel Prof. Dr. Wilhelm Hankel
Spekulationsblasen in Geschichte und Gegenwart

Sendezeit: So 18.11.2012, 08:00h
Erstausstrahlung: So 07.03.2010


Seit es die moderne Geldwirtschaft gibt, bedrohen immer wieder unvorhergesehene Krisen die Wirtschaft und den Wohlstand der Menschen. Jedes der letzten drei Jahrhunderte hatte „seine“ Finanzkrise. Wilhelm Hankel, bekannt als leidenschaftlicher Euro-Kritiker, beschreibt große Finanzkrisen der Vergangenheit und fragt, was wir daraus lernen können. Denn das 21. Jahrhundert hat kaum begonnen, da bedroht eine diesmal globale Finanzkrise nicht nur Arbeitsplätze und Ersparnisse, sondern sogar die Stabilität der Staaten und ihrer Währungen. Unüberhörbar stellt sich die Frage: Sind Überschuldung des Staates, Inflationierung der Währung, Rettung der Großen in Finanzwelt und Wirtschaft, während Mittelstand und Klein-Unternehmer ungeschützt bleiben, wirklich die richtigen Mittel, um mit derartigen Krisen fertig zu werden?



Prof. Dr. Hans Tietmeyer Prof. Dr. Hans Tietmeyer
Überlegungen zur Internationalen Finanzarchitektur

Sendezeit: So 25.11.2012, 08:00h
Erstausstrahlung: So 21.02.2010


Zu den zentralen Ursachen der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise gehören auch die unterschiedlichen nationalen Regeln für die Finanzinstitute. Wohl hat es in den vergangenen Jahrzehnten schon Bemühungen um mehr Gemeinsamkeiten in den Regelwerken gegeben; die unterschiedlichen nationalen Traditionen, Strukturen und Präferenzen haben diesen Ansätzen jedoch bisher zu enge Grenzen gesetzt. Die Globalisierung der Finanzmärkte hat diese Defizite inzwischen zunehmend offen gelegt und zugleich weltweit gefährliche Ansteckungseffekte aufgrund von nicht genügend kontrollierten Risikoanhäufungen ausgelöst. Das internationale Finanzwesen braucht in Zukunft dringend nicht nur eine regelmäßige Überwachung der nationalen Währungspolitiken, sondern auch eine Überwachung der Regelwerke für die am Markt tätigen Finanzinstitute.