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Januar 2013

Prof. Dr. Dieter Rucht Prof. Dr. Dieter Rucht
Die Occupy-Bewegung

Sendezeit: So 13.01.2013, 08:00h


Die Occupy-Bewegung erlangte mit der Aktion „Occupy Wall Street“ im September 2011 weltweite Aufmerksamkeit. Es folgten Aktionen und Demonstrationen in über 900 anderen Städten in mehr als 90 Ländern. Besonders eindrucksvoll war die Beteiligung in einigen Städten Italiens und Spaniens. Die Bewegung hatte mit ihrem mutig-offensiven und gleichzeitig betont friedfertigen Charakter einen Nerv getroffen. Sie war nicht einer ideologischen Richtung oder gar einer politischen Partei zugeordnet; in ihr manifestierte sich ein breites und grundsätzliches Unbehagen an den herrschenden Verhältnissen. „Was uns verbindet, ist das Thema grundlegender Probleme in unserem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen System, die uns alle betreffen. Wir suchen nach Möglichkeiten, endlich etwas dagegen zu unternehmen. Denn auch wir meinen, dass die negativen Auswirkungen unseres Systems tatsächlich 99% betreffen“, heißt es auf der Webseite von Occupy Germany.



Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix
Deutschland, Frankreich und der Aufbau Europas. Ein Blick auf unsere gemeinsame Geschichte

Sendezeit: So 20.01.2013, 08:00h


Der gemeinsame Beitrag Frankreichs und der Bundesrepublik zum Aufbau Europas seit der Nachkriegszeit war Bestandteil eines Annäherungsprozesses, der auch als Aussöhnung von ehemaligen Erbfeinden bezeichnet wurde. Der europäische Aufbau ist ohne die deutsch-französische Zusammenarbeit nicht zu denken. Er war aber keineswegs nur ein Produkt dieser einmaligen Kooperation, sondern umgekehrt auch ein Beschleuniger der deutsch-französischen Verständigung. Im Laufe der Jahre waren die Beweggründe und Faktoren des gemeinsamen Unternehmens vielfältig. Angesichts der aktuellen Herausforderungen auf europäischer Ebene ist es nützlich, die deutsch-französische Zusammenarbeit historisch einzuordnen. Hélène Miard-Delacroix erklärt in diesem Vortrag, wie sich optimistischer Voluntarismus und Realpolitik in der Entwicklung der beiden Länder verschränkt haben, und wie die besondere Logik dieser Kooperation heute zum gemeinsamen Handeln zwingt.



Prof. Dr. Frank Baasner Prof. Dr. Frank Baasner
Immer noch fremde Freunde? Deutschland und Frankreich 50 Jahre nach dem Elysée-Vertrag

Sendezeit: So 27.01.2013, 08:00h


Aus historischer Perspektive trennen viele Dinge die deutsche von der französischen Gesellschaft. Heute sind die beiden Länder wichtigster Motor und Partner bei den Bemühungen um die Einigung Europas. Der Vortrag geht der Frage nach, ob sich die deutsche und die französische Gesellschaft seit Beginn der europäischen Einigung ähnlicher geworden sind, ob sich die Nachbarn besser kennen als früher. Was hat sich in den letzten 50 Jahren im Alltag der Menschen, in ihrer Wahrnehmung des wichtigsten Partnerlandes verändert? Wie gelingt die deutsch-französische Zusammenarbeit? Haben die vielen deutsch-französischen Institutionen und Initiativen eine neue deutsch-französische Normalität entstehen lassen? Oder sind die beiden Länder immer noch „fremde Freunde“, wie es ein Sammelband von Robert Picht auf den Punkt gebracht hat?