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Februar 2013

Prof. Dr. Alfred Grosser Prof. Dr. Alfred Grosser
Die Bundesrepublik Deutschland und Frankreich in der Europa- und Weltpolitik heute

Sendezeit: So 03.02.2013, 08:00h
Erstausstrahlung: So 19.11.1989


Pauschalisierungen sind immer fragwürdig, weil dabei die Feinzeichnung des Individuellen verloren geht. Trotzdem gibt es Eigenheiten und Eigenschaften, die für verschiedene Nationen als charakteristisch gelten dürfen und im politischen wie im menschlichen Miteinander nicht unbedeutend sind. Dieser Vortrag von Alfred Grosser aus dem Jahr 1989 beschreibt - mit Blick auf die damalige Auseinandersetzung mit dem Ostblock und auf Europa 1992 – was die Deutschen und die Franzosen in ihrem Verhältnis zur Geschichte und zu den anstehenden Herausforderungen unterscheidet und was sie verbindet. Alfred Grosser, der durch sein persönliches Schicksal sowohl Deutschland als auch Frankreich verbunden ist, beschreibt scharfsinnig, witzig, ironisch und nachdenklich die beiden Nachbarländer beidseits des Rheins. Seine Ausführungen sind auch heute „ex post“ äußerst interessant.



Prof. Dr. Pierre Bertaux Prof. Dr. Pierre Bertaux
Literarische Wechselspiele zwischen Frankreich und Deutschland

Sendezeit: So 10.02.2013, 08:00h
Erstausstrahlung: So 01.10.1989


Auf politischer Ebene ist die wechselvolle Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich allgemein bekannt – weniger bekannt ist, in wieweit sich die Literaturen der beiden Länder begegnet sind und sich wechselseitig beeinflusst haben. Diese Sendung gibt dem Zuschauer die Möglichkeit, einem der bedeutendsten französischen Germanisten noch einmal zu begegnen. Pierre Bertaux war nicht nur viele Jahre in der praktischen Politik erfolgreich tätig und in beiden Kulturkreisen zuhause, er war auch ein unermüdlicher Verfechter der deutsch-französischen Verständigung und Autor eines bedeutenden Hölderlin-Buches, mit dem er eine kontroverse Diskussion auslöste. In diesem Vortrag, der kurz vor seinem plötzlichen Tod 1986 aufgezeichnet wurde, beschreibt er unterhaltsam, geistreich und mit tiefer Sachkenntnis die literarischen Wechselspiele zwischen Frankreich und Deutschland im 18. Und 19. Jahrhundert.



Prof. Dr. Ute Planert Prof. Dr. Ute Planert
Nation und Krieg an der Wende zur Moderne: Eine Erfahrungsgeschichte der Umbruchszeit in Südwestdeutschland

Sendezeit: So 17.02.2013, 08:00h
Erstausstrahlung: So 05.03.2000


In den Befreiungskriegen gegen Napoleon und die französische Fremdherrschaft erwachte in Deutschland erstmals ein Nationalgefühl, was schließlich zur Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871 führte. So lesen wir es in den Geschichtsbüchern. Aber wie haben die Menschen diese Umbruchzeit erlebt? Vor allem im Südwesten, wo man zunächst mit Österreich gegen die Franzosen kämpfte, dann in Napoleons Armee eingereiht wurde um schließlich, kurz vor Schluss, noch einmal die Seite zu wechseln und mit den Preußen gegen Napoleon zu kämpfen? Die Bevölkerung litt unter den Kriegen und versuchte Kriegsbelastungen - woher sie auch kamen - abzuwehren. Dr. Ute Planert beschreibt in ihrem Vortrag diese Umbruchzeit in Südwestdeutschland.



Prof. Dr. Giovanni Maio Prof. Dr. Giovanni Maio
Therapieziel Dankbarkeit: Über die heilende Kraft der Annahme seiner selbst

Sendezeit: So 24.02.2013, 08:00h


Die moderne Medizin konzentriert sich aus ihrem naturwissenschaftlichen Erbe heraus ausschließlich auf die Möglichkeiten einer Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Körpers. Dabei wäre es wichtig, Medizin nicht ausschließlich als Reparaturwerkstatt zu verstehen, sondern sich auch in einer personalen Weise auf den Patienten einzulassen und ihm dabei zu helfen, sich in ein gutes Verhältnis zu seinem Kranksein zu setzen. Vor diesem Hintergrund geht der Vortrag auf die Grenzen der wissenschaftlichen Medizin ein und stellt die heilende Kraft von Zuwendung und Begegnung in den Mittelpunkt. Begrenztheit, so Giovanni Maio, kann und soll auch als Chance gesehen werden, sich auf den Kern des Lebens zu konzentrieren.