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Referenten alphabetisch

Februar 2014

Prof. Dr. Hans-Eckehard Bahr Prof. Dr. Hans-Eckehard Bahr
Man braucht sehr lange um jung zu werden. Stufen im Lebenszyklus

Sendezeit: So 02.02.2014, 08:00h
Erstausstrahlung: So 10.07.2005


Dass die Wohlstandsgesellschaften ein Problem mit ihrer Überalterung haben, ist sattsam bekannt. Wenn wir – inzwischen fast täglich – in den Medien davon hören, dann geht es um ökonomische Fragen, Alterssicherung, Verteilungskämpfe. Von Glück und Chance der späten Jahre ist derzeit wenig die Rede. Der praktische Theologe und Friedensforscher Professor Dr. Hans-Eckehard Bahr versucht in diesem Vortrag, eine andere Perspektive einzunehmen. Seine Stichworte: Neugewonnene innere Freiheiten beim Älterwerden. Intensität statt Betriebsamkeit. Neben Defiziten und Einsamkeit auch Entlastung und Neuentdeckungen. Das Leben endlich selber gestalten.



Prof. Dr. Reinhard Haller Prof. Dr. Reinhard Haller
Die Narzissmusfalle - Anleitung zur Menschen- und Selbstkenntnis

Sendezeit: So 09.02.2014, 08:00h


Narzissmus gehört zum Wesen des Menschen. Er ist ein gewaltiger psychischer Motor und in gesundem Maß unerlässlich für unser Selbstwertgefühl, für Leistung und Kreativität. Er kann aber auch Beziehungen vergiften und Gemeinschaft zerstören. Vieles spricht für eine ungesunde Verschiebung unseres gesellschaftlichen Klimas hin zu einem selbstsüchtigen und rücksichtslosen Lebensstil. Wir streben nach Bewunderung und Einfluss, die eigenen Interessen werden über alles gestellt. Demut und Bescheidenheit gelten nicht mehr als Tugend, Selbstdarstellung und Coolness sind gefragt. Dabei bleiben Empathie und Einfühlungsvermögen in Andere häufig auf der Strecke. Reinhard Haller beschreibt in diesem Vortrag unterhaltsam und mit vielen Beispielen die verschiedenen Gesichter des Narzissmus in der modernen Gesellschaft. Er erklärt, wie man Narzissten erkennt, was ihre Motive sind und wie man mit ihnen umgehen sollte.



Prof. Dr. Gerd Gigerenzer Prof. Dr. Gerd Gigerenzer
Gefühltes Wissen. Die Erforschung der Intuition

Sendezeit: So 16.02.2014, 08:00h
Erstausstrahlung: So 05.10.2008


Wir stellen uns Intelligenz als eine überlegte, bewusste Tätigkeit vor, die von den Gesetzen der Logik bestimmt wird. Doch ein Großteil unseres geistigen Lebens vollzieht sich unbewusst und beruht auf Prozessen, die nichts mit Logik zu tun haben. Anstatt alle Gründe gegeneinander abzuwägen, handeln wir spontan „aus dem Bauch heraus“. Im abendländischen Denken galt Intuition einst als die sicherste Form der Erkenntnis, während sie heute als fragwürdige und unzuverlässige Richtschnur des Handelns betrachtet wird. Sind bewusste Entscheidungen wirklich immer besser? Können wir jene Situationen angeben, in denen weniger Zeit und Nachdenken tatsächlich von Vorteil ist? Gerd Gigerenzer zeigt, dass Intuitionen alles andere als nur impulsive Launen des Geistes sind. Ihnen liegen vielmehr unbewusste Heuristiken zugrunde, die effektiv arbeiten, indem sie sich auf das Wesentliche konzentrieren und den Rest ignorieren. An der Intuition führt kein Weg vorbei – ohne sie brächten wir wenig zustande.



Prof. Dr. Peter Janich Prof. Dr. Peter Janich
Information. Von der Philosophie zur Politik

Sendezeit: So 23.02.2014, 08:00h


Von allen Wörtern, die aus der Wissenschaft kommend, Einzug in die Alltagssprache gehalten haben, dürfte das Wort „Information“ in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die erfolgreichste Karriere gemacht haben. Es ist zum Allerweltswort geworden, es findet sich in praktisch allen Wissenschaften, es benennt bedeutende Bereiche von Technik, Wirtschaft und Kultur, und es ist Gegenstand zahlreicher Theorien und Texte. Trotz dieser Geläufigkeit ist sowohl unser alltäglicher als auch unser wissenschaftlicher Sprachgebrauch zweideutig. Peter Janich bringt aus philosophischer Perspektive ein wenig gedankliche Ordnung ins Chaos.