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Referenten alphabetisch

September 2014

Prof. Dr. Wilhelm Schmid Prof. Dr. Wilhelm Schmid
Selbstgestaltung und Lebenskunst

Sendezeit: So 07.09.2014, 07:30h
Erstausstrahlung: So 26.01.2014


Die Einen trauen sich nichts zu, die Anderen übertreiben es mit ihrem Selbst. Dass wir uns selbst gestalten und mit uns selbst befreunden können, ist nicht für alle selbstverständlich. Diese Selbstbeziehung so zu gewinnen, dass nicht Selbstsucht daraus wird, ist die Aufgabe der Lebenskunst, um die sich der Berliner Philosoph Wilhelm Schmid bemüht. Er spricht in diesem Vortrag davon, wie ein Mensch sich festigen kann, wenn er sich zu verlieren droht. Eine gelingende Selbstbeziehung ist auch die Basis für alle Beziehungen zu Anderen, denn nur wer mit sich selbst gut zurechtkommt, kann sich auch Anderen zuwenden und für sie da sein. Wer sich um die Selbstgestaltung bemüht, begibt sich in jeder Hinsicht auf den Weg zur Fülle des Menschseins.



Prof. Dr. Jörn Leonhard Prof. Dr. Jörn Leonhard
August 1914: Ein globales Panorama

Sendezeit: So 14.09.2014, 07:30h
Erstausstrahlung: So 27.07.2014


Die Ereignisse des August 1914, die den Ersten Weltkrieg auslösten und am Ende nicht nur Europa, sondern die gesamte Weltordnung tiefgreifend erschütterten, werden gerne auf die suggestive Formel eines „Augusterlebnisses“ gebracht. Was aber war der August 1914, jene Phase zwischen der Abfolge der Kriegserklärungen und dem Ausbruch des realen Krieges in allen seinen entsetzlichen Dimensionen, mit Schlachtmeldungen und immer längeren Todeslisten, die alle Vorahnungen und Projektionen innerhalb kürzester Zeit entwerteten? Jörn Leonhard zeigt auf, was den August 1914 zu einer in dieser Form einmaligen historischen Verdichtung machte, und was die langfristigen Konsequenzen dieser Verdichtung waren.



Prof. Dr. Herfried Münkler Prof. Dr. Herfried Münkler
Der Große Krieg: Die Welt 1914 bis 1918

Sendezeit: So 21.09.2014, 07:30h
Erstausstrahlung: So 03.08.2014


Der Erste Weltkrieg fegte die alte Weltordnung hinweg und haftet seit vier Generationen als „Der große Krieg“ im Gedächtnis. Als er ausbrach, am 1. August 1914, bejubelten noch viele, dass nun die Waffen sprachen. Doch vier Jahre später, 1918, war jede Illusion verflogen. Der Krieg hatte mehr als 10 Millionen Tote gefordert. Er besiegelte das Ende der alten Imperien, weckte Revanchegelüste und brachte die USA und die Sowjetunion auf die Weltbühne. Die Ära der Ideologien und Diktaturen begann, die schließlich auch zum Zweiten Weltkrieg mit all seinen Verwerfungen führte. Herfried Münkler zeichnet in diesem Vortrag die großen Linien dieses epochalen Ereignisses. Denn: „Wenn wir den Ersten Weltkrieg nicht verstehen, wird uns das ganze 20. Jahrhundert ein Rätsel bleiben.“



Prof. Dr. Manfred Berg Prof. Dr. Manfred Berg
Die USA und der Erste Weltkrieg

Sendezeit: So 28.09.2014, 07:30h
Erstausstrahlung: So 10.08.2014


Als im August 1914 der Krieg in Europa ausbrach, rief US-Präsident Woodrow Wilson seine Landsleute zur Neutralität im Denken und im Handeln auf. Tatsächlich blieben die USA bis zum April 1917 neutral, dann aber zogen die Amerikaner unter dem Banner der Demokratie in den Krieg gegen das Deutsche Reich. Militärisch, wirtschaftlich und politisch sollte sich die amerikanische Intervention als entscheidend für den Ausgang des Krieges erweisen, doch wurden die Hoffnungen auf eine gemäß den Wilsonschen Prinzipien gestaltete neue Weltordnung enttäuscht. Manfred Berg beleuchtet in seinem Vortrag die Bedeutung der USA für den Verlauf des Ersten Weltkrieges und die Rückwirkungen des Krieges auf die amerikanische Gesellschaft.