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November 2014

Prof. Dr. Dieter Thomä Prof. Dr. Dieter Thomä
Sympathie und der „pursuit of happiness“

Sendezeit: So 02.11.2014, 07:30h


In der „Declaration of Independence“ hielten die amerikanischen Gründungsväter fest, was sie für notwendig erachteten, um aus Amerikas Bürgern mündige, freie und glückliche Menschen zu machen. Ein zentraler und berühmter Passus und Teil des amerikanischen Gründungsmythos ist der sogenannte „pursuit of happiness“, das verbriefte Recht jedes Einzelnen, nach persönlichem Glück zu streben. Dieter Thomä zeigt in seinem Vortrag jedoch, dass neben dem individuellen Streben nach maximalem Erfolg auch die Idee der Empathie in der Unabhängigkeitserklärung begründet liegt.



Prof. Dr. Georg Franck Prof. Dr. Georg Franck
Moralische Eleganz

Sendezeit: So 09.11.2014, 07:30h


Georg Franck entwickelte das Konzept der Aufmerksamkeitsökonomie. Demnach ist Aufmerksamkeit in unserer postmodernen Welt ein knappes Gut. Während der Zugang zu Informationen stetig wächst, muss der moderne Mensch immer stärker selektieren, was er aufnimmt und was nicht. Durch diese Entwicklung besteht die Gefahr, dass der Mensch Selektion rein nach den eigenen Werturteilen vornimmt und die Abhängigkeit vom Fühlen der Anderen dabei völlig ausblendet. Das Konzept der moralischen Eleganz strebt hier eine gesunde Balance an.



Prof. Dr. Alois Wierlacher Prof. Dr. Alois Wierlacher
Was ist Toleranz?

Sendezeit: So 16.11.2014, 07:30h
Erstausstrahlung: So 16.05.1993


Der Begriff der 'Toleranz' ist wie der Begriff des 'Fremden' ein Relationsbegriff, ein Verhaltensmuster und ein Beziehungsmodus. Er verdankt seine Geschichte und seine Wirkung dem Bemühen, Beziehungen unter Menschen zu gestalten und zwar auch unter solchen, die keine gemeinsamen Wertsysteme und keine gemeinsame Geschichte verbindet, und die insofern einander ‚fremd’ sind. Globalisierungs- und Migrationsprozesse erfordern Toleranz, weil sich die Menschen und differenten Kulturen, im Interesse ihrer Identitätswahrung immer nachdrücklicher auf ihre Eigenarten besinnen. Darum kommt es heute darauf an, den Toleranzbegriff neu zu festigen. Der erste Teil des Vortrags legt grundlegende Zusammenhänge dar, in die die Neufestigung einzubetten ist. Der zweite Teil stellt Toleranzbegriffe zusammen, die für die Statik und differenzierte Weiterentwicklung der vielfältigen Zivilgesellschaft unserer Zeit konstitutiv zu sein scheinen.



Dr. Michael Schmidt-Salomon Dr. Michael Schmidt-Salomon
Keine Macht den Doofen!

Sendezeit: So 23.11.2014, 07:30h


Finanzakrobaten, die mit Milliarden jonglieren, aber das kleine Einmaleins nicht beherrschen. Politiker, für die nur Wählerstimmen zählen, nicht aber Verantwortung und Argumente. Religiöse Fanatiker, die uns mit modernen Waffen ins Mittelalter zurückbomben wollen … „Die Dummheit ist die große Konstante der menschlichen Geschichte“ schreibt Michael-Schmidt-Salomon in seiner Streitschrift „Keine Macht den Doofen“. Auch sein gleichnamiger Vortrag ist eine amüsant-provokante Generalabrechnung mit dem Irrsinn, der in Politik, Wirtschaft, Religion und Gesellschaft vorherrscht.



Dr. Michael Schmidt-Salomon Dr. Michael Schmidt-Salomon
Hoffnung Mensch. Eine bessere Welt ist möglich

Sendezeit: So 30.11.2014, 07:30h


Ist dem Menschen tatsächlich nicht mehr zu helfen? Ist er nur ein „fataler Irrläufer der Natur“, um den es nicht schade wäre, wenn er von der Erde verschwinden würde? Nein, sagt Michael Schmidt-Salomon. Denn der Mensch ist auch das mitfühlendste, klügste, phantasiebegabteste und humorvollste Tier auf diesem Planeten. Dieser Vortrag nimmt die positiven Seiten und das Potential unserer Spezies in den Blick. Er will dazu ermuntern, den Glauben an die Menschheit nicht zu verlieren, sondern sich zu engagieren statt vor der Irrationalität der Welt zu kapitulieren.