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Referenten alphabetisch

Februar 2015

Prof. Dr. Matthias Bartelmann Prof. Dr. Matthias Bartelmann
Ein kühler Blick in die Frühgeschichte des Universums

Sendezeit: So 01.02.2015, 07:30h


Auf der Grundlage einer Vielzahl präziser Messungen ist es in den vergangenen etwa zehn Jahren möglich geworden, ein umfassendes Weltmodell zu konstruieren, in das sich so gut wie alle kosmologischen Beobachtungen einfügen lassen und das genaue Aussagen über das Universum als Ganzes erlaubt. Beobachtungen des kosmischen Mikrowellenhintergrunds, die in die Frühzeit des Universums zurückblicken, haben maßgeblich dazu beigetragen, zu diesen Schlussfolgerungen zu gelangen. Nach den bahnbrechenden Resultaten des WMAP-Satelliten wurden nun die Ergebnisse des Planck-Satelliten veröffentlicht, der die jüngsten, präzisesten Beobachtungen des kosmischen Mikrowellenhintergrunds durchgeführt hat. Matthias Bartelmann erläutert, was wir aus diesen Beobachtungen schließen können und was sie für unsere Vorstellung von der Entwicklung des Universums und seiner Strukturen bedeuten.



Prof. Dr. David Pilbeam Prof. Dr. David Pilbeam
A Half-Century of Thinking about Human Origins. Ein halbes Jahrhundert Forschung über den Ursprung des Menschen

Sendezeit: So 08.02.2015, 07:30h
Erstausstrahlung: So 19.12.2010


In den letzten fünfzig Jahren hat sowohl die Menge als auch die Qualität von Fossilienfunden sogenannter Hominiden enorm zugenommen. Moderne Technik erlaubt es heute außerdem, diese zeitlich viel exakter einzuordnen. Dies führte zu einer veränderten Interpretation und Rekonstruktion des Verhaltens unserer Vorfahren. Wo, wann, wie und warum hat sich die Stammlinie der Gattung Mensch von der eines affenähnlichen Vorfahren abgespalten? David Pilbeam erläutert die Fortschritte, die bei der Beantwortung dieser Fragen gemacht wurden, sowohl chronologisch als auch in Bezug auf seinen persönlichen wissenschaftlichen Werdegang.



Prof. Dr. Julia Fischer Prof. Dr. Julia Fischer
Über den Ursprung der menschlichen Sprache

Sendezeit: So 15.02.2015, 07:30h


Primaten sind für uns Menschen faszinierende Wesen, weil wir immer wieder fragen, wie viel Affe steckt in uns, wie viel Mensch im Affen. Das gilt besonders für das weite Feld der Kommunikation. Es gab immer wieder interessante Laborversuche, die deutlich machen, dass manche Primatenarten durchaus fähig sind, eine Symbolsprache in Ansätzen zu lernen, dass sie sich damit sogar verständigen können. Andererseits zeigen viele Beobachtungen im Freiland, dass die Kommunikation der Tiere schnell an ihre Grenzen kommt. Wie kommunizieren also bestimmte Affenarten? Wie komplex sind ihre "Sprachen" tatsächlich?



Prof. Dr. Hans-Henning Schröder Prof. Dr. Hans-Henning Schröder
„Ein Platz an der Sonne“. Russland als Großmacht in einer multipolaren Welt?

Sendezeit: So 22.02.2015, 07:30h


Das außenpolitische Denken der russischen Führung war im vergangenen Jahr vor allem auf zwei Ideen fixiert: auf Russlands Rolle als Großmacht und Vormacht im eurasischen Raum und auf die USA als notorischen Feind, der versucht, Russland zu schwächen und zurückzudrängen. Allerdings verfügt Russland mit seiner rohstoffabhängigen Wirtschaft und seinem geringen Innovationspotential nicht über die Ressourcen, um glaubhaft die Rolle einer Großmacht zu spielen. Das Integrationsprojekt der „Eurasischen Union“ dient deshalb auch dazu, sich des eigenen Großmachtstatus zu versichern. Durch diesen Anspruch gerät Russland nicht nur mit der Europäischen Union in Konflikt, die mit der östlichen Partnerschaft ihrerseits Integrationsangebote macht, es stößt auch auf Widerstand in den Nachbarstaaten Georgien, Ukraine und Moldau. Aus dieser Konstellation ist der Russland-Ukraine-Konflikt entstanden.