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Referenten alphabetisch

Juli 2015

Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin
Im Namen einer besseren Zukunft - Die Ethik der Verantwortung

Sendezeit: So 05.07.2015, 07:30h
Erstausstrahlung: So 09.10.2011


Wer ist verantwortlich? Diese Frage folgt auf jede Krise, jede Katastrophe, jeden Skandal. Gleichzeitig wird es in unserer komplexen, vernetzten Welt des Gewinnstrebens und der "Nach mir die Sintflut"-Mentalität immer schwieriger, Verantwortung konkret zu verorten. Umso notwendiger ist es, sich über das Wesen von Verantwortlichkeit und Verantwortung Gedanken zu machen. Julian Nida-Rümelin versucht in diesem Vortrag, einen Begriff zu klären, der in unserem Alltagsleben, aber auch im Recht, in der Ökonomie und in der Politik eine zentrale Rolle spielt. Dabei versteht er Verantwortung als Teil einer Trias: Vernunft - Freiheit - Verantwortung. Denn es zeichnet den Menschen aus, dass er sich bei seinen Handlungen von Gründen leiten lässt.



Prof. Dr. Hans-Ludwig Kröber Prof. Dr. Hans-Ludwig Kröber
Empathie-Mangel. Die endlich gefundene Ursache, warum der Mensch dem Menschen ein Wolf ist?

Sendezeit: So 12.07.2015, 07:30h


Von Straftätern und speziell sogenannten Psychopathen wird gern behauptet, sie hätten einen Empathie-Mangel. Doch wie erklären wir das enorme psychologische Einfühlungsvermögen so mancher Psychopathen, das sie zum Manipulieren anderer Menschen nutzen? Warum werden Autisten mit ihrer Unfähigkeit zur Einfühlung fast nie straffällig? Und was soll denn nun eigentlich trainiert werden in den Gefängnissen und forensisch-psychiatrischen Kliniken? Über die Somatisierung des Bösen spricht der forensische Psychiater Hans-Ludwig Kröber.



Prof. Dr. Hans-Henning Schröder Prof. Dr. Hans-Henning Schröder
„Ein Platz an der Sonne“. Russland als Großmacht in einer multipolaren Welt?

Sendezeit: So 19.07.2015, 07:30h
Erstausstrahlung: So 22.02.2015


Das außenpolitische Denken der russischen Führung war im vergangenen Jahr vor allem auf zwei Ideen fixiert: auf Russlands Rolle als Großmacht und Vormacht im eurasischen Raum und auf die USA als notorischen Feind, der versucht, Russland zu schwächen und zurückzudrängen. Allerdings verfügt Russland mit seiner rohstoffabhängigen Wirtschaft und seinem geringen Innovationspotential nicht über die Ressourcen, um glaubhaft die Rolle einer Großmacht zu spielen. Das Integrationsprojekt der „Eurasischen Union“ dient deshalb auch dazu, sich des eigenen Großmachtstatus zu versichern. Durch diesen Anspruch gerät Russland nicht nur mit der Europäischen Union in Konflikt, die mit der östlichen Partnerschaft ihrerseits Integrationsangebote macht, es stößt auch auf Widerstand in den Nachbarstaaten Georgien, Ukraine und Moldau. Aus dieser Konstellation ist der Russland-Ukraine-Konflikt entstanden.



Prof. Dr. Andreas Kappeler Prof. Dr. Andreas Kappeler
Die Geschichte der Ukraine. Konkurrierende Narrative der ukrainischen Geschichte

Sendezeit: So 26.07.2015, 07:30h
Erstausstrahlung: So 01.03.2015


Zur Geschichte jedes Landes gibt es unterschiedliche Erzählungen. Das gilt besonders für die Geschichte der Ukraine, die erst seit 23 Jahren ein unabhängiger Nationalstaat ist. Andreas Kappeler stellt in diesem Vortrag ukrainische, russisch/sowjetische, polnische und jüdische Narrative zu Schlüsselfragen der ukrainischen Geschichte vor und stellt sie in den aktuellen politischen Kontext. Diese Perspektiven tragen nicht nur zum Verständnis der ukrainischen Geschichte, sondern auch der ukrainischen Gegenwart bei. Heute stehen sich vornehmlich ukrainische und russisch/sowjetische Interpretationen gegenüber. Beide Seiten bedienen sich historischer Argumente, um ihre Politik zu rechtfertigen.