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September 2015

Dr. Rebekka Reinhard Dr. Rebekka Reinhard
Die Kunst des Irrens. Oder: Der Umweg ist das Ziel

Sendezeit: So 06.09.2015, 07:30h
Erstausstrahlung: So 07.12.2014


In unserer Zeit scheinen Perfektionismus, Ziel- und Lösungsorientierung der Weisheit letzter Schluss zu sein. Von klein auf werden wir auf Effizienz und Effektivität eingeschworen und systematisch darauf trainiert, Unwägbarkeiten auszuschalten. Die Ironie besteht darin, dass das völlig unmöglich ist - weil das Leben per Definition unwägbar und unkontrollierbar ist. Der homerische Held Odysseus erinnert uns daran, dass der Sinn des Lebens nicht darin liegt, zeitnah unsere Zielvorgaben zu erreichen, sondern darin, zu staunen und am Ende diese Welt ein wenig weiser zu verlassen, als wir sie betreten haben. Rebekka Reinhard plädiert in diesem Vortrag dafür, neugierig zu bleiben, sich auf Nicht-Alltägliches einzulassen und sich mit der eigenen Unvollkommenheit, vielleicht sogar mit dem Scheitern anzufreunden.



Prof. Dr. Lars P. Feld Prof. Dr. Lars P. Feld
Ach Europa! Der lange Weg zur Bewältigung der Eurokrise

Sendezeit: So 13.09.2015, 07:30h


Die Stabilisierung des Euro erscheint als unendliche Geschichte, besonders nachdem mit der Griechenland-Krise neue Unsicherheiten und Gefahren aufgetaucht sind. Die Krise wird zum Dauerzustand und euroskeptische Stimmen gewinnen an Zustimmung, nicht nur in Deutschland. Das Verhältnis zwischen den europäischen Staaten, zwischen ihren Regierungen und ihren Bevölkerungen leidet. Gleichwohl sind rein politisch motivierte Bekenntnisse zur gemeinsamen Währung gefährlich. Die jüngsten Entwicklungen machen vielmehr deutlich, dass die Fähigkeit und die Bereitschaft der europäischen Staaten, Fehlentwicklungen mit frischem Geld kurzfristig zu kaschieren, immer mehr an ihre Grenzen stoßen. Viele Menschen fragen sich vor diesem Hintergrund: Gibt es grundsätzliche Entscheidungen, die getroffen werden könnten, um die Dauerkrise wirksam zu beenden? In diesem Vortrag wird diskutiert, ob sich die ökonomischen Rahmenbedingungen, die Strukturen der Europäischen Währungsunion verändern müssten, um den Euro zu stabilisieren und langfristig erfolgreich und stabil zu halten.



 Rainer Trampert Rainer Trampert
Europa zwischen Weltmacht und Zerfall

Sendezeit: So 20.09.2015, 07:30h


Wird Europa zum Sanierungsfall während die halbe Menschheit sich auf dem Weg der größten Industriealisierung aller Zeiten befindet? Worauf steuern die Verschiebung der Produktion nach Asien, das Tauziehen um die Ukraine, die Stellvertreterkriege im Nahen Osten und in Afrika und andere geostrategische Brennpunkte zu? Anders als im 19. Jahrhundert driften Kapitalbewegung und Staatsidee heute auseinander. Das Kapital sprenge die Fesseln der europäischen Nationen und die Marktwirtschaft sei historisch überholt, meint Rainer Trampert. Er fragt nach einem neuen Bewusstsein für eine neue Gesellschaft.



PD Dr. Alexander Thiele PD Dr. Alexander Thiele
Staatsanleihenkäufe und Co. - Die EZB außer Rand und Band?

Sendezeit: So 27.09.2015, 07:30h


Was machen eigentlich Zentralbanken? Noch vor wenigen Jahren hätten allenfalls Spezialisten diese Frage beantworten können. Seit dem Ausbruch der Eurokrise ist das anders. Begriffe wie Offenmarktgeschäfte, Anleihekäufe, Geldmengenausweitung oder Quantitative Easing sind heute praktisch jedem Zeitungsleser ein Begriff. Aber durfte und darf die EZB eigentlich in dieser Form handeln? Hat sie nicht zumindest durch einige dieser Maßnahmen ihr Mandat verletzt und verbotene Staatsfinanzierung betrieben? Ihre Aufgabe ist es doch allein, für Preisstabilität zu sorgen. Und zuletzt: Warum spielt das Recht in der gesamten Diskussion überhaupt so eine prominente Rolle? Diesen und weiteren Fragen geht PD Dr. Alexander Thiele in seinem Vortrag nach.