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Juni 2016

Prof. Dr. Michael Meyen Prof. Dr. Michael Meyen
Sport ist … ein Medienereignis

Sendezeit: So 05.06.2016, 07:30h


Die Massenmedien, und hier vor allem das kommerzielle Fernsehen, haben den Spitzensport in Deutschland seit den 1980er Jahren stark verändert. Michael Meyens These lautet: Der Spitzensport als Teil des sozialen Funktionssystems Sport hat sich an die Handlungslogik des Mediensystems angepasst, um die Leistungen erbringen zu können, die vor allem im Wirtschafts- und im Politiksystem nachgefragt werden, und die dafür sorgen, dass es in Deutschland überhaupt Spitzensport gibt. Auf dem Volleyballfeld, im Modernen Fünfkampf oder auf dem Fußballplatz geht es immer noch um Sieg und Niederlage. Das ist der Code des sozialen Funktionssystems Sport. Aber wo und wann gespielt und gekämpft wird, nach welchen Regeln dies geschieht und wer mitmachen darf, das wird heute immer mehr nach den Erfordernissen der Medienwelt entschieden.



 Ulrike Spitz Ulrike Spitz
Sport ist … fairplay – oder auch nicht

Sendezeit: So 12.06.2016, 07:30h


Fairplay ist einer der Grundwerte des Sports und eine Voraussetzung für die herausragende Rolle, die er in der Gesellschaft innehat. Fairplay geht über die bloße Einhaltung der Regeln hinaus; es beinhaltet Chancengleichheit, Toleranz, den respektvollen Umgang mit dem Gegner sowie mit Sieg und Niederlage. Politiker und Sportfunktionäre werden nicht müde, den Wert des Fairplays für den Sport öffentlich zu propagieren. Aber wie sieht es in der Realität aus? Wird das hoch gelobte Fairplay auch gelebt – von Sportlern, aber auch von jenen, die gerne und oft darüber reden? Wir lesen in den Sportteilen der Zeitungen nicht nur über die schönen Seiten des Sports, sondern auch über Doping, Spielmanipulation, Gewalt oder Missbrauch von Schutzbefohlenen – wo bleibt da das Fairplay? Und was kann man tun, damit Fairplay nicht nur gepredigt, sondern auf und neben dem Platz auch umgesetzt wird?



Prof. Dr. Hannelore Schlaffer Prof. Dr. Hannelore Schlaffer
Vom Geist zum Körper. Die Geschichte des Alters

Sendezeit: So 19.06.2016, 07:30h
Erstausstrahlung: So 03.07.2005


Was ist Alter? Wann beginnt es? Ist man tatsächlich so alt wie man sich fühlt? Altern ist ein physischer Prozess, der seit jeher von einer Rede begeleitet wird, die diesen Vorgang interpretiert und modelliert. Dieser Altersdiskurs prägt die Darstellungen der Malerei und der Literatur und hat auch Einfluss auf die Gestaltung des Alters im wirklichen Leben. Hannelore Schlaffer beschreibt diesen Diskurs von der Antike bis heute und spannt dabei den Bogen von Cicero, Horaz und Goethe bis zu Jean Améry und Monika Maron. Dabei hat sich wahrscheinlich nur eines seit der Antike wenig verändert: die unterschiedliche Art, wie Männer und Frauen ihr Altern erleben.



Prof. Dr. Andreas Kruse Prof. Dr. Andreas Kruse
Gestaltungsmöglichkeiten im Alter

Sendezeit: So 26.06.2016, 07:30h


In diesem Vortrag wird der Altersprozess seiner körperlichen, seelischen, geistigen und sozialen Dimension untersucht. Andreas Kruse zeigt auf, dass sich der Alternsprozess mit sehr verschiedenartigen Entwicklungen beschreiben lässt, je nachdem, welche der genannten Dimensionen angesprochen ist. Von entscheidender Bedeutung für die Lebensqualität das Wohlbefinden, die Selbstverantwortung und Teilhabe im Alter sind Faktoren, wie Plastizität, Kompensation, Kreativität und Generativität, das heißt Weitergabe von Wissen sowie Bereitschaft, für andere Menschen zu sorgen. Es wird zudem dargelegt, wie wichtig der gesellschaftliche und kulturelle Umgang mit Fragen des Alterns für die subjektive, persönliche Einstellung gegenüber dem eigenen Älterwerden ist.