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September 2016

Prof. Dr. Christian Kreiß Prof. Dr. Christian Kreiß
Heute gekauft, morgen entsorgt. Geplanter Verschleiß als Teil unseres Wirtschaftssystems

Sendezeit: So 04.09.2016, 07:30h
Erstausstrahlung: So 08.11.2015


Ob Drucker, Fernseher oder Waschmaschine – nicht selten gehen Geräte kurz nach Ablauf der Garantie kaputt. Oft lohnt sich eine Reparatur nicht oder sie ist gar nicht erst möglich. Sorgen Hersteller kalkuliert und absichtlich dafür, dass die Lebenszeit ihrer Produkte begrenzt ist, damit wir Verbraucher mehr konsumieren? „Geplanter Verschleiß“ nennt sich ein Massenphänomen, das sinnlose Müllberge produziert und enorme Ressourcen verschlingt. Christian Kreiß setzt sich systematisch mit der geplanten Verringerung der Produktlebenszeit auseinander und beschreibt, wie große Konzerne weltweit mit dieser Absatzstrategie arbeiten. Er analysiert die fragwürdigen Methoden der Unternehmen, zeigt, wie die Werbung uns gezielt in die Irre führt und gibt Anregungen für eine neue Kultur der Nachhaltigkeit.



 Norbert Trenkle Norbert Trenkle
Die große Entwertung. Über die fundamentalen Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise

Sendezeit: So 11.09.2016, 07:30h
Erstausstrahlung: So 18.10.2015


Auch sieben Jahre nach dem Ausbruch der großen Wirtschafts- und Finanzkrise herrscht über deren Ursachen immer noch Unklarheit. Während zumeist die übertriebene Aufblähung von Kredit und Spekulation dafür verantwortlich gemacht wird, besteht die Politik der Krisenbekämpfung im Kern genau darin, durch eine gigantische Geldzufuhr die Finanzmärkte in noch größerem Ausmaß aufzupumpen. Dieses widersprüchliche Vorgehen entspringt einem Pragmatismus, der durchaus funktional ist. Denn die jahrzehntelange Aufblähung des Finanzüberbaus ist , so Norbert Trenkle, nicht die Ursache der wirtschaftlichen Verwerfungen, sondern stellt einen Mechanismus zur Aufschiebung einer viel grundlegenderen Strukturkrise da, die ihnen Ausgangspunkt bereits in den 1970er Jahren hat. Die Akkumulation von Kapital beruht seitdem auf einem Vorgriff auf zukünftigen Wert. Doch dieser Vorgriff auf die Zukunft stößt zunehmend an seine Grenzen. Der nächste Kriseneinbruch zeichnet sich daher bereits am Horizont ab.



 Jürgen Kaube Jürgen Kaube
Im Reformhaus. Zur Krise des Bildungssystems

Sendezeit: So 18.09.2016, 07:30h


Das deutsche Bildungssystem glänzt durch Kurzatmigkeit und Reformeifer. Kaum ein Jahr vergeht, ohne dass die Kultusministerien neue Richtlinien und Erlässe verabschieden. Gleichbehandlung ist das Zauberwort, die Folgen ihrer Verwirklichung bleiben unreflektiert. Für die meisten Politiker sind Bildungsfragen in erster Linie Fragen des Erhalts von Arbeitsplätzen. Schüler und Studenten sehen in ihrem Bildungsweg zunehmend nur den instrumentellen Sinn, Zertifikate zu erlangen. Als der Begriff „Bildung“ im achtzehnten Jahrhundert aufkam, ging es um Erziehung zur Individualität. Der Unterricht sollte es dem Schüler ermöglichen, herauszufinden, was alles in ihm steckt. Alles – das heißt eine ganze Welt, nicht nur eine Berufskarriere.



Prof. Dr. Gunter Dueck Prof. Dr. Gunter Dueck
Bildung der Zukunft oder Kopfreform?

Sendezeit: So 25.09.2016, 07:30h


Immer mehr Wissen und Kompetenz wandert in automatisierte Systeme. Damit ändern sich die Anforderungen in einer gleichzeitig immer komplexeren Arbeitswelt. Reines Fachwissen verliert an Bedeutung, Anpassung an sich stetig wandelnde Prozesse, Offenheit und Neugier werden immer wichtiger. Gunter Dueck beschreibt in diesem Vortrag anhand vieler Beispiele welche Kompetenzen in der Arbeitswelt von morgen gefragt sind.