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Referenten alphabetisch

November 2016

Prof. Dr. (Bischof i. R.) Wolfgang Huber Prof. Dr. (Bischof i. R.) Wolfgang Huber
Reformation und Demokratie. Ein spannendes Verhältnis

Sendezeit: So 06.11.2016, 07:30h


Das Reformationsjubiläum steht vor der Tür. Es bringt die Frage mit sich, was den Kern der Reformation ausmacht und was dieser Kern für das Zusammenleben in Familie und Kirche, in Wirtschaft, Gesellschaft und Staat bedeutet. Die Anhänger und Befürworter der Reformation möchten dabei gerne die Gewissheit haben, dass die Reformation alle wichtigen Errungenschaften, die unser heutiges Leben prägen und uns hoffentlich vor Irrwegen sichern, hervorgebracht und gefördert hat. Die kulturprägende Bedeutung der Reformation ist in aller Munde. Aber diese kulturprägende Bedeutung versteht man nur richtig, wenn man sich eben auf den Kern der Reformation besinnt. Wolfgang Huber fragt in diesem Vortrag nach diesem Kern der Reformation. Er beleuchtet das Verhältnis von Reformation und Demokratie, und er wirft einen Blick auf die Aufgaben, denen sich die Evangelische Kirche heute stellen muss.



Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf
Das protestantische Christentum

Sendezeit: So 13.11.2016, 07:30h
Erstausstrahlung: So 15.10.2006


Der Protestantismus entstand aus dem Protest eines einzelnen Theologieprofessors gegen eine Kirche, die in seinen Augen das Christentum pervertiert hatte und die Frommen in repressiver Abhängigkeit hielt. Luther betonte die "Freiheit eines Christenmenschen" und sah im "weltlichen Beruf", in der alltäglichen sorgfältigen Erfüllung der jeweiligen Pflichten, den eigentlichen, wahren Gottesdienst des Christen. Friedrich Wilhelm Graf beschreibt in diesem Vortrag protestantische Lebenswelten als institutionenkritische, modernitätsoffene Formen des Christentums.



Prof. Dr. Rolf Schieder Prof. Dr. Rolf Schieder
Die Zukunft der Religion

Sendezeit: So 20.11.2016, 07:30h
Erstausstrahlung: So 26.05.2013


Die Frage nach der Zukunft der Religion ist wieder offen. Nachdem in den siebziger Jahren das baldige Ende der Religion als Folge von Modernisierungsprozessen vorhergesagt wurde, zeigt sich, dass die Religionen durchaus in der Lage sind, sich selbst zu modernisieren. Unter Mitgliederverlusten haben vor allem die Religionsgemeinschaften zu leiden, die den wachsenden Bedürfnissen nach der Pflege eines eigenen, selbst gewählten Glaubens nicht mehr gerecht werden. In einer Welt, in der die Gefahr der Exklusion steigt, wachsen die Gemeinden, die Inklusion pflegen, leben und fördern. Die Kirchen in Europa, die davon leben, dass Kirchenzugehörigkeit sozusagen geerbt wird, stehen, so Rolf Schieder, vor schmerzhaften Anpassungsprozessen.



Prof. Dr. Jürgen Wertheimer Prof. Dr. Jürgen Wertheimer
Grenzen

Sendezeit: So 27.11.2016, 07:30h


„Ohne Grenzen gibt es kein Miteinander, ohne Differenz keine Erkenntnis: Wer als Mensch wissen will, wer er ist, muss wissen, von wem er sich unterscheidet“, schreibt Konrad Paul Liessmann in seinem Essay „Lob der Grenze“. Im Windschatten der Globalisierung hat sich unser Blick auf die Welt verändert. Neue Räume tun sich auf, Verbindungs- und Vernetzungswege treten ins Zentrum. Räumliche, aber auch gedankliche Grenzlinien, die seit Jahrhunderten als unberührbar galten, werden überschritten. Gleichzeitig werden andere Grenzen neu gezogen und zum Teil vehement verteidigt. Und in Zeiten von Migration und Flüchtlingswellen scheinen Mauern und Zäune noch immer die Ultima Ratio zu sein. Jürgen Wertheimer lotet in diesem Vortrag anhand verschiedener Texte von Kafka über Joseph Roth bis Herta Müller das Prinzip „Grenze“ aus.