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November 2017

Prof. Dr. Heinz Bude Prof. Dr. Heinz Bude
Soziale Ungleichheiten in der Zukunft

Sendezeit: So 05.11.2017, 07:30h


Eine tiefe Spaltung zieht sich durch unsere Gesellschaft. Müssen wir uns vom Traum einer gerechten Gesellschaft verabschieden? Immer mehr Menschen sind von den Segnungen des Wohlstands ausgeschlossen und haben keine Hoffnung mehr, dass sich daran etwas ändert. Lebensläufe, die man für solide hielt, geraten ins Schlingern, weil Arbeitsplätze, die man sicher glaubte, wegbrechen. Ungelernte Aushilfskräfte kann es genauso treffen wie hochqualifizierte Wissenschaftler. Heinz Bude entwirft in diesem Vortrag ein Bild der zerklüfteten Verhältnisse, die in Zukunft immer stärker unsere Gesellschaft prägen werden.



Prof. Dr. Oliver Nachtwey Prof. Dr. Oliver Nachtwey
Die Abstiegsgesellschaft. Wieso der soziale Fahrstuhl stecken bleibt

Sendezeit: So 12.11.2017, 07:30h


Seit dem Wirtschaftswunder gilt Deutschland als eines der Länder, in denen Armut nur eine marginale Rolle spielte. Angesichts der Euphorie über »die neue Vollbeschäftigung«, wie sie in Büchern und Tageszeitungen verkündet wird, übersieht man allerdings leicht, wie groß die soziale Ungleichheit hierzulande geworden, wie der Niedriglohnsektor gewachsen ist und die Prekarität zugenommen hat. Unter der Oberfläche einer scheinbar stabilen Gesellschaft erodieren seit Langem die Pfeiler der sozialen Integration, mehren sich Abstürze und Abstiege. In diesem Vortrag geht es am Beispiel der deutschen Entwicklung um einen fundamentalen gesellschaftlichen Wandel, der sich in den meisten westlichen kapitalistischen Staaten vollzieht. Aus der Gesellschaft des Aufstiegs und der sozialen Integration ist, so Oliver Nachtwey, eine Gesellschaft des sozialen Abstiegs, der Prekarität und Polarisierung geworden.



 Hans-Jürgen Jakobs Hans-Jürgen Jakobs
Wem gehört die Welt? Die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus

Sendezeit: So 19.11.2017, 07:30h


Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit haben sich Finanzfirmen eine dominante Stellung in der globalen Wirtschaft erarbeitet. Sie treffen dort auf das geballte Kapital von Staaten wie China, von arabischen Fürstentümern und russischen Oligarchen sowie auf die Milliarden von Pensionsfonds und großen Familienunternehmer-Dynastien, denen es um neue Produkte und neue Märkte geht. In diesem über Finanzmärkte gesteuerten Neokapitalismus findet weltweit eine Umverteilung von unten nach oben statt - zu denen, die diesen schrankenlosen Finanzkapitalismus beherrschen. Wer sind die Protagonisten dieser Auseinandersetzung um Märkte, Rohstoffe und Firmen? Und welche Ziele verfolgen sie?



Prof. Dr. Ludger Lütkehaus Prof. Dr. Ludger Lütkehaus
Der Fluch des Zuviel. Vom Elend der Überproduktionsgesellschaft

Sendezeit: So 26.11.2017, 07:30h
Erstausstrahlung: So 13.12.2015


Die alte Ökonomie der Knappheit, auch die von Karl Marx, war noch auf die Entfesselung der Produktivkräfte zur Amortisierung des Kapitals ausgerichtet. Heute indessen, auf dem Boden einer Überproduktionsgesellschaft, die mit dem Fluch des Zuviel geschlagen ist, kommt es auf Produktvernichtung an. Auf Produktveralterung durch „Fortschritt“, auf den Todestrieb der Produkte, die Ablösung der Gebrauchs- durch Verbrauchsgüter. Und auf die Werbung als Aura und Apotheose des Nichtigen.