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September 2018

Dr. Guido Steinberg Dr. Guido Steinberg
Islamistischer Terror in Deutschland

Sendezeit: So 02.09.2018, 07:30h
Erstausstrahlung: So 04.03.2018


Im Jahr 2016 erlebte Deutschland, wie sich die Sicherheitslage dramatisch verschlechterte. Islamistische Terroristen verübten fünf Anschläge, und die deutschen Sicherheitsbehörden vereitelten bis zu sieben weitere. Seinen traurigen Höhepunkt erreichte diese Terrorwelle im Dezember 2016, als der Tunesier Anis Amri einen Lastwagen in einen Berliner Weihnachtsmarkt steuerte und zwölf Menschen tötete. Guido Steinberg sucht in diesem Vortrag nach den Ursachen der Eskalation der Gewalt. Nach einem Überblick über die Geschichte der Organisation Islamischer Staat beschreibt er die Entwicklung der deutschen jihadistischen Szene, die seit 2012 in nie gekanntem Tempo gewachsen ist. Seine Spurensuche geht zurück auf die Unruhen des arabischen Frühlings 2011 und die Schwächung zahlreicher Staaten dort. Er erläutert die Bedeutung der darauf folgenden Flüchtlingswelle für die Sicherheitslage in Deutschland. Kritische Worte findet er vor allem für die Reaktionen der deutschen Politik. Sein Ausblick in die Zukunft gibt zu denken …



 Sascha Adamek Sascha Adamek
Scharia-Kapitalismus

Sendezeit: So 09.09.2018, 07:30h
Erstausstrahlung: So 11.03.2018


Der radikale Islamismus sieht sich als Todfeind des Westens und seiner Lebensweise. Dennoch betreibt Deutschland jährlich Handel im Wert von 58 Milliarden Euro mit Staaten, deren Rechtssystem überwiegend auf der Scharia beruht. Sascha Adamek zeigt in diesem Vortrag die Verbindungen auf, die Konzerne, Banken und Politik mit dem gewaltbereiten Islamismus unterhalten. Sein erschreckendes Fazit: Den Kampf gegen unsere Freiheit finanzieren wir selbst mit!



Dr. Christian Pantle Dr. Christian Pantle
Der Dreißigjährige Krieg. Als Deutschland in Flammen stand

Sendezeit: So 16.09.2018, 07:30h


Am 23. Mai 1618 stiegen böhmische Adlige die Stufen zum Kanzleisaal der Prager Königsburg empor und stießen zwei Statthalter des Kaisers und deren Sekretär aus dem Fenster – und damit Mitteleuropa in den Abgrund. Denn der Aufstand eskalierte zu einem der schrecklichsten Kriege der Weltgeschichte. Christian Pantle beschreibt die verhängnisvolle Ereigniskette und den verheerenden Kriegsverlauf in einer von Machtkämpfen und Religionskriegen zerrissenen Welt. Er verknüpft diese Erzählung mit Zeitzeugenberichten und öffnet damit anschaulich den Blick auf das Leben vor 400 Jahren und den Dreißigjährigen Krieg von unten. Er erzählt vom blutigen Leben der Soldaten auf dem Schlachtfeld und von den Zivilisten in den verwüsteten Dörfern und Städten. Er lässt den Söldner Peter Hagendorf zu Wort kommen, der 23 Kriegsjahre von einem Kampfschauplatz zum nächsten marschierte. Und er schildert die Verzweiflung des Mönchs Maurus Friesenegger über die Zerstörungen rings um das Kloster Andechs.



Jun. Prof. Dr. Nicolas Detering Jun. Prof. Dr. Nicolas Detering
Europavisionen im Dreißigjährigen Krieg

Sendezeit: So 23.09.2018, 07:30h


Der Dreißigjährige Krieg zog fast den ganzen Kontinent in seinen Sog, und auf eigentümliche Weise beförderte er damit ein europäisches Gemeinschaftsgefühl. Die ständige Berichterstattung über den Krieg sorgte dafür, dass ‚Europa‘ über Jahrzehnte in aller Munde war und weckte ein neues Gefühl der europäischen Zeitgenossenschaft. In der Publizistik der Zeit kritisierte man die wankelmütigen Bündnisse der Fürsten, personifizierte Europa als klagende Jungfrau und entwarf mit poetischen Mitteln Vorschläge zum friedlichen Zusammenschluss der europäischen Länder. Damit formierte sich im 17. Jahrhundert ein Wechselspiel aus kritischer Zeitdiagnose und europäischem Vereinigungswunsch, das überraschend aktuell erscheint.



Prof. Dr. Dieter Martin Prof. Dr. Dieter Martin
Kriegserzählungen in Grimmelshausens Simplicianischen Schriften

Sendezeit: So 30.09.2018, 07:30h


Grimmelshausen (1621–1676) war ein Kind des Dreißigjährigen Krieges. Die Erzählungen vom Krieg, die er den Hauptfiguren seiner Romane ›Simplicissimus Teutsch‹, ›Courasche‹ und ›Springinsfeld‹ in den Mund legt, gelten seit jeher als besonders authentisch. Doch wie gelingt es Grimmelshausen, bei seinen Lesern den Eindruck einer lebensechten Wiedergabe von Kriegserlebnissen zu erzeugen? Um die rhetorische Wirkungsmacht seiner Kriegserzählungen zu bestimmen, werden Schlachtbeschreibungen, Darstellungen kriegerischer Gräuel und schwankhafte Episoden untersucht. So zeigt sich: Grimmelshausen nimmt mit hoher literarischer Kunst verschiedene Perspektiven ein, er erzählt anschaulich, eindringlich und unterhaltsam, zugleich aber ethisch engagiert, indem er zeigt, wie das ›erschreckliche und grausame Monstrum‹ des Krieges den Menschen in eine ›verkehrte Welt‹ versetzt.