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Referenten alphabetisch

November 2018

Prof. Dr. Rudolf Stichweh Prof. Dr. Rudolf Stichweh
Kapitalismus und Exklusion

Sendezeit: So 04.11.2018, 07:30h
Erstausstrahlung: So 23.09.2007


Armut, Langzeitarbeitslosigkeit, Isolation - allen Versprechungen der Verfassungen und aller Sozialarbeit zum Trotz fallen immer mehr Menschen durch alle Netze hindurch. Sie sind aus den sozialen Systemen der Gesellschaft ausgeschlossen. Rudolf Stichweh beschreibt die Entstehung und Entwicklung sozialer Ungleichheiten und untersucht die Einbeziehung bzw. Ausgrenzung von Personen in die globalisierten Funktionssysteme der modernen Gesellschaft.



Prof. Dr. Heinz Bude Prof. Dr. Heinz Bude
Soziale Ungleichheiten in der Zukunft

Sendezeit: So 11.11.2018, 07:30h
Erstausstrahlung: So 05.11.2017


Eine tiefe Spaltung zieht sich durch unsere Gesellschaft. Müssen wir uns vom Traum einer gerechten Gesellschaft verabschieden? Immer mehr Menschen sind von den Segnungen des Wohlstands ausgeschlossen und haben keine Hoffnung mehr, dass sich daran etwas ändert. Lebensläufe, die man für solide hielt, geraten ins Schlingern, weil Arbeitsplätze, die man sicher glaubte, wegbrechen. Ungelernte Aushilfskräfte kann es genauso treffen wie hochqualifizierte Wissenschaftler. Heinz Bude entwirft in diesem Vortrag ein Bild der zerklüfteten Verhältnisse, die in Zukunft immer stärker unsere Gesellschaft prägen werden.



Prof. Dr. Oliver Nachtwey Prof. Dr. Oliver Nachtwey
Die Abstiegsgesellschaft. Wieso der soziale Fahrstuhl stecken bleibt

Sendezeit: So 18.11.2018, 07:30h
Erstausstrahlung: So 12.11.2017


Seit dem Wirtschaftswunder gilt Deutschland als eines der Länder, in denen Armut nur eine marginale Rolle spielte. Angesichts der Euphorie über »die neue Vollbeschäftigung«, wie sie in Büchern und Tageszeitungen verkündet wird, übersieht man allerdings leicht, wie groß die soziale Ungleichheit hierzulande geworden ist, wie der Niedriglohnsektor gewachsen ist und die Prekarität zugenommen hat. Unter der Oberfläche einer scheinbar stabilen Gesellschaft erodieren seit Langem die Pfeiler der sozialen Integration, mehren sich Abstürze und Abstiege. In diesem Vortrag geht es am Beispiel der deutschen Entwicklung um einen fundamentalen gesellschaftlichen Wandel, der sich in den meisten westlichen kapitalistischen Staaten vollzieht. Aus der Gesellschaft des Aufstiegs und der sozialen Integration ist, so Oliver Nachtwey, eine Gesellschaft des sozialen Abstiegs, der Prekarität und Polarisierung geworden.



Prof. Dr. Tim Engartner Prof. Dr. Tim Engartner
Staat im Ausverkauf. Privatisierung in Deutschland

Sendezeit: So 25.11.2018, 07:30h


Marode Schulen und Krankenhäuser, explodierende Mieten in städtischen Zentren, steigende Preise für Wasser, Gas und Strom, geschlossene Filialen der Deutschen Post, »Verzögerungen im Betriebsablauf« bei der Deutschen Bahn. Mit dem Argument, dass Privatisierungen Dienstleistungen besser, billiger und bürgernäher machen, schüttelt der Staat immer mehr öffentliche Aufgaben ab. Unternehmen wie die Deutsche Bundespost, die Deutsche Bundesbahn, die Deutsche Lufthansa, die Gesellschaft für Nebenbetriebe der Bundesautobahn (nunmehr Tank und Rast GmbH) - sie alle wurden privatisiert. Dabei kann von der in Aussicht gestellten Entlastung der öffentlichen Haushalte keine Rede sein, jedenfalls dann nicht, wenn man die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung betrachtet. Anhand besonders eindrücklicher Beispiele analysiert Tim Engartner die Privatisierungen in Deutschland und macht deutlich: Diese Politik, die von allen regierenden Parteien betrieben wurde und immer noch wird, ist nicht alternativlos!