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Dezember 2018

Prof. Dr. Rainer Mausfeld Prof. Dr. Rainer Mausfeld
Elitendemokratie und Meinungsmanagement. Hat sich die Vorstellung vom "mündigen Bürger" überlebt?

Sendezeit: So 02.12.2018, 07:30h


Die Idee der Demokratie entsprang aus der Bemühung, eine gesellschaftliche Organisationsform zu finden, die am ehesten einen inneren (und äußeren) Frieden gewährleistet. Demokratie beruht auf der Idee, dass die Bürger zur politischen Selbstbestimmung befähigt sind. Inzwischen ist die Komplexität moderner Gesellschaften so groß geworden, dass kein Einzelner sie mehr zu erfassen vermag. Hat sich damit das demokratische Leitideal überlebt? Rainer Mausfeld erörtert diese Frage anhand der Kontroverse zwischen Walter Lippmann und John Dewey, zwei der bedeutendsten politischen Intellektuellen des vergangenen Jahrhunderts. Lippmann hielt die Idee des mündigen Bürgers‘ für eine Fiktion und plädierte für eine von Experten gelenkte Elitendemokratie. Dewey hingegen band die Frage der politischen Mündigkeit an die Voraussetzung eines freien und unverzerrten öffentlichen Debattenraumes. Diese Kontroverse ist auch für ein Verständnis der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen erhellend.



Prof. Dr. Michael Wink Prof. Dr. Michael Wink
Aggressives Verhalten in der Natur

Sendezeit: So 09.12.2018, 07:30h


Woher kommt Gewalt? Sind Menschen von Natur aus gewalttätig oder sind sie von Natur aus eher friedlich? In diesem Vortrag wird zunächst eine Einführung und ein Überblick über Aggression und Gewalt im Tierreich gegeben. Daraus wird sich ableiten, dass auch Homo sapiens als Teil des Tierreichs zu betrachten ist. Aus evolutionärer Perspektive stammen wir Menschen aus einer Entwicklungslinie, in der es besonders viel Gewalt gab. Von Natur aus hatte Homo sapiens also eine ausgeprägte Prädisposition zur Gewalt. Dennoch zeigen alle Statistiken einen deutlichen Rückgang an tödlicher Gewalt in modernen Zivilisationen. Neben kulturellen Einflüssen könnte eine Selektion von eher friedfertigen und kooperativen Männern durch die Auswahl der Frauen stattgefunden haben.