
Reformperspektive Bürgergesellschaft.
Ein neues Verständnis von Wohlfahrt und Wohlstand
Dr. Warnfried Dettling
Sendezeit: So. 27.01.2002, 9.15h
Gegenwärtig wird viel von der 'Bürgergesellschaft' gesprochen. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder macht sich in der 'Neuen Gesellschaft', dem theoretischen Organ der SPD, Gedanken über die Perspektiven der 'zivilen Bürgergesellschaft'. Die Botschaft ist klar: Wir dürfen nicht mehr alles Heil vom Wohlfahrtsstaat erwarten; der Sozialstaat muss reformiert werden, um den Aufgaben der Zukunft gewachsen zu sein. Leere öffentliche Kassen und gesellschaftlicher Wandel bringen neue Fragen aus der Mitte der Gesellschaft hervor, für die die alten Antworten nicht mehr hinreichen. Dr. Warnfried Dettling, ehemals CDU-Planungschef, lebt als freier Publizist in Berlin. Lehraufträge für Politikwissenschaft und Politische Psychologie an den Universitäten Regensburg, Zürich und Innsbruck.
Warnfried Dettling, geboren 1943 in Kuppenheim, studierte Soziologie und Politikwissenschaft, Philosophie und Klassische Philologie in Würzburg, Freiburg i.Br. und London. Von 1973 bis 1983 war er Leiter der Planungsgruppe, später auch der Hauptabteilung Politik in der CDU-Bundesgeschäftsstelle. Bis Mitte 1991 war er Ministerialdirektor im Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit: Lehraufträge für Politikwissenschaft und Politische Psychologie an den Universitäten Regensburg, Zürich und Innsbruck. Warnfried Dettling lebt und arbeitet als freier Publizist (u.a. für DIE ZEIT) in Berlin und im Waldviertel (Niederösterreich). Dr. Warnfried Dettling gehört zu den frühen und einflussreichen Vertretern und Theoretikern der Bürgergesellschaft in Deutschland. In Büchern, Artikeln und Vorträgen hat er für diese Idee geworben, lange bevor die Bürgergesellschaft in Kanzlerreden und Parteiprogrammen Karriere machte.