
Tradition und Effizienz in Föderalstrukturen:
Das Beispiel Schweiz
Prof. Dr. Dietmar Braun
Sendezeit: So. 24.03.2002, 9.15h
In der aktuellen Debatte um den Wettbewerbsföderalismus in Deutschland lohnt es sich, einen Blick in die Schweiz zu werfen. Dort werden seit langem kooperative Elemente und Konkurrenz miteinander verbunden. Der Schweizer Föderalismus weist einige Unterschiede zur Bundesrepublik auf, zeigt aber auch Gemeinsamkeiten, besonders in Bezug auf die Verflechtung von Staatsaufgaben. Professor Dr. Dietmar Braun lehrt Politikwissenschaft am Institut d'Etudes Politiques et Internationales der Universität Lausanne und ist spezialisiert auf vergleichende Föderalismusforschung.
Dietmar Braun absolvierte das Studium der Politikwissenschaft an der Universität Amsterdam in den Niederlanden. 1988 erlangte er den Doktortitel mit einer Arbeit zur Arbeitsmarktpolitik in den Niederlanden in vergleichender Perspektive. Von 1989 bis 1991 war er als Forscher am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln beschäftigt, bevor er eine Habilitandenstelle am Institut für Politische Wissenschaft an der Universität Heidelberg antrat. 1996 erfolgte die Habilitation zum Thema "Politische Steuerung der Wissenschaft". Im selben Jahr wurde er Professor für Politikwissenschaft am Institut d'Etudes Politiques et Internationales der Universität Lausanne in der Schweiz. Seine heutigen Forschungsschwerpunkte sind die vergleichende Föderalismusforschung, Themen der Forschungspolitik sowie die moderne politische Theorie. Er ist außerdem Herausgeberder Schweizerischen Zeitschrift für Politikwissenschaft.