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"Europäische Föderation" als Leitbild für die Europäische Union?

Prof. Dr. Rudolf Hrbek
Sendezeit: So. 07.04.2002, 9.15h

Zum Vortrag

Dass der Begriff "Föderation" nach wie vor klärungsbedürftig ist, zeigte sich nach einer Äußerung von Bundesaußenminister Joschka Fischer, die Europäische Union solle längerfristig in eine "Europäische Föderation" umgewandelt werden. Der Vortrag erinnert daran, dass schon in der Frühphase der Europäischen Integration - Ende des 2. Weltkriegs - ein solches Ziel formuliert worden ist und setzt sich dann mit den verschiedenen Reaktionen auf die Forderung Joschka Fischers auseinander. Professor Dr. Rudolf Hrbek lehrt Politikwissenschaft an der Universität Tübingen. Er lehrt außerdem regelmäßig am Europa-Kolleg in Brügge und ist Vorsitzender des Arbeitskreises Europäische Integration.

Zur Person

Professor Dr. Rudolf Hrbek, geboren 1938, hat seit 1976 einen Lehrstuhl für Politikwissenschaft an der Universität Tübingen inne. Seit 1980 lehrt er regelmäßig am Europa-Kolleg in Brügge; Gastprofessuren führten in u.a. an Universitäten in den USA, Thailand und in Italien. An der Universität Tübingen war von 1990 bis 1995 Sprecher des Graduiertenkollegs "Europäische Integration", seit 1993 ist er Sprecher des Europäischen Zentrums für Föderalismus-Forschung und seit dem Jahr 2000 leitet er den Postgraduiertenstudiengang "Master of European Studies". Zu seinen Funktionen in der akademischen Selbstverwaltung an der Universität Tübingen gehörten das Amt des Vizepräsidenten der Universität, des Dekans der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften sowie des Geschäftsführenden Direktors des Instituts für Politikwissenschaft. Er ist Mitherausgeber der Schriftenreihe "Integration Europas und Ordnung der Weltwirtschaft", der Schriftenreihe des Europäischen Zentrums für Föderalismus-Forschung und er gehört dem Redaktionskollegium der Zeitschrift "Integration" seit seiner Gründung 1978 an. Seit vielen Jahren leitet er die Auswahlkommission für die deutschen Studierenden und Stipendiaten am Europa-Kolleg in Brügge und Natolin. Seit 1991 ist er Vorsitzender des Vorstands des Arbeitskreis Europäische Integration; der europäischen Dachorganisation (European Community Studies Association, ECSA-Europa) stand er von 1998 bis 2000 vor. Schließlich ist er seit vielen Jahren dem Institut für Europäische Politik (Berlin) als Mitglied des Wissenschaftlichen Direktoriums und der Versammlung der Kuratoren verbunden.

Ausgewählte Buchveröffentlichungen