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Die Machbarkeit des Menschen.
Ethische Probleme in den Grenzbereichen der modernen Medizin

Prof. Dr. Ludwig Siep
Sendezeit: So. 27.4.2003, 8.30h

Zum Vortrag

Die philosophische Ethik der Moderne ist durch den Versuch geprägt, den wissenschaftlichen Fortschritt mit den Rechten und dem Wohl der Menschen zu vereinbaren. Was der Mensch machen kann, soll ihn fördern, muss aber auch verantwortet werden angesichts der Folgen und der Prinzipien richtigen Handelns. In der modernen Medizin hat das technische Können sprunghafte Fortschritte gemacht. Den letzten qualitativen Sprung stellt die Heilung des menschlichen Körpers durch den Ersatz oder die bio- und gentechnische „Reparatur“ ausgefallener bzw. abgestorbener Organe und Gewebe dar. Professor Dr. Ludwig Siep ist Direktor des Philosophischen Seminars der Universität Münster.

Zur Person

Ludwig Siep, geboren 1942, studierte Philosophie, Germanistik, Geschichte und politische Wissenschaft an den Universitäten Köln und Freiburg. 1969 Promotion zum Dr. phil. in Freiburg, 1969-1978 wiss. Assistent am Philosophischen Seminar der Universität Freiburg. 1976 Habilitation im Fach Philosophie in Freiburg. 1976 Gastdozent an der Princeton University (USA). 1979-1986 o. Prof. an der Universität-Gesamthochschule Duisburg. 1986 Gastprofessor an der Emory University (Atlanta/USA). Seit 1986 o. Professor und Direktor des Philosophischen Seminars der Universität Münster. 1988-1992 Fachgutachter der DFG für Geschichte der Philosophie. 1994 Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut des Landes NRW in Essen. 1998 Ernst-Bloch-Stiftungsprofessur an der Universität Tübingen.

Mitgliedschaften: Ord. Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften (seit 1993) Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (seit 2002). Mitglied der Zentralen Ethik-Kommission bei der Bundesärztekammer (seit 1995). Mitglied des Ethik-Beirates des Bundesministeriums für Gesundheit (1999-2002). Mitglied des Vorstandes der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland (seit 1996). Mitglied des Direktoriums des deutschen Referenzzentrums für Bioethik in Bonn (seit 1998). Mitglied des Direktoriums des Instituts für Wissenschaft und Ethik in Bonn (seit 1996). Mitglied der Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der Universität Münster und der Ärztekammer Westfalen-Lippe (seit 1986). Stellvertretender Sprecher des SFB 496 "Symbolische Kommunikation und soziale Wertesysteme" an der Universität Münster (seit 2000). Geschäftsführender Direktor der Forschungsstelle Bioethik der Universität Münster (seit 2000).

Ausgewählte Buchveröffentlichungen