Weiterführende Informationen zur Sendung

Botanische Gärten der Renaissancezeit
Prof. Dr. Dietrich von Engelhardt
Sendezeit: So. 22.06.2003, 8.30h
Zum Vortrag
Gärten sind Orte des Lebens und der Wissenschaft, in ihnen erfährt der Mensch die Natur und sich selbst, sie geben Nutzen, schenken Schönheit und bieten Erkenntnis. Schon in der Antike und im Mittelalter pflegte man, auch zu medizinischen Zwecken, Gärten. Die eigentliche Geschichte des botanischen Gartens als eines Instruments der universitären Forschung und Lehre beginnt aber erst Mitte des 16. Jahrhunderts in Pisa, Padua und Florenz ... Professor Dr. Dietrich von Engelhardt ist Direktor des Instituts für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte der Medizinischen Hochschule Lübeck.
Zur Person
Dietrich von Engelhardt studierte Philosophie, Geschichte und Slavistik, Promotion in Philosophie 1969 in Heidelberg (Hegel und die Chemie. Studie zur Philosophie und Wissenschaft der Natur um 1800), danach Mitarbeiter eines kriminologischen Forschungsprojektes und kriminaltherapeutische Tätigkeit am Institut für Kriminologie der Universität Heidelberg, 1971 Assistent am Heidelberger Institut für Geschichte der Medizin, Habilitation in der Fakultät für Naturwissenschaftliche Medizin 1976 (Historisches Bewusstsein in der Naturwissenschaft von der Aufklärung bis zum Positivismus), seit 1983 Direktor des Instituts für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte der Universität Lübeck, zunächst Mitglied und seit 2000 Vorsitzender der Ethikkommission der Universität, 1993-1996 Prorektor der (Medizinischen) Universität, 1995 Aufnahme in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, 1994-98 Vizepräsident und 1998-2002 Präsident der Akademie für Ethik in der Medizin, seit 2001 Stellvertretender Vorsitzender des Landeskomitees für Ethik in Südtirol.
Ausgewählte Buchveröffentlichungen
- mit H. Schipperges:
Die inneren Verbindungen zwischen Philosophie und Medizin im 20. Jahrhundert.
Darmstadt 1980
- Mit der Krankheit
leben. Grundlagen und Perspektiven der Copingstruktur des Patienten.
Heidelberg, 1986
- mit T. Henkelmann
u.A. Krämer: Florenz und die Toscana. Eine Reise in die Vergangenheit
von Medizin, Kunst und Wissenschaft. Birkhäuser Verlag, Basel,
1987
- (Hg.) Ethik
im Alltag der Medizin: Spektrum der medizinischen Disziplinen. Springer
Verlag, Berlin, 1989
- Medizin in der
Literatur der Neuzeit. Hürtenwald, 1991
- (Hg.) Zwei Jahrhunderte
Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Entwicklungen - Perspektiven.
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 1998
- Krankheit, Schmerz
und Lebenskunst: Eine Kulturgeschichte der Körpererfahrung. C.
H. Beck Verlag, München, 1999
- mit K. Bergdolt
(Hg.): Schmerz in der Wissenschaft, Kunst und Literatur. Hürtgenwald,
2000
- (Hg.) Biographische
Enzyklopädie deutschsprachiger Mediziner, Band 1-2. Saur Verlag,
München, 2002
- (Hg.) Von Freiheit und Verantwortung in der Forschung: zum 150. Todestag von Lorenz Oken (1779-1851). Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2002

