
Hat das Sehen eine Geschichte?
Prof. Dr. Gottfried Boehm
Sendezeit: So. 29.02.2004, 8.30h
Spätestens durch die viel beschworenen "Neuen Medien", tritt die Frage nach der "Wahrnehmung", nach dem "Sehen" in den Vordergrund. Welche eigenständigen Leistungen sind unserem Auge zuzutrauen? Hat das Sehen, als eine Form des Erkennens eine Geschichte? An Bildbeispielen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts wird Gottfried Boehm zeigen, wie unsere Wahrnehmung arbeitet und wie sie sich geschichtlich verändert. Professor Dr. Gottfried Boehm ist Ordinarius für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Basel. Er ist Herausgeber des im Wilhelm Fink Verlag erschienen Buches "Was ist ein Bild?"
Gottfried Boehm, geboren 1942 in Braunau (Böhmen), studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik in Köln, Wien und Heidelberg. Promotion 1968 in Philosophie, Habilitation 1974 in Kunstgeschichte in Heidelberg. Von 1975 bis 1979 Dozent und apl. Professor für Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Gießen. Seit 1986 Ordinarius für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Basel. Er ist Mitbegründer und Vizepräsident des Wiener "Institutes für die Wissenschaften vom Menschen" (Institute for advanced Studies).