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Der Verrat an der jungen Generation.
Werte zwischen Ideal und Wirklichkeit

Prof. Dr. Horst Petri
Sendezeit: So. 18.04.2004, 8.30h

Zum Vortrag

Unsere Gesellschaft muss sich die Frage gefallen lassen, welche Werte sie der nachfolgenden Generation vermittelt. Durch die tiefgreifenden Veränderungen der Lebenswelt im vergangenen Jahrhundert haben sich die seit Generationen gewachsenen Prinzipien des Zusammenlebens aufzulösen begonnen. Die Jungen fühlen sich mit ihrer Suche nach Identität und Orientierung ziemlich allein gelassen. Welche Werte wollen und können wir an die jüngere Generation weitergeben? Es genügt jedenfalls nicht, einerseits die fehlende Fairness und zunehmende gesellschaftliche Kälte zu beklagen und andererseits selbst eine Ellenbogengesellschaft vorzuleben. Horst Petri lotet in diesem Vortrag die Zusammenhänge beim Scheitern jugendlicher Lebensentwürfe aus. Professor Dr. Horst Petri unterrichtet Psychotherapie und Psychosomatik an der Freien Universität Berlin.

Zur Person

Horst Petri, geb. 1936 in Köln, studierte Medizin in München, Freiburg und Tübingen. Facharztausbildungen für Neurologie und Psychiatrie und für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Freien Universität Berlin. Psychoanalytische Ausbildung am Institut für Psychotherapie e.V., Berlin. Von 1970 bis 1975 leitete er die Polyklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Freien Universität Berlin. 1981 Habilitation für das Fachgebiet Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, das er bis 2001 an der Freien Universität Berlin lehrte. Er arbeitet als Psychoanalytiker, Autor und freischaffender Künstler in Berlin. 1996 Auszeichnung mit dem Hans Czermak-Preis der Stadt Wien für "sein Gesamtwerk für eine gewaltfreie Erziehung". Seit Beginn der 80iger Jahre in der Friedens-, Ökologie- und Kinderrechtsbewegung engagiert.

Ausgewählte Veröffentlichungen