
Man braucht sehr lange um jung zu werden.
Stufen im Lebenszyklus
Prof. Dr. Hans-Eckehard Bahr
Sendezeit: So. 10.07.2005, 8.30h
Dass die Wohlstandsgesellschaften ein Problem mit ihrer Überalterung haben, ist sattsam bekannt. Wenn wir – inzwischen fast täglich – in den Medien davon hören, dann geht es um ökonomische Fragen, Alterssicherung, Verteilungskämpfe. Von Glück und Chance der späten Jahre ist derzeit wenig die Rede. Der praktische Theologe und Friedensforscher Professor Dr. Hans-Eckehard Bahr versucht in diesem Vortrag, eine andere Perspektive einzunehmen. Seine Stichworte: Neugewonnene innere Freiheiten beim Älterwerden. Intensität statt Betriebsamkeit. Neben Defiziten und Einsamkeit auch Entlastung und Neuentdeckungen. Das Leben endlich selber gestalten.
Professor Hans-Eckehard Bahr war 1966 an der University of Chicago Mitarbeiter Martin Luther Kings. Von 1967 bis 1993 Professor für Praktische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. 1971 Kurator der Deutschen Gesellschaft für Friedens- und Konfliktforschung Bonn. 1982/83 war er Sachverständiger der Enquete-Kommission des Bundestages „Jugendprotest im demokratischen Staat“. Professor Hans-Eckehard Bahr leitet seit 1994 das Forschungsprojekt „Jugendgewalt und Stadtfrieden“ an der Ruhr-Universität Bochum.