
Ach du liebe Zeit –
Plädoyer für ein am Menschen orientiertes Zeitverständnis
Prof. Dr. Karlheinz A. Geißler
Sendezeit: So. 22.01.2006, 8.30h
Die Zeichen mehren sich; wir sind am Ende der Uhrzeit angelangt. Vor mehr als 500 Jahren haben die Uhren ihren Siegeszug angetreten. Ohne die mechanischen Zeitmesser hätte die Moderne nicht stattgefunden. Uhren machten die Beschleunigung fast aller Lebensbereiche, das zentrale Kennzeichen der Moderne, kontrollierbar und messbar. Karlheinz A. Geißler untersucht die kulturellen, die wirtschaftlichen und die lebenspraktischen Folgen unseres Zeitverständnisses anhand der Zeitepochen Vormoderne, Moderne und Postmoderne. Und er gibt Hinweise dafür, wie die Zeiten besser werden könnten. Professor Dr. Karlheinz A. Geißler lehrt Wirtschaftspädagogik an der Universität der Bundeswehr, München.
Karlheinz A. Geißler, geb. 1944 in Deuerling/Oberpfalz, studierte Philosophie, Ökonomie und Pädagogik in München. Nach kurzer Zeit als Lehrer an berufsbildenden Schulen, Forschungs- und Lehrtätigkeiten an den Universitäten Karlsruhe, Augsburg und München, seit 1975 Universitätsprofessor für Wirtschaftspädagogik an der Universität der Bundeswehr in München. Gastprofessuren an verschiedenen Universitäten, u.a. in Linz/Österreich, Bremen, Innsbruck, Klagenfurt. Mitinitiator und Leiter des Projekts „Ökologie der Zeit“ der Evangelischen Akademie Tutzing. Forschungsschwerpunkte z. Zt.: Zeitmuster der Moderne, Zeit und Ökologie, Modernisierung beruflicher Bildung, Zeit und Kultur. Er ist Beiratsmitglied der interdisziplinären Zeitschrift „Universitas“ und Herausgeber mehrer Buchreihen.