
Offene Horzionte.
Zur Bildgeschichte der Natur
Prof. Dr. Gottfried Boehm
Sendezeit: So. 25.06.2006, 8.30h
Unseren Umgang mit der Natur dominieren zwei unterschiedliche Bilder, die nichts zu verbinden scheint: die Landschaft und die Landkarte. Das eine wird der Ästhetik, das andere dem praktischen Nutzen zugeordnet, der sich dank satellitengestützter Navigation auf ungeahnte Weise perfektioniert hat. Gleichwohl wurde diese Differenz im 20. Jahrhundert auch kritisch befragt. Gottfried Boehm beleuchtet in diesem Vortrag die historischen und sachlichen Voraussetzungen dieses Grenzverkehrs zwischen Landkarte und Landschaft. Professor Dr. Gottfried Boehm ist Ordinarius für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Basel.
Gottfried Boehm, geb. 1942 in Braunau (Böhmen). Studium der Kunstgeschichte, Philosophie, Germanistik in Köln, Wien und Heidelberg. Promotion 1968 in Philosophie, Habilitation 1974 in Kunstgeschichte in Heidelberg. Von 1975-1979 Dozent und apl. Prof. für Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum, 1979-1986 Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Justus-Liebig-Universität Giessen. Seit 1986 Ordinarius für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Basel. Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin (2001/2002). Direktor des Nationalen Forschungsschwerpunktes (NFS) „Bildkritik“ (2005).