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Entdecken, Erobern, Erholen –
Reisen als (post-)Koloniales Privileg

Dr. Hito Steyerl
Sendezeit: So. 16.07.2006, 8.30h

Zum Vortrag

„Reisen bildet“ – so ein gängiger Werbespruch. Schon die ersten Ferntouristen, die zahlreichen Forschungsreisenden des 18. Jahrhunderts, beflügelten Neugier wie Wissensdurst des aufstrebenden Bürgertums. Der Vergleich verschiedener Kulturformen diente zum Beweis der Überwindung der Relativität der eigenen Erkenntnisse, er wurde zum Beleg wissenschaftlicher Objektivität. Der Vortrag analysiert, wie auch im modernen Tourismus das Privileg der Mobilität – und damit der Erwerb möglichst universeller Erfahrungen – den Zugang zu gesellschaftlicher Macht reguliert. Dr. Hito Steyerl ist Filmemacherin und Autorin. Sie unterrichtet derzeit am Goldsmith College in London.

Zur Person

Arbeit als Filmemacherin und Autorin im Bereich essayistischer Dokumentarfilm, postkoloniale Kritik, feministische Repräsentationskritik. Die Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Film und bildender Kunst sowie Theorie und Praxis. Mehrere Auszeichnungen für Filme. Fernsehausstrahlungen. Gastprofessur an der UdK Berlin, Lehrtätigkeit an: Hochschule für Fernsehen und Film München, Akademie der bildenden Künste, Wien, Internationale Frauenuniversität Hannover, Goldsmiths College, London.

Ausgewählte Veröffentlichungen

Filmografie