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Die Erfindung der Landschaft.
Vom Wandel der Wahrnehmung in der Naturästhetik des 18. Jahrhunderts

Prof. Dr. Gotthard Frühsorge
Sendezeit: So. 17.12.2006, 8.30h

Zum Vortrag

Unter welchen Bedingungen wird Natur als Landschaft wahrgenommen? Nur dann, wenn ein Mensch sich der Natur betrachtend zuwendet. In der ästhetischen Theorie des 18. Jahrhunderts wird die Vorstellung von Landschaft gleichsam zur Metapher für die künstlerische Schöpfungskraft des Menschen. Das lässt sich besonders eindrucksvoll an der malerischen Umgestaltung der Natur zum Landschaftspark aufzeigen. Bis heute bestimmen die „gepflanzten Bilder“ der englischen Gärten unsere Vorstellung von der Schönheit einer Landschaft. Professor Dr. Gotthard Frühsorge lehrte bis 2004 Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim.

Zur Person

Gotthard Frühsorge, geboren 1936 in Hannover, studierte Germanistik, Philosophie, Geschichte und Theaterwissenschaft an den Universitäten Göttingen, Wien, Braunschweig und Heidelberg. Promotion 1970 zum Thema „Zur politischen Literatur des 17. Jahrhunderts“ an der Universität Heidelberg. Von 1975 bis 1977 Stipendiat im Forschungsprogramm der Herzog August Bibliothek. Habilitation 1979 an der Universität Heidelberg zum Thema „Herkommen und Weggehen. Tradition und Krise des ‘ganzen Hauses’“. 1979 übernahm er die Leitung der Abteilung zur Erforschung des 18. Jahrhunderts in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. 1980 apl. Professor an der Universität Heidelberg und ab 1981 apl. Professor an der Universität Braunschweig. Von 1993 bis 1998 war er Direktor der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel. Von 1998 bis 2004 lehrte er Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim.

Ausgewählte Veröffentlichungen