
Die Sinnfrage und die Grundwerte.
Die Antwort der Kirche
Karl Kardinal Lehmann
Sendezeit: So. 10.06.2007, 8.30h
Das Thema Grundwerte stellt die Frage, was eine Gesellschaft wertemäßig und ethisch zusammenhält. Werteüberzeugungen stellen Maßstäbe dar, die für ein funktionierendes Gemeinwesen unabdingbar sind. Doch wer, oder welche Gruppen definieren die Werte, die als Grundwerte anerkannt werden und somit den Konsens für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft darstellen? Eine Institution ist sicherlich die Kirche, die zwar an Einfluss verloren hat, aber immer noch stark wahrgenommen wird. Karl Kardinal Lehmann ist seit 1983 Bischof von Mainz. Seit 1987 ist er Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. 2001 wurde er von Papst Johannes Paul II. in den Kardinalstand erhoben.
16.05.1936 |
geboren in Sigmaringen als Sohn des Lehrers Karl Lehmann (+1986) und seiner Frau Margarete geb. Waldner (+1997) |
1956 |
Abitur am Staatlichen Gymnasium in Sigmaringen |
1956/57 |
Studium der Philosophie und Theologie an der Albert Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau |
1957 |
Eintritt in das Päpstliche "Collegium Germanicum-Hungaricum" in Rom |
1957 – 1960 |
Studium der Philosophie sowie |
1960 – 1964 |
der Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom |
1962 |
Promotion ("summa cum laude") an der Päpstlichen Universität Gregoriana zum Dr. phil. mit einer Arbeit zum Thema "Vom Ursprung und Sinn der Seinsfrage im Denken Martin Heideggers" |
10.10.1963 |
Priesterweihe durch Kardinal Julius Döpfner in Rom |
1964 – 1967 |
Wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Pater Dr. Karl Rahner SJ am Seminar für Christliche Weltanschauung und Religionsphilosophie der Ludwig Maximilians-Universität München (Philosophische Fakultät) |
1967 |
Promotion ("summa cum laude") an der Päpstlichen Universität Gregoriana zum Dr. theol. mit einer Arbeit über das Thema "Auferweckt am dritten Tag nach der Schrift" - Exegetische und fundamentaltheologische Studien zu I Kor 15,3b-5 |
1967 |
Wissenschaftlicher Assistent bei Karl Rahner am Lehrstuhl für Dogmatik und Dogmengeschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster i.W. (Katholisch-Theologische Fakultät). Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Endgültige Freistellung durch den Erzbischof von Freiburg für die wissenschaftliche Laufbahn und Beginn der Habilitationsschrift "Der verborgene Gott und der Begriff der Offenbarung" |
1968 |
Berufung auf den Lehrstuhl für Dogmatik II der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz |
1969 |
Mitglied des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen (Jaeger-Stählin-Kreis) und seit 1975 von katholischer Seite deren wissenschaftlicher Leiter seit 1989 Vorsitzender von katholischer Seite (in der Nachfolge von Kardinal Hermann Volk) |
1969 – 1983 |
Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) |
1971 – 1983 |
Professor für Dogmatik und Ökumenische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Albert Ludwigs-Universität Freiburg i.Br. |
1974 |
Mitglied der Internationalen Theologenkommission beim Hl. Stuhl in Rom 1980-1984 Erneute Berufung in die Internationale Theologenkommission |
1975 – 1978 |
Federführender Herausgeber der Offiziellen Gesamtausgabe der Dokumente der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland (Würzburger Synode 1971-75) |
1979 |
Ernennung zum Päpstlichen Ehrenprälaten durch Papst Johannes Paul II. |
23.6.1983 |
Ernennung zum Bischof von Mainz durch Papst Johannes Paul II. |
02.10.1983 |
Weihe zum Bischof von Mainz durch Kardinal Hermann Volk (Hauptkonsekrator) sowie durch Erzbischof Oskar Saier (Freiburg) und Weihbischof Wolfgang Rolly (Mitkonsekratoren) Wahlspruch: "STATE IN FIDE" - "Steht fest im Glauben" (I. Korintherbrief, Kapitel 16,13) |
28.01.2001 |
Ernennung zum Kardinal durch Papst Johannes Paul II. |
21.02.2001 |
Aufnahme in das Kardinalskollegium durch Papst Johannes Paul II. im Rahmen des öffentlichen Konsistoriums in Rom |