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Das Ende des Kapitalismus wie wir ihn kennen

Prof. Dr. Elmar Altvater
Sendezeit: So. 30.09.2007, 8.30h

Zum Vortrag

Anders als der reale Sozialismus bricht der Kapitalismus nicht zusammen – es sei denn durch „äußere Anstöße von extremer Heftigkeit“ und eine „glaubwürdige Alternative im Innern“. Dieser Einschätzung des französischen Historikers Fernand Braudel folgt Elmar Altvater in diesem Vortrag. In den Finanzkrisen der vergangenen Jahrzehnte, der Begrenztheit von fossiler und nuklearer Energie und der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich sei genug Anstoß von besonderer Heftigkeit. Und im Innern der Gesellschaft sieht er glaubwürdige Alternativen heranwachsen: Die Ansätze einer „solidarischen Ökonomie“ und einer ökologisch nachhaltigen Gesellschaft. Der Kapitalismus, wie wir ihn kennen, so meint Altvater, gerät an sein Ende. Professor Dr. Elmar Altvater lehrte bis 2004 Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Von 1999 bis 2002 war er Mitglied der Enquête-Kommission „Globalisierung der Weltwirtschaft“ des Deutschen Bundestages. Heute engagiert er sich für Attac und das Weltsozialforum.

Zur Person

Professor Dr. Elmar Altvater, geboren 1938, studierte in München Ökonomie und Soziologie und promovierte über "Umweltprobleme in der Sowjet-Union". Am Otto-Suhr-Institut in Berlin engagierte er sich in der "Sozialistischen Assistentenzelle" und war Denker der marxistisch geprägten politischen Theorie und Teil der 68er-Bewegung. Im Jahre 1970 gründete er mit anderen die "PROKLA - Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft" bei der er noch heute Redaktionsmitglied ist. Zudem schreibt er regelmäßig für die Wochenzeitung Freitag. Von 1971 bis 2004 lehrte er Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut. Neben Fragen der Entwicklungstheorie, der Verschuldung, sowie der Regulierung von Märkten beschäftigt er sich mit den Auswirkungen kapitalistischer Ökonomien auf die Umwelt. Von 1999 bis 2002 war er Mitglied der Enquête-Kommission „Globalisierung der Weltwirtschaft – Herausforderungen und Antworten“ des Deutschen Bundestages. Heute wirbt er für Attac und das Weltsozialforum.

Ausgewählte Veröffentlichungen