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Wem gehört das Sterben?

Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß
Sendezeit: So. 02.12.2007, 8.30h

Zum Vortrag

Es gibt Dinge, die sich auch in einer verwissenschaftlichten Welt dem wissenschaftlichen Zugriff entziehen. Nicht, weil die Wissenschaft noch nicht so weit wäre, um mit Einsichten und Resultaten aufzuwarten, sondern weil es sich um Dinge handelt, die existentieller Natur sind, d.h., die den Menschen in allen seinen Wahrnehmungen und Erfahrungen betreffen. Die da sind und da bleiben, ganz gleich, was die Wissenschaft kann und was sie zu erklären vermag, und ganz gleich, wohin uns unser Verstand führt. Zu diesen Dingen, bei denen der Verstand an seine Grenzen stößt, gehören der Tod und das Sterben. Es gibt keinen allgemeinen, nur einen individuellen Tod. Welche Regeln, welche Normen, welche Ethik sollen hier gelten? Wem gehört das Sterben? Professor Dr. Jürgen Mittelstraß lehrte bis 2005 Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Konstanz.

Zur Person

Jürgen Mittelstraß, geb. 1936 in Düsseldorf

1956-1961

Studium der Philosophie, Germanistik und evangelischen Theologie in Bonn, Erlangen, Hamburg und Oxford

1961

Promotion in Erlangen, 1968 Habilitation

1970-2005

Ordinarius für Philosophie und Wissenschaftstheorie in Konstanz, seit 1990 Direktor des Zentrums Philosophie und Wissenschaftstheorie

1985-1990

Mitglied des Wissenschaftsrates

1985-1999

Mitglied des Auswahlausschusses der Alexander von Humboldt-Stiftung

1992-1997

Mitglied des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

1993-1999

Mitglied (Gründungsmitglied) des Deutsch-Amerikanischen Akademischen Konzils (Bonn/Washington D.C.)

1993-1994

Mitglied des Strategiekreises beim Bundesminister für Forschung und Technologie

1995-1998

Mitglied des Rates für Forschung, Technologie und Innovation beim Bundeskanzler

seit 2003

Mitglied, seit 2005 Vorsitzender des Österreichischen Wissenschaftsrates

1997-1999

Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland

Ausgewählte Veröffentlichungen

  • Die Rettung der Phänomene. de Gruyter Verlag, Berlin, 1962
  • Neuzeit und Aufklärung. de Gryter Verlag, Berlin, 1970
  • Die Möglichkeit von Wissenschaft. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1974
  • Wissenschaft als Lebensform. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1982
  • Der Flug der Eule. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1989
  • Leonardo-Welt. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1992
  • Die unzeitgemäße Universität. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1994
  • Die Häuser des Wissens. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1998
  • Die Zukunft des Wissens. Akademischer Verlag, Berlin, 2000
  • Wissen und Grenzen. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2001
  • Philosophie in der Psychiatrie. Universitäts-Verlag, Konstanz, 2007
  • Herausgeber: Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie, I-IV (1980-1996)
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