
Wird die Demokratie ungerecht?
Globalisierung, Gerechtigkeit und Umweltschutz
Prof. Dr. Felix Ekardt
Sendezeit: So. 02.03.2008, 8.30h
Die Reformdebatten über Steuern, Arbeitsmarkt, Sozialsystem und Demographie verfehlen, so Felix Ekardt, unsere Kernprobleme: Nationalstaatliche Politik ist zunehmend machtlos. Und der bisherige westliche Lebensstil, basierend auf Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung, ist weder dauerhaft noch global lebbar. Er wird zusammenbrechen, sobald er sich z. B. auch in Ländern wie Indien und China etabliert. Auch mit mehr Leistung und mehr Gemeinsinn wird Deutschland vermutlich nicht wieder „Weltspitze“ werden. Die eigentliche Frage lautet: Wie können wir allen Menschen in einer globalisierten Welt (und auch künftigen Generationen) faire Chancen geben – und wie verhindern wir, dass unsere Freiheit von ökonomischen Sachzwängen schleichend zerstört wird? Professor Dr. Felix Ekardt lehrt Öffentliches Recht an der Universität Bremen und ist spezialisiert auf deutsches und internationales Umweltrecht.
Felix Ekardt, geboren 1972 |
|
1991-97 |
Studium der Rechts-, Sozial- und Religionswissenschaft in Berlin und Marburg |
1997 und 1999 |
Jura Examina in Marburg und Leipzig |
1996 |
Research Assistant an der University of Aberdeen |
1997-1999 |
Referendariat in Leipzig |
1995-2003 |
Mitarbeit in einer Frankkfurter Umweltrechtskanzlei |
2000 |
Promotion in Halle (zweifach ausgezeichnet) und |
2003 |
Habilitation in Rostock |
2001 |
in Marburg Magister in Soziologie und Religionswissenschaft |
2002 |
in Leipzig Master im Europarecht |
Seit 2002 |
Gastdozent an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig |
Seit 2003 |
Hochschullehrer an der Universität Bremen |