In den Chroniken, Bildern und Liedern der Vormoderne gehören Feinde oft einer imaginären Gegenwelt an, die sich als diabolisches Spiegelbild präsentiert. Der Beitrag versucht, anhand zweier Beispiele, solche Gegenbilder aufzuzeigen und zu untersuchen. Auch die Bilder kriegszerstörter Städte gehören zum ikonischen Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses. Sie repräsentieren die Zerstörungskraft des Krieges nachhaltiger und eindrücklicher als etwa Bilder getöteter Soldaten. Dr. Simona Slanicka ist Assistentin am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit der Universität Bielefeld. Professor Dr. Horst Carl lehrt Neuere Geschichte an der Universität Gießen.

Realistische Bilder? Die Technik der Zerstörung in Kriegsdarstellungen des späten 17. und 18. Jahrhunderts
Prof. Dr. Horst Carl
Sendezeit: So. 13.07.2008, 8.30h
Horst Carl, geboren 1959 |
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1978 bis 1984 |
Studium der Geschichte, Philosophie und Germanistik von in Bonn und Tübingen |
1989 |
Promotion zum Dr. phil. an der Universität Tübingen mit der Arbeit „Okkupation und Regionalismus. Die preußischen Westprovinzen im Siebenjährigen Krieg“ |
1990 bis 1997 |
Wissenschaftlicher Angestellter und Assistent an der Universität Tübingen |
1998 |
Habilitation an der Universität Tübingen mit der Arbeit „Der Schwäbische Bund 1488-1534. Landfrieden und Genossenschaft im Übergang vom Spätmittelalter zur Reformation“ |
1998 bis 2001 |
wissenschaftlicher Mitarbeiter im Tübinger SFB 437 ‚Kriegserfahrungen. Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit‘, zuletzt als Koordinator der geisteswissenschaftlichen Sonderforschungsbereiche in Baden-Württemberg |
2001 |
Gastdozentur an der Université Aix-Marseille III |
seit Wintersemester 2001/2002 |
Professor für Neuere Geschichte, (Frühe Neuzeit) an der Justus-Liebig-Universität Gießen |
2003 |
Schillerpreis der Stadt Marbach |

Feindbilder. Die Darstellung des Kriegsgegners als negatives Spiegelbild
Dr. Simona Slanicka
Sendezeit: So. 13.07.2008, 8.30h
Simona Slanicka, geboren 1968 |
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1985-1993 |
Studium der Allgemeinen Geschichte und Geschichte des Mittelalters, Französische und Iberische Philologie, Universität Basel / Paris |
1988-1990 |
Hilfsassistenz Ältere französische Literaturwissenschaft , Universität Basel |
1993 |
Lizentiat, Universität Basel |
1994-1998 |
Assistentin am Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters, Universität Basel |
1998 |
Promotion an der Universität Basel, Thema „Krieg der Zeichen. Die visuelle Politik Johannes ohne Furcht und der armagnakisch-burgundische Bürgerkrieg |
seit 2000 |
Assistentin am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit, Universität Bielefeld |