Logo Tele-Akademie (Rechte: SWR)Logo SWR Fernsehen (Rechte:SWR)


Weiterführende Informationen zur Sendung




Glanz und Elend des Geldes: Die Ökonomisierung der Fantasien


Prof. Dr. Elisabeth Bronfen
Sendezeit: So. 15.03.2009, 8.30h

Zum Vortrag

In der amerikanischen Filmkomödie „Blondinen bevorzugt“ von Howard Hawks aus dem Jahr 1953 verkörpert Marilyn Monroe eine Erotisierung des Geldes, die in den 80er Jahren von Madonna -wesentlich ironischer und gebrochener- aufgegriffen wird. Im Umfeld des Börsenkrachs entstehen in den 80er Jahren auch Bücher und Filme wie „Wall Street“, in denen die Ökonomisierung unserer Kultur, der „homo oeconomicus“, kritisch beleuchtet wird. Zwanzig Jahre später fragt Elisabeth Bronfen, was aus diesen Fantasien im Mainstream-Kino, das als Seismograph unserer zeitgenössischen Kultur verstanden werden kann, geworden ist.

Zur Person

  • Elisabeth Bronfen wurde am 23. April 1958 in München geboren.
  • Sie besuchte in München die Amerikanische Schule (1964-1975) und studierte ab 1976 am Radcliffe College und dann an der Harvard University. Nach dem Abschluss in englischer und deutscher Literatur (B.A. 1979) und in Komparatistik (M.A. 1980) promovierte sie 1985 an der Universität München zum Dr. phil. mit einer Dissertation über die englische Autorin Dorothy M. Richardson. 1990 habilitierte sie sich in München mit der Schrift "Over Her Dead Body. The Configuration of Death, Femininity and the Aesthetic" über die Ästhetisierung toter Frauen durch männliche Künstler, die in Buchform in Großbritannien 1993 zum alternativen Bestseller wurde und heftige Debatten auslöste.
  • Von 1985 bis 1992 war sie Akademische Rätin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 1993 ist sie Lehrstuhlinhaberin am Englischen Seminar der Universität Zürich. Neben ihren wissenschaftlichen Schwerpunkten machte sie auch durch fachübergreifende Publikationen auf sich aufmerksam.

Ausgewählte Veröffentlichungen

  • Das verknotete Subjekt: Hysterie in der Moderne. Volk und Welt Verlag, Berlin, 1998
  • Sylvia Plath. Frankfurter Verlags-Anstalt, 1998
  • Trauma: Zwischen Psychoanalyse und kulturellem Deutungsmuster. Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar, 1999
  • Heimweh: Illusionsspiele in Hollywood. Volk & Welt Verlag,Berlin, 1999
  • Die Diva: Eine Geschichte der Bewunderung. Schirmer/Mosel Verlag, München, 2002
  • Nur über ihre Leiche: Tod, Weiblichkeit und Ästhetik. Königshausen & Neumann Verlag, Würzburg, 2004
  • Liebestod und Femme fatale: Der Austausch sozialer Energien zwischen Oper, Literatur und Film. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 2004
  • Tiefer als der Tag gedacht. Eine Kulturgeschichte der Nacht. Carl Hanser Verlag, München, 2008
  • Crossmappings. Scheidegger & Spiess Verlag, Zürich, Mai 2009
© SWR Tele-Akademie 2009