
Glanz und Elend des Geldes: Die Ökonomisierung der Fantasien
Prof. Dr. Elisabeth Bronfen
Sendezeit: So. 15.03.2009, 8.30h
In der amerikanischen Filmkomödie „Blondinen bevorzugt“ von Howard Hawks aus dem Jahr 1953 verkörpert Marilyn Monroe eine Erotisierung des Geldes, die in den 80er Jahren von Madonna -wesentlich ironischer und gebrochener- aufgegriffen wird. Im Umfeld des Börsenkrachs entstehen in den 80er Jahren auch Bücher und Filme wie „Wall Street“, in denen die Ökonomisierung unserer Kultur, der „homo oeconomicus“, kritisch beleuchtet wird. Zwanzig Jahre später fragt Elisabeth Bronfen, was aus diesen Fantasien im Mainstream-Kino, das als Seismograph unserer zeitgenössischen Kultur verstanden werden kann, geworden ist.