
Mahatma Gandhi - sein Leben und seine Ethik
Prof. Dr. Dietmar Rothermund
Sendezeit: So. 27.09.2009, 8.30h
Erstausstrahlung: So. 31.12.2000
Das unabhängige Indien wäre ohne Mahatma Gandhi kaum vorstellbar gewesen. Mahatma, "große Seele", der Revolutionär der Gewaltlosigkeit, der mit seinen Kampagnen der Nichtzusammenarbeit und des bürgerlichen Ungehorsams das britische Weltreich in seine Schranken wies. Er prägte den Begriff des "Satyagraha", des "Festhaltens an der Wahrheit. Die Abspaltung Pakistans empfand er als "Vivisektion". Als er sich dennoch für eine gerechte Teilung der Staatskasse zwischen Indien und Pakistan einsetzte, wurde er dafür von einem fanatischen indischen Nationalisten erschossen.
Dietmar Rothermund, geboren 1933, studierte Geschichte und Philosophie in Marburg, München und an der University of Pennsylvania, Philadelphia. Forschungsstipendiat der DFG in Indien von 1960 bis 1962, Visiting Fellow, Australian National University Canberra 1962. Seit 1963 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Südasieninstituts der Universität Heidelberg, 1967 habilitierte er in Neuere Geschichte, von 1968 bis 2001 hatte er den Lehrstuhl für Geschichte Südasiens inne. Forschungsaufenthalte in Indien: 1964/65, 1969/70,1980/81, 1985/86. Er war Geschäftsführender Direktor des Südasieninstituts in den Jahren 1970-73, 1980-84, 1989-96. Von 1976 bis 1977 war er Dekan der Philosphisch-Historischen Fakultät der Universität Heidelberg. Seit 1988 Fellow of the Royal Historical Society, London.