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Vergänglichkeit als Leben der Musik


Prof. Dr. Peter Gülke
Sendezeit: So. 25.10.2009, 8.30h
Erstausstrahlung: So. 09.11.2003

Zum Vortrag

Musik ist eine "Zeitkunst". Darüber wird seit Augustin nachgedacht. Sie weitet den von uns als Jetzt, als Gegenwart erlebten kurzen Augenblick nach beiden Richtungen hin aus, zieht Erinnerung und Erwartung in ihn hinein und vermag Dauer und Vergänglichkeit zu verschränken. Insofern darf sie die philosophisch reklamierte Ambivalenz, dass, wer sterben lernt, zugleich leben lernt, auch für sich in Anspruch nehmen.

Zur Person

Peter Gülke, geboren 1934 in Weimar, studierte Violoncello, Musikwissenschaft, Germanistik, Romanistik und Philosophie an der Hochschule für Musik in Weimar und an den Universitäten Jena und Leipzig. 1958 Promotion zum Dr. phil., 1985 zum Dr. habil.; seit 1959 ist er als Dirigent tätig. Von 1964 bis 1976 war er Chefdirigent an verschiedenen Theatern (u.a. in Potsdam und Stralsund); seit 1976 Kapellmeister an der Staatsoper Dresden (mit gleichzeitiger Lehrtätigkeit an der dortigen Musikhochschule); 1981 wurde er zum Generalmusikdirektor seiner Heimatstadt Weimar berufen. 1983 Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland. Von 1986 bis 1996 Generalmusikdirektor der Stadt Wuppertal; regelmäßiger Gast führender Orchester in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, USA und Japan. Von 1996 bis 2000 Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg. Er gehört zu den profiliertesten Musikschriftstellern.

Ausgewählte Veröffentlichungen