
Was ist deutsch?
Variationen eines Themas von Schiller über Wagner zu Thomas Mann
Prof. Dr. Dieter Borchmeyer
Sendezeit: So. 22.11.2009, 8.30h
„Der Begriff ‚deutsch’ ist ein Abgrund, bodenlos“ schreibt Thomas Mann in den „Betrachtungen eines Unpolitischen“. Die Frage nach der eigenen Identität hat sich kaum eine andere Nation so oft gestellt wie die deutsche. Das Problem „Was ist deutsch?“ ist im 19. und 20. Jahrhundert in zahllosen Traktaten erörtert worden. Kein Wunder: dürfte sich doch keine europäische Nation so spät erst ihrer selbst bewusst und gewiss geworden sein. Und wie immer, wenn man sich seiner Sache nicht sicher ist, wird diese Unsicherheit oft kompensiert durch Überbetonung dessen, was einem gerade mangelt. Dieter Borchmeyer verfolgt in diesem Vortrag drei prominente Facetten des Nachdenkens über das deutsche Wesen.
1941 |
Geboren in Essen |
1961 |
Studium der Germanistik und katholischen Theologie an der Universität München |
1967/71 |
Erstes und zweites Staatsexamen |
1970 |
Promotion |
1972-1979 |
Gymnasiallehrer in München und Lehrbeauftragter am Germanistischen Seminar der Universität |
1979 |
Habilitation. Lehrstuhlvertretungen in Erlangen und Würzburg |
1982-1988 |
Professor für Theaterwissenschaft an der Universität München |
1988-2006 |
Ordinarius für Neuere deutsche Literatur und Theaterwissenschaft an der Universität Heidelberg |
1991-1993 |
Dekan der Neuphilologischen Fakultät |
Seit 1988 |
Gastprofessuren an verschiedenen amerikanischen Universitäten: |
Seit 2002 |
Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste |