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Missverstehen im Deutschunterricht


Prof. Dr. Inge Vinçon
Sendezeit: So. 20.12.2009, 8.30h

Zum Vortrag

Dass wir uns sprachlich sehr häufig missverstehen, gehört zu unserem Alltag. Dabei stellt sich jeweils die Frage, ob wir solche Missverstehenssituationen korrigieren sollen oder ob wir schweigend darüber hinweggehen. Besonders gravierend sind Missverständnisse im Deutschunterricht, wo es ja darum geht, Sprachbewusstsein zu entwickeln und einen differenzierten Gebrauch der Sprache zu erlernen. Inge Vinçon beschreibt in diesem Vortrag anhand verschiedener Beispiele Formen des Missverstehens im Deutschunterricht der Sekundarstufe. Sie geht der Frage nach, wie Lehrer und Schüler sich bewusst werden können, dass sie sich missverstehen, und inwieweit sie ihre Kommunikation durch mehr Sprachbewusstsein verbessern können.

Zur Person

Inge Vinçon, geboren 1940 in Heidelberg

1960

Beginn des Studiums der Germanistik und Romanistik an der Sorbonne, Paris

1961-1967

Studium der Germanistik und Romanistik an der Universität Heidelberg

1967

Abschluss mit dem 1.Staatsexamen
Dazwischen Studiensemester in München und Grenoble

1969

2. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in Stuttgart

1969-1971

DAAD- Lektorin an der Mc Gill University in Montreal, German Department

1974

Promotion in Germanistik an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt

ab 1975-2005

Professur für Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Fach Deutsch

2001-2003

Prorektorin der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Aufbau von Kooperationen mit den Universitäten in Vilnius/Litauen und Xian/ China

Ausgewählte Veröffentlichungen

  • Gesprächssituation und Sprachverhalten von Kindern untereinander und von Kindern und Erwachsenen, S.63 – 79. In: G. Lotzmann (Hrsg.) Das Gespräch in Erziehung und Behandlung. Quelle und Meyer Verlag, Wiebelsheim, 1973
  • Projekt und Film: Soziolinguistik/ Varianten des Elaborierten und Restringierten Codes/AVZ Pädagogische Hochschule Heidelberg, 1977
  • Gutachten für ein Deutschcurriculum an der Gesamtschule Herzogenried / Mannheim, 1978
  • Die Einakter Bertolt Brechts. Athäneum / Scriptor Verlag, Königstein, 1980
  • Mehrere Langzeitprojekte und Videokorpus: Wie Schüler argumentieren lernen. Projektergebnisse 3 Bde Pädagogische Hochschule Heidelberg, 1991-2005
  • Aufsatzdidaktik Teil eines Internetprojekts: Einführung in die Didaktik des Faches Deutsch, 1995
  • "Gibt es in unserer Gesellschaft noch genügend tatsächlich ausgeübte Werte oder sind viele Werte reine Lippenbekenntnisse?" Analyse von Argumentationen und Rückschlüsse für eine Didaktik der Argumentation. In: E. Blattmann / V. Frederking (Hrsg.) Deutschunterricht Konkret Bd.2 Sprache, S.215-254. Schneider Verlag, Hohengehren, 2002
  • 2004 Diskutieren und Argumentieren beim Umgang mit literarischen Texten. In: G. Härle / B.Rank (Hrsg.): Wege zum Lesen und zur Literatur. Schneider Verlag, Hohengehren, 2004, S. 51 - 80
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